In den Vorberichten zur Partie der Neckarsulmer Sport-Union (NSU) gegen den TSV Ilshofen wurde der Respekt seitens der Hausherren vor der bisherigen Leistung des Oberliga-Neulings aus Hohenlohe sehr deutlich gemacht. Dementsprechend stellte NSU-Trainer Marcel Busch sein Team richtig ein, da sie von der ersten Minute sehr konzentriert und motiviert zu Werke gingen.

Die Neckarsulmerüberließen zunächst den Gästen aus Ilshofen das Spiel und konzentrierte sich darauf, den geordneten Spielaufbau der sonst so spielstarken Gäste sehr früh zu unterbinden. So waren es Volkan Demir und Ouadie Barini, die die Abwehrkette um Maximilian Egner und die beiden Spielgestalter Ramazan Kandazoglu und Ralf Kettemann immer wieder anliefen. Ilshofen war zunehmend zu langen Bällen gezwungen. Die einzige Chance, die sich für Ilshofen in den ersten 20 Minuten ergab, entstand durch ein Solo von Niklas Wackler, der Lukas Lindner den Weg zu einem 20 Meter Distanzschuss frei machte. Auf der anderen Seite konnten sich die Hausherren aus Neckarsulm jedoch auch keine klaren Torchancen herausspielen.

Symptomatisch für diese Phase sollte ein Standard für die Führung der NSU sorgen. Einen Freistoß an der Strafraumkante versenkte der technisch versierte Ouadie Barini mit einem strammen Aufsetzer an der Mauer vorbei ins Tor. Jonas Wieszt war aufgrund der kurzen Distanz bei diesem Schuss machtlos.

Mehr Fehler als sonst

Die NSU übte in der darauffolgenden Phase weiterhin Druck auf den Ilshofener Spielaufbau aus. „Wir haben heute im Spielaufbau Fehler gemacht, die wir bisher so nicht gemacht haben. Wir waren bisher cool und vor allem fehlerfrei. Solche Fehler werden natürlich bestraft“, so Ralf Kettemann nach der Partie. „Wenn man dann 0:1 hinten liegt, dann tut man sich schwer in dieser Liga. Das haben wir, beziehungsweise unsere Gegner in dieser Saison auch gegen uns, schon gemerkt“, fügt er noch hinzu.

So kam es, dass die Hausherren nach Fehlern der Gäste in der 36. Minute durch Demir und in der 44. Minute durch Barini zu sehr guten Chancen kamen, die jedoch vorbei gingen oder Jonas Wieszt stark parierte.

Ohne Wechsel kamen beide Teams nach der Pause zurück aufs Feld. Der TSV Ilshofen kam jedoch besser zurück ins Spiel. Man merkte, dass die Mannen aus dem Hohenlohischen sehr motiviert waren, das Ruder nochmal herumzureißen. Die NSU zog sich mehr und mehr in die eigene Hälfte zurück und agierte deutlich passiver als noch in Durchgang eins. Es entwickelte sich zu einem Spiel auf ein Tor der Hausherren.

Wieszt pariert stark

Mit Daniel Schelhorn kam in der 65. Minute zwar mehr Dampf ins Offensivspiel der Gäste, jedoch blieben klare Torchancen aus. Spannend wurde die Partie für die Zuschauer lediglich in der Schlussphase, in der man das große Problem der Neckarsulmer in der jungen Saison zu sehen bekam: die Ladehemmung vor dem Tor. Ilshofen warf alles nach vorne und so ergaben sich klare Torchancen für die Hausherren. In der 83. und in der 88. Minute scheiterten jeweils Ouadie Barini, Alexander Albert und Serhat Ayvaz entweder an sich selbst oder am sehr stark parierendem Jonas Wieszt und verpassten es, den Sack frühzeitig zu zu machen.

„Grundsätzlich kann man gegen die NSU mit 1:0 verlieren, sie sind sicherlich qualitativ die bessere Mannschaft. Allerdings fühlt es sich ein wenig komisch an, das Ding mit 1:0 zu verlieren, da deutlich mehr in diesem Spiel drin war.“, so Kettemann nach Spielschluss.

So spielten sie


Neckarsulmer SU – TSV Ilshofen

1:0

Tore: 1:0 Ouadie Barini (22.)

Ilshofen: Jonas Wieszt, Maximilian Egner, Ralf Kettemann, Dominik Rummler (86. Marcel Hossner), Simon Wilske (76. Carl Murphy), Lamar Yarbrough, Lukas Lindner, Ramazan Kandazoglu, Nicklas Wackler, Lukas Lienert (77. Sangar Aziz), Michele Varallo (65. Daniel Schelhorn)