Frauenfußball Köln im Pokal eine Nummer zu groß

Der TSV hatte im DFB-Pokalspiel gegen Köln einige gute Chancen. Ein Zweiklassenunterschied war nicht erkennbar.
Der TSV hatte im DFB-Pokalspiel gegen Köln einige gute Chancen. Ein Zweiklassenunterschied war nicht erkennbar. © Foto: Luca Schmidt
Crailsheim / Luca Schmidt 10.10.2017

Nur vier Minuten waren nötig, um zu zeigen, dass die Frauen des TSV Crailsheim sich in der zweiten Runde des DFB-Pokal gegen den Bundesligisten aus Köln nicht verstecken wollten. Simone Klenk verlängerte einen Ball mit dem Fuß über die herauseilende Claudia Hoffmann im Tor der Gäste. Doch der Torjubel des TSV-Anhangs kam zu früh: Das Leder prallte an der Latte des FC-Gehäuses ab.

In der Folgezeit übernahmen aber die Kölnerinnen durch ihr präzises Passspiel und ihre Ballsicherheit zunehmend die Kontrolle über die Partie. Richtig brenzlig im Strafraum der Heimmannschaft wurde es in der zehnten Spielminute, als eine Hereingabe der Gäste nicht geklärt wurde. Doch auch die wussten nichts mit dem Spielgerät anzufangen. Dann die Schlüsselszene des Spiels: Hannah Scheffler wollte nach innen flanken. Das Spielgerät rutschte ihr jedoch über den Schuh und fiel ins lange Eck des TSV-Gehäuses, 0:1. Noch schlimmer: Saskia Giek prallte beim Versuch, den immer länger werdenden Ball doch noch über die Querlatte zu lenken, mit dem Kopf an den Torpfosten. Die sichtlich benommene Torhüterin musste ins Krankenhaus.Doch beeindrucken ließen sich Crailsheim  nicht. In der Defensive hielt man den Kölner Angriffen stand. Nach vorne waren gute Torchancen aber Mangelware.

Der zweite Spielabschnitt begann wie der erste: Crailsheim trifft nur Aluminium. Kölns Angreiferin Scheidel sah, dass TSV-Keeperin Hoffmann zu weit vor ihrem Tor stand. Ihr Schuss senkte sich, landete aber an der Latte. In der 51. Minute fiel das 0:2, ähnlich unglücklich wie bereits das erste Tor. Dej bekam den Ball an der Mittellinie, lief damit nach vorne und zog aus rund 25 Metern ab. Wieder segelte das Leder über die Torhüterin, dieses Mal Jil Schneider, ins lange Eck.

Im Anschluss wurde der TSV offensiver, was Köln nach vorne mehr Platz einbrachte. Doch Crailsheim schaffte es außer bei Standards kaum, in den 16er der Gäste einzudringen. „Wir sind heute defensiv gut gestanden und haben nur wenige Chancen zugelassen“, so TSV-Coach Wulf Saur.

 So spielten sie

TSV Crailsheim – 1. FC Köln

0:2

Tore: 0:1 Hannah Scheffler (34.), 0:2 Carolin Dej (51.)

TSV Crailsheim: Gieck (37. Schneider), Hasenfuß, J. Klenk, Klärle (64. Pollak), Herrmann, S. Klenk, Scheidel, Bohn, Baki, Uhl (73. Istrefas), Gehder