Jugendfußball Kaum Zeit zum Durchschnaufen

Crailsheim / hel 04.07.2018
Nach dem Turnier ist vor dem Turnier. Organisatorin Jutta Kirchherr steht zwischen dem „Eleven Teamsport-Cup“ und dem „Stadtwerke-Junioren-Cup“.

Teil 1 der Jugendfußball-Turniere beim VfR Altenmünster, der „Teamsport Eleven Cup“ ist Geschichte. Am vergangenen Wochenende bei der 24. Auflage, waren Organisatorin Jutta Kirchherr und ihre Helfercrew mächtig eingespannt. Die Turnierchefin trägt sich übrigens mit Rückzugsabsichten, sodass die 25. Auflage im kommenden Jahr womöglich die letzte unter ihrer Ägide sein könnte. „Als Oma muss ich ja keine Siegerehrungen mehr durchführen“, erzählt sie, allerdings mit einem Schmunzeln im Gesicht. Mal sehen, wie ernst es ihr damit ist.

Jede Menge Arbeit

An den beiden Turnierwochenenden stehen die Macher unter Volldampf. Das ist sicherlich nichts Neues. Doch was hat sich geändert im Lauf der Jahre? „Durch die neuen Medien ist es inzwischen viel leichter geworden, noch kurzfristig abzusagen. Letztes Jahr hatten wir keine einzige Absage, heuer mehrere. Wenn das kurzfristig geschieht, kann man kaum mehr darauf reagieren“, erklärt die Turnierchefin. „Schade sind Absagen natürlich für die Kinder, die von weiter weg kommen und dann unter Umständen weniger Spiele zu absolvieren haben.“

Was macht den Turnierreigen in Altenmünster immer wieder so attraktiv? „Heuer feiern 15 Mannschaften bei uns ihren Rundenabschluss, bei Flutlicht, übernachten auf dem Gelände. In der Nähe haben wir Stau- und Badesee, Beachvolleyball oder Minigolf, viele Möglichkeiten, sodass Stammgäste, wie etwa der Friedrichshaller FV, immer wieder ihre Mannschaften zu uns schicken. Wir sind das größte Turnier dieser Art in der Region – Gott sei Dank“, freut sich Jutta Kirchherr. Wer öfter zum Turnier kommt, kann auch in optischer Hinsicht eine gewisse Entwicklung nachvollziehen, denn jedes Kind bekommt – wie berichtet – eine Urkunde mit Mannschaftsfoto!

Früher Spieler, jetzt Trainer

Andreas Leitner, Trainer der D-Junioren aus Niederstetten hat einst selbst als Kicker beim Turnier mitgemacht und kehrte jetzt in neuer Funktion zurück. Zudem ist es für den Nachwuchs natürlich interessant und spannend, gegen große Namen der kickenden Zunft, wie den VfB Stuttgart oder die Kickers, Heidenheim oder Hoffenheim, den FC Augsburg oder Ingolstadt in einem Turnier anzutreten. Beim „Stadtwerke-Junioren-Cup“ wird es am Wochenende dazu kommen.

Was das Alter betrifft, liegt der Schwerpunkt nach wie vor auf den jüngeren Jahrgängen: D- und E-Junioren, auch F. Bei den Älteren ist es eher schwierig. Eine große Herausforderung in Sachen Logistik hat auch die Vereinsheimcrew zu bewältigen, denn die Teilnehmer werden auch vor Ort verköstigt. Über 200 Helfer tragen alles in allem ihr Scherflein mit dazu bei, dass die Jugendturniere des VfR Altenmünster eine Erfolgsgeschichte sind und bleiben.

Bei den E-Junioren setzten sich aus der Gegend Satteldorf, Altenmünster und Ingersheim in die Endrunde durch. Den Sprung unter die besten vier schafften sie am Ende jedoch nicht. Union Heilbronn heißt der Turniersieger. Mit Obersontheim landete ein regionales Team auf dem zweiten Rang. Dahinter platziert: Heidenheim und Kupferzell.

Aus einem fußballbegeisterten Elternhaus kommen Deniz (5 Jahre alt) und Lina Selvi (9), die in der Jugend des VfR Altenmünster spielen. Ihre Eltern Oguzhan und Sandra (früher Würth) haben selber höherklassig gekickt, unter anderem für den TSV Crailsheim (Verbandsliga), die Spvgg Satteldorf und das Frauenteam des TSV Crailsheim in der 1. Liga. Lina freut besonders, dass sie bei derlei Turnieren auch einmal gegen andere, unbekannte Gegner kicken darf, von denen man zum Teil nur den Vereinsnamen kennt, wie im Fall der Stuttgarter Kickers. Ihre Aufgabe im Spiel: „Eher Tore zu verhindern, als welche zu schießen – und auf jeden Fall noch einmal richtig Gas geben, bis das Turnier zu Ende ist.“

Die Eltern haben in ihrer Jugend auch Turniere, wie das in Altenmünster gespielt. Ein willkommener Einstieg in das Kicken. „Man trifft viele unterschiedliche Kinder, die zum Teil auch von weiter weg kommen“, erinnert sich Sandra Selvi. Ihre beiden waren abends natürlich geschafft. Trotzdem hat es viel Spaß gemacht, dabei zu sein. Dem tat auch der Umstand, dass sie mit den F-Junioren gegen den späteren Sieger aus Schwäbisch Hall ausgeschieden sind, keinen Abbruch.

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