Fußball Millimeterentscheidung auf der Zielgeraden

Die Derbys zwischen Dünsbach und Kirchberg (Bild) gehören zunächst mal der Vergangenheit an. Die TSG muss absteigen, Dünsbach ist Sechster.
Die Derbys zwischen Dünsbach und Kirchberg (Bild) gehören zunächst mal der Vergangenheit an. Die TSG muss absteigen, Dünsbach ist Sechster. © Foto: ttttrtrt
Crailsheim / Von Vereinen und Klaus Helmstetter 09.06.2018

Für den neutralen Zuschauer könnte das Bezirksliga-Finale nicht spannender sein. Krimi-Hochspannung zum Saisonende. Sage und schreibe vier Mannschaften, die an der Spitze magere zwei Pünktchen trennen, können noch Meister werden. Man darf also gespannt sein, wer am Samstagabend als Titelträger feststeht und für wen sich in der Relegation noch ein Türchen öffnet, um den Sprung in den überbezirklichen Fußball in Angriff zu nehmen.

Gaisbach steht am besten da und könnte von der Pole Position aus, daheim gegen Michelfeld, alles klar machen. Die punktgleichen Wachbacher sind zuhause gegen Kellerkind Mulfingen sicherlich auch auf Sieg programmiert. Sindringen hat als Dritter einen Punkt weniger und muss zu Absteiger Taubertal. Obersontheim, Vierter im Bunde und zwei Punkte zurück, gastiert in Braunsbach.

Gaisbach, Wachbach vorneweg

Zum letzten Spiel muss der VfR Altenmünster nach Hessental reisen. Nachdem das Heimspiel gegen Niedernhall/Weissbach aufgrund mangelnder Chancenverwertung unglücklich mit 0:1 verloren ging, wollen die Kicker von der Kirchstraße zum Abschluss der Saison noch einmal drei Punkte holen und sich zumindest mal tabellarisch um einen Platz verbessern.

Nach starker Vorrunde bleibt dann doch in der Endabrechnung, nach einer schwachen Rückrunde, ein Platz im gesicherten Mittelfeld. Vor der Runde wäre das für ihn okay gewesen, räumt Abteilungsleiter Patrick Lettenmaier ein, aber aufgrund der Vorrunde hat man vor Ort „schon ein wenig Richtung Top 5 geschielt. „Dennoch“, fügt er hinzu, „war es im ersten Jahr mit dem Trainerduo Schaffer/Wenzel eine durchaus passable Runde und zur Saison 2018/19 werden wir uns sicherlich steigern.“

 Die TSG Kirchberg hat sich gegen Obersontheim eigentlich gut verkauft, auch wenn sich das Ergebnis nicht so liest. Hält man sich vor Augen, wie viele Spieler gefehlt haben und dass die Kirchberger auch hochkarätige Chancen liegen ließen, war das ordentlich, hört man von der TSG.

 Für Untermünkheim, den heutigen Widersacher, geht es auch um nichts mehr. Dennoch stellt der Tabellenfünfte einen starken Gegner da. Also nochmals eine schwere Partie für Kirchberg. Da es aber für beide Teams um nichts mehr geht, ist das Ergebnis zweitrangig. Kirchberg will sich ordentlich aus der Bezirksliga verabschieden und dem ausscheidenden Trainer Marcus Becker sowie den Spielern, die nach der Saison ihre Kickschuhe an den Nagel hängen oder wechseln, einen schönen Abschied bescheren.

Kapitän Viktor Spolwind will es sich trotz Knieproblemen nicht nehmen lassen, in seinem „Abschiedsspiel“ nochmals aufzulaufen und wenn es auch nur für eine Halbzeit ist. Stefan Groh hat sich im letzten Training der Runde beim Abschlussspiel einen doppelten Bänderriss zugezogen.

Dünsbach Bester im HT-Land

Der TSV Dünsbach komplettiert das Trio aus dem HT-Land und steht als Sechster momentan am besten aus diesem Kreis da. Zum Abschluss heißt der Gegner TSV Neuenstein und ist auf Rang zehn des Tableaus zu finden. Durch die Niederlage in Untermünkheim ist der sechste Platz wieder in Gefahr und Dünsbach kann die 45 Punkte aus dem Vorjahr nicht mehr erreichen. Dennoch will das Team gegen Neuenstein nochmal alles geben, um den sechsten Platz zu halten. Anschließend möchte der TSV mit den Fans die gute Saison bei einer Hocketse am Vereinsheim ausklingen lassen.

Für Dünsbach gilt, was im Prinzip für alle Kicker gilt. Sich nach Möglichkeit mit einem Erfolgserlebnis in die Sommerpause verabschieden! Demzufolge stünde der Truppe um Tilman Naundorf ein Dreier gut zu Gesicht.

Samstag, 15.30 Uhr:

Niedernhall – Bühlerzell, Hessental – Altenmünster, Wachbach – Mulfingen, Gaisbach – Michelfeld, Dünsbach – Neuenstein, Kirchberg – Untermünkheim, Braunsbach – Obersontheim, Taubertal – Sindringen

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