BWK Ilshofener Jungs müssen viel Lehrgeld bezahlen

Ilshofen / Ralf Mangold 16.01.2017
Kein einziges Tor im Turnierverlauf erzielt der Nachwuchs des Verbandsligisten und wird Letzter.

Erwartungsfroh gingen die Jungs um das Trainerteam Sven Weidenbacher und Peter Krämer als Gastgeber in das Turnier. Krämer steht bereits zum vierten Mal als Coach des TSV Ilshofen an der Torbande und weiß, wie er seine Spieler auf diese Herausforderung gegen die Topmannschaften vorbereitet.

„Wir haben im Vorfeld vier Turniere gespielt – mit unterschiedlichem Erfolg. In Mulfingen auf Kunstrasen sind wir immerhin ins Finale gekommen und haben auf dem Weg dorthin den FSV Hollenbach geschlagen“, erzählt Krämer. Zudem hat er mit seinem Team zweimal auf Kunstrasen im Kickinside trainiert. Bei  einer Einheit hat er die B-Junioren vom TSV dazugeholt, um sein Team auf Athletik und Zweikämpfe beim BWK-Arena-Cup gut vorzubereiten. Wir müssen defensiv gut stehen und wollen mit schnellen Kontern Nadelstiche setzen“, gab er vor dem Turnier als Devise aus. Einige Spieler waren schon im Vorjahr dabei und wissen deshalb auch, was auf sie zukommt. „Wir dürfen vor allem nicht ängstlich sein. Jeder Spieler muss sich verreißen“, so die Devise.

Hoffnung auf Überraschung

Sein Ziel sei es, sich ähnlich gut zu verkaufen wie zuletzt die A-Junioren bei dem großen Turnier in Mulfingen. Krämer gibt zwar kein konkretes Ziel aus, hofft aber insgeheim auf einen Punktgewinn. Ihm ist jedoch klar, dass dies sicherlich ganz schwer werden würde. In der Feldrunde kämpfen die Ilshofener gegen den Abstieg aus der Bezirksstaffel. Zudem fehlten einige Stammspieler bei den zwei Partien am Samstag, da sie parallel bei der Bezirksvorrunde in Schrozberg im Einsatz waren. Recht ordentlich präsentierten sich die Ilshofener dennoch am ersten Turniertag, auch wenn es gegen Red Bull Salzburg und Schalke 04 jeweils eine 0:5-Packung gab. Insbesondere Keeper Matthis Simon konnte sich mit einigen Glanztaten dabei auszeichnen. Auch beim 0:4 gegen den VfB Stuttgart im zweiten Sonntagsspiel stand zumindest die Abwehr ordentlich. „Der Einsatz hat gestimmt, und defensiv war es auch ganz okay“, so Krämer. Nach vorne sei es aber einfach zu wenig gewesen. In allen vier Vorrundenspielen hatte der TSV nur zwei, drei nennenswerte Torannäherungen.  Und die 0:8-Pleite gegen Gladbach wurmt Krämer sichtlich, „da war einfach viel zu wenig Gegenwehr“.

Dennoch sieht er das Turnier als positive Erfahrung für seine Jungs. „Vor so vielen Zuschauern gegen solch tolle Teams spielen zu dürfen ist sicherlich ein unvergessliches Erlebnis für alle.“ Und abschauen konnten sich seine Jungs sicherlich auch das ein oder andere von den Nachwuchsprofis. „Wir spielen noch zu körperlos. Ich hoffe, meine Jungs haben dazugelernt.“ Ralf Mangold