Fußball-Verbandsliga Ilshofen bezwingt Neckarrems

Ilshofens Michele Varallo (Mitte) jubelt über sein 1:0 gegen Neckarrems. Benjamin Kurz (rechts) und Lukas Lienert (Dritter von links) freuen sich mit. Am Spielende haben die drei wieder Grund zum Feiern: Der TSV gewinnt 4:3.
Ilshofens Michele Varallo (Mitte) jubelt über sein 1:0 gegen Neckarrems. Benjamin Kurz (rechts) und Lukas Lienert (Dritter von links) freuen sich mit. Am Spielende haben die drei wieder Grund zum Feiern: Der TSV gewinnt 4:3. © Foto: Werner Kurz
Ilshofen / Viktor Taschner 16.04.2018

Über schlechte Unterhaltung können sich die Ilshofener Fans nicht beklagen. Nach dem 4:4 gegen die TSG Tübingen in der Vorwoche erleben die 250 Zuschauer wieder ein torreiches Heimspiel. Diesmal hat Ilshofen sogar das bessere Ende für sich und streicht nach dem 4:3 gegen den VfB Neckarrems die drei Punkte ein. TSV-Stürmer Michele Varallo, in der Vorwoche noch der Unglücksrabe, als er das mögliche 5:4 gegen Tübingen verpasst hat, darf nach seinem Doppelpack den Jubelgesang im Kreis der Mannschaft auf Italienisch anstimmen. „Er ist heute vorangegangen mit seiner Körpersprache“, lobt ihn Spielertrainer Ralf Kettemann nach der Partie.

In Halbzeit eins deuten die routinierten Gäste aus Neckarrems schon an, dass sie durchaus ihre Qualitäten haben. Zwar geht Ilshofen mit ersten gelungenen Aktionen früh in Führung (Varallo trifft nach Kopfballablage von Simon Wilske), aber der VfB lässt sich davon nicht verunsichern. Nach rund einer halben Stunde führt ein langer Einwurf zum 1:1. Der Neckarremser Tim Scheuerle setzt sich im Kopfballduell durch. Der Ball springt an den Innenpfosten und von da ins Tor.

Turbulente zweite Hälfte

Richtig Fahrt nimmt die Begegnung nach dem Seitenwechsel auf. Nur ein paar Sekunden nach Wiederbeginn schlenzt Gäste­stürmer Emanuel Popescu den Ball in die lange Ecke (1:2). Ilshofen bringt mit Paul Weber eine frische Kraft fürs Mittelfeld, was sich gleich bezahlt macht. Weber bringt mit links eine flache Flanke vors Tor, wo Benjamin Kurz gedankenschnell den Ball ins Tor befördert (2:2). In der besten Ilshofener Phase des Spiels bringt Varallo nach schöner Vorarbeit von Kurz seine Farben wieder in Front. Postwendend kassieren die Hausherren aber wieder den 3:3-Ausgleich durch Nico Scimenes.

Tragisch endet der Nachmittag für Ilshofens Verteidiger Jannis Gehring. Eine Viertelstunde vor Schluss bleibt er nach einer sichtlich schmerzhaften Adduktorenverletzung auf dem Rasen liegen. Das bittere Aus für Gehring wird paradoxerweise den Ilshofener Sieg einleiten. Für Gehring kommt Ramazan Kandazoglu aufs Feld. Der quirlige Mittelfeldmann erweist sich als Glücksgriff, als er nur vier Minuten nach seiner Einwechslung den Ball aus 25 Metern in den Winkel jagt (4:3).

„Ich finde trotzdem keinen Gefallen an solchen turbulenten Spielen. Wenn mir jemand garantiert, dass wir solche Dinger immer gewinnen, dann wäre es okay. Aber wie wir verteidigen, ist nicht seriös. Jeder lange Ball wird gefährlich“, resümiert TSV-Spieltrainer Ralf Kettemann nach der Partie. Trotz des Auf und Ab habe sein Team verdient den Sieg eingefahren. „Unser Platz ist tief und groß. Da kostet es viel Kraft zu spielen. Daher war es klar, dass die Auswechselspieler ein wichtiger Faktor sind“, so Kettemann.

So spielten sie

TSV Ilshofen –
VfB Neckarrems

4:3

Tore: 1:0, 3:2 Varallo (4., 66.), 1:1 Scheuerle (35.), 1:2 Popescu (46.), 2:2 Kurz (54.), 3:3 Scimenes (68.), 4:3 Kandazoglu (81.)

Ilshofen: Nowak, Gehring (77. Kandazoglu), Egner, Schmelzle, Kettemann, Wackler (53. Weber), Lienert, Rummler (70. Gebert), Wilske, Kurz (83. Baumann), Varallo