Frauenfußball-Regionalliga In letzter Minute den Sieg erzwungen

Riesig war die Freude bei den Crailsheimerinnen nach dem entscheidenden Treffer in der Nachspielzeit.
Riesig war die Freude bei den Crailsheimerinnen nach dem entscheidenden Treffer in der Nachspielzeit. © Foto: Ralf Mangold
Crailsheim / Von Günther Herz 07.05.2018
Durch einen Treffer in der Nachspielzeit ist der Klassenerhalt für den TSV Crailsheim schon fast geschafft.

Die Erleichterung war Spielerinnen, dem Trainertrio und den Verantwortlichen nach dem Abpfiff förmlich anzusehen. Alle lagen sich in den Armen und feierten mit den Fans. Nach dem wichtigen Sieg über Regensburg könnte ein Remis aus den letzten beiden Auswärtspartien in Alberweiler und Weinberg zum Klassenerhalt reichen.

„Das Spiel hätte in beide Richtungen ausgehen können“, so Abteilungsleiter Günther Herz nach dem Last-Minute-Sieg. „Ganz besonders freut mich, dass beide Treffer unsere Youngsters gemacht haben. Das ist ein gutes Zeichen für die Zukunft.“

Crailsheim begann druckvoll, Regensburg eher vorsichtig, da ein Punkt in Crailsheim vermutlich den Domstättern den Klassenerhalt gesichert hätte. So spielte sich das Match überwiegend im Mittelfeld ab. Schüsse aus der zweiten Reihe der Crailsheimerinnen verfehlten meistens das Regensburger Tor. Und wenn einmal ein Schuss auf das Tor der Donaustädterinnen kam, war er eine sichere Beute von Torspielerin Katja Huberny.

Treffer kurz vor dem Pausenpfiff

Aus der ersten Halbzeit ragte eigentlich nur eine Spielszene heraus. In der 44. Spielminute wurde vom Crailsheimer Mittelfeld der Ball von Juliane Klenk auf Luisa Scheidel gespielt. Diese passte auf die eingerückte Julia Specht. Ihren vehementen Schuss von der linken Strafraumkante fand nach einem Abwehrversuch der Torhüterin trotzdem den Weg ins Tor zum 1:0.

Nach der Pause sahen die zahlreichen Zuschauer ein völlig anderes Spiel. Beide Mannschaften agierten nun wesentlich offensiver und die Spielanteile als auch die Chancen waren auf beiden Seiten in größerer Zahl vorhanden. Regensburg überbrückte mit sicherem Passspiel das Mittelfeld nun wesentlich schneller und die TSV-Abwehr hatte entscheidend mehr zu tun. In der 55. Spielminute kam ein Regensburger Freistoß weit in den Strafraum von Torspielerin Saskia Gieck. Jedenfalls wurde die Crailsheimerin in ihrem eigenen Fünfmeterraum zu Fall gebracht und der Ball landete vom Kopf einer Regensburgerin im  Crailsheimer Tor. Die Schiedsrichterin gab jedoch indirekten Freistoß für Crailsheim. Gleich mehrere Spielerinnen hatten die TSV-Torspielerin in einer unübersichtlichen Situation unterlaufen. 

Zunehmend wurde der Druck der Regensburgerinnen nun größer. In der 70. Minute setzte sich die hochgewachsene Toni Tewes gleich gegen drei Gegenspielerinnen durch. Ihr strammer Spannschuss landete unhaltbar im rechten Dreieck des Crailsheimer Tores zum 1:1. Der Ausgleich ging den Crailsheimerinnen sichtlich in die Knochen. Zehn Minuten passierte nach vorne relativ wenig und die Gäste kamen zu mehreren Torchancen.

Ein schöner Angriff in der 75. Spielminute wurde von den Domstätterinnen bis zur Grundlinie vorgetragen. Ein präziser Rückpass auf die mitgelaufene Marina Keilholz kam an, doch Saskia Gieck lenkte den harten Schuss mit einer Glanzparade gerade noch zur Ecke. Diese Szene schien die Heimelf wachgerüttelt zu haben. In der 81. Spielminute war es Luisa Scheidel, deren Schuss gerade noch von der gegnerischen Torspielerin pariert wurde. Auch die eingewechselte Celine Pollak kam frei zum Schuss, jedoch ging dieser Versuch über das Tor.

Crailsheim will den Dreier

Crailsheim wollte unbedingt den Sieg, Regensburg hielt wacker dagegen. In buchstäblich letzter Minute ein Angriff über links. Luisa Scheidel setzte sich durch und passte auf die Juniorin Celia Kirbach. Überlegt schloss sie mit einem schönen Schuss ins rechte untere Eck zum viel umjubelten 2:1 ab. Kurz danach pfiff die gute Schiedsrichterin Julia Sturm die Partie ab. 

So spielten sie

TSV Crailsheim – SC Regensburg

2:1

Tore: 1:0 Julia Specht (40.), 1:1 Toni Tewes (40.), 2:1 Celia Kirbach (90. +4)

TSV Crailsheim: Gieck, Hasenfuß, Schmölz (59. Kirbach), Klenk, Klärle (77. Pollak), Scheidel, Bohn (46. Reuther), Horwath, Baki, Specht, Uhl

Ohne Nußelt mit einem Trio in die neue Runde

Die Planungen für die neue Runde laufen (noch) zweigleisig. Fest steht allerdings schon, dass mit Torwarttrainer Marco Schmitt und Edgar Klärle zwei vom Trainertrio weitermachen werden. Nur Claudia Nußelt will eine Auszeit und hört auf.

Abteilungsleiter Günther Herz ist jetzt auf der Suche nach einer Nachfolgerin beziehungsweise einem Nachfolger. „Wir wollen, dass ein Trio weitermacht. Sechs Augen sehen mehr als zwei, das hat sich bewährt.“ rama

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