Geldstrafe für Schiedsrichter

"Rot" bei "Gelb-Rot" ohne " Gelb" - Bretzfeld wollte deshalb ein Wiederholungsspiel. Archivfoto: Jens Christ
"Rot" bei "Gelb-Rot" ohne " Gelb" - Bretzfeld wollte deshalb ein Wiederholungsspiel. Archivfoto: Jens Christ © Foto:  
RS 30.09.2015

Mit der Zurückweisung des Einspruchs und einer Geldstrafe für den Schiedsrichter endete das Verfahren beim Sportgericht des Fußballbezirks Hohenlohe zum Spiel der SGM Bretzfeld/Verrenberg gegen den TSV Neuenstein.

Die Partie am 6. September in der Kreisliga A1 Hohenlohe gewann der TSV Neuenstein mit 2:1. Die SGM Bretzfeld legt Einspruch gegen die Spielwertung eingelegt. Zur Begründung wurde ausgeführt, der Schiedsrichter habe kurz vor Ende der regulären Spielzeit beim Spielstand von 1:2 für den TSV Neuenstein einen SGM-Spieler mit der gelb-roten Karte des Feldes verwiesen. Dieser Spieler sei jedoch zuvor nicht verwarnt worden. Zudem sei im Spielbericht des Schiedsrichters dieser Platzverweis nicht aufgeführt worden.

Der Schiedsrichter räumte in seiner Stellungnahme seinen Fehler ein. Er habe zuvor den Spieler der Gastmannschaft mit der gleichen Rückennummer verwarnt und dies bei der falschen Mannschaft notiert. Zudem habe er vergessen, eine entsprechende Sondermeldung zu machen.

Der Sachverhalt ist bei den Beteiligten somit unstreitig, so das Sportgericht. Darin sei jedoch entgegen der Auffassung der SGM Bretzfeld- kein Regelverstoß, sondern eine "unanfechtbare negative Tatsachenentscheidung" zu sehen. Der Schiedsrichter habe zwar unstreitig eine Fehlentscheidung getroffen. Maßgeblich für die Frage, ob ein Spiel daraufhin wiederholt werden kann, sei jedoch nicht wie gravierend sich die Fehlentscheidung auf den Spielverlauf ausgewirkt hat. Entscheidend sei allein, ob die Fehlentscheidung des Schiris eine Regelunkenntnis offenbart, die von den beteiligten Mannschaften nicht akzeptiert werden muss und nachträglich korrigiert werden kann. "Es ist aber davon auszugehen, dass der Schiedsrichter in voller Kenntnis der Fußballregeln aufgrund einer fehlerhaften Sachverhaltserfassung eine Fehlentscheidung getroffen hat. Dieser Fall ist dann aber nicht anders zu beurteilen als beispielsweise ein aufgrund einer falschen Wahrnehmung versagter oder gegebener Strafstoß", so das Sportgericht. Auch in diesen Fällen könne die Entscheidung nachträglich nicht korrigiert werden.

So wies das Sportgericht Hohenlohe mit seinem Urteil vom 21. September den Einspruch der SGM gegen die Spielwertung als unbegründet zurück und verhängte gegen den Schiedsrichter wird wegen nicht ordnungsgemäßer Berichterstattung eine Geldstrafe.

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