Masters Hollenbach gewinnt Hallenmasters

Eine Szene aus dem Finale: Hollenbachs Kapitän Martin Kleinschrodt versucht den Crailsheimer Torwart zu umkurven.
Eine Szene aus dem Finale: Hollenbachs Kapitän Martin Kleinschrodt versucht den Crailsheimer Torwart zu umkurven. © Foto: Herbert Schmerbeck
Mulfingen / Herbert Schmerbeck 10.01.2017
Der Oberligist FSV Hollenbach ist seiner Favoritenrolle gerecht geworden. Im Finale des EBM-Papst-Hallenmasters setzt sich der FSV mit 1:0 gegen Crailsheim durch.

Der FSV Hollenbach hat seinen Titel bei der 13. Auflage des Aktiventurniers des EBM-Papst Hallenmasters verteidigt. Im Finale in der Mulfinger Gerhard-Sturm-Halle gelang ein knapper 1:0-Erfolg gegen den TSV Crailsheim. „Vielleicht war das jetzt ein Zeichen für die Rückrunde“, meinte Martin Kleinschrodt, Kapitän des abstiegsgefährdeten Oberligisten. „Es hat richtig Bock gemacht, wieder Fußball zu spielen. Es war ein cooles Turnier wie immer.“ In der Oberliga-Tabelle belegen die Hollenbacher aktuell Platz 16 in der Winterpause und sind daher stark abstiegsgefährdet. Im Hallen-Masters-Finale dominierten die Hollenbacher. Allerdings mussten sie auf ihren Torhüter Philipp Hörner verzichten, der sich im Halbfinale am Knie verletzte. Für ihn stand Feldspieler Julian Schiffmann zwischen den Pfosten und machte seine Sache gut.

Den dritten Platz holte sich der FV Lauda vor den Sportfreunden Schwäbisch Hall mit einem 2:1 im kleinen Finale.

Bastian Joas trifft am besten

Vorjahresfinalist TSV Ilshofen hatte sich zunächst schwer getan. „Normalerweise müssten wir jetzt eine Laufeinheit da hinten auf den Hügeln machen“, meinte Trainer Ralf Kettemann nur leicht scherzhaft. Doch im letzten Gruppenspiel sicherte sich der Verbandsligist dann doch einen Platz im Viertelfinale – als Gruppendritter. „Am Ende kannst du auch so Turniersieger werden.“ Doch im Viertelfinale traf Ilshofen auf den FSV Hollenbach – die Finalpaarung des vergangenen Jahres. Wieder gewannen die Hollenbacher. Dieses Mal im Neunmeterschießen, nachdem Ilshofen zunächst 2:0 führte und Martin Kleinschrodt acht Sekunden vor dem Ende erst der Ausgleich gelang.

Ebenfalls ins Viertelfinale hatten es der TSV Crailsheim und Gröningen-Satteldorf geschafft. Das frühe Vorrundenaus ereilte dagegen die Landesliga-Konkurrenten Tura Untermünkheim und TSG Öhringen. „Wir sind überhaupt nicht richtig reingekommen“, meinte Jürgen Birkert, sportlicher Leiter der TSG Öhringen. „Aber vielleicht ist das ganz gut so, dann merken einige wieder, dass auch andere Fußball spielen können.“ Auch für Gastgeber SV Mulfingen und den SV Königshofen war früh Ende. Nicht jedes Jahr gibt es eine Überraschung. „Schade“, meinte Mulfingens Trainer Karlheinz Pfeiffer. Der A-Ligist war vergangene Saison noch bis ins Halbfinale gekommen und Dritter geworden. „Nach den letzten beiden Jahren waren die Erwartungen schon da“, sagte Pfeiffer. „Aber wir hatten das Problem, dass Felix Beck angeschlagen ist und sich Christoph Müller krank abgemeldet hat. Da hat uns einfach ein Stürmer gefehlt.“

Zu den Überraschungsteams gehörte der TSV Hessental. Der Bezirksligist, der als Hohenloher Bezirkspokalsieger ins Teilnehmerfeld rutschte, kämpfte sich bis ins Viertelfinale vor. Im Stadtduell mit den Sportfreunden Schwäbisch Hall führte der Außenseiter lange 1:0. Kurz vor dem Ende gelang dem Verbandsligisten dann der Siegtreffer. Im Halbfinale kassierten die Haller eine knappe 0:1-Niederlage gegen Hollenbach. Das Spiel um Platz drei ging dann in letzter Sekunde gegen Lauda verloren. Die Crailsheimer besiegten auf ihrem Weg ins Finale zuerst den VfR Gommersdorf mit 1:0 und im Halbfinale dann den FV Lauda mit 3:1.

Doppelt räumten die Haller Sportfreunde bei den Sonderpreisen ab: Jonas Wieszt wurde zum besten Torwart gekürt und Bastian Joas war mit sechs Treffern der beste Torschütze. Der beste Spieler des Turniers hieß Daniel Martin (TSV Crailsheim).

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel