Crailsheim Gastgeber imponiert beim Auftaktspiel

Dimitri Jazkov, Riad Kekic und Djellza Istrefi (von links) haben sich in der Pause des Eröffnungsspiels Russland gegen Saudi-Arabien (läuft im Hintergrund) die Zeit mit Kickern vertrieben.
Dimitri Jazkov, Riad Kekic und Djellza Istrefi (von links) haben sich in der Pause des Eröffnungsspiels Russland gegen Saudi-Arabien (läuft im Hintergrund) die Zeit mit Kickern vertrieben. © Foto: jhjfgj
Crailsheim / Klaus Helmstetter 19.06.2018
Dimitri Jazkov traut dem Team den Sprung ins Achtelfinale der Weltmeisterschaft zu.

Das haben sich die Fans der russischen Mannschaft nicht träumen lassen. 5:0 gegen Saudi-Arabien. Ein Paukenschlag. Viel besser kann man eigentlich nicht in ein Turnier starten.

In Gruppe A der Vorrunde, zusammen mit Ägypten und Uru­guay. Da könnte durchaus etwas gehen und der Sprung ins Achtelfinale möglicherweise gelingen. Den Auftaktsieg haben die Landsleute in Crailsheim jedenfalls schon mal mit einem „Mini-Autokorso“ akustisch vernehmlich gefeiert.

Dimitri Jazkov, in Russland geboren, verfolgt die WM in Crailsheim und ist durchaus zuversichtlich, was das Abschneiden der russischen Auswahl angeht. Deren Trainer Stanislaw Tschertschessow war von 1993 bis 1995 Stammtorhüter bei Dynamo Dresden.

„Der Heimvorteil und die Fans im Rücken, wer weiß ...“, überlegt der 18-Jährige. „Der Heimvorteil gibt Power. Als Zweiter kommt die Mannschaft weiter, vor Ägypten. Im Achtelfinale wird es dann aber schwer“, wagt er schließlich sogar einen relativ konkreten Tipp. Und sein Lieblingsspieler? „Akinfejew, der Keeper“, der spielt für ZSKA Moskau und hat über 100 Länderspiele auf dem Buckel. „Sein Werdegang zeigt, was man mit Fleiß und Disziplin erreichen kann. Das gefällt mir.“

Liveübertragung im Jugendbüro

Angeschaut hat Jazkov das Eröffnungsspiel im Crailsheimer Jugendbüro. Mit dabei unter anderem auch Riad Kekic (Bosnien) und Djellza Istrefi (Kosovo). Die junge Frau kickt selber aktiv und steht im Kader der Crailsheimer Regionalliga-Frauen. Riad Kekic hat vor dem Turnier besonders die deutsche Mannschaft („wird Gruppenerster“) und Frankreich hoch eingeschätzt. Nach der deutschen Auftaktniederlage muss man nun wohl erst einmal von Spiel zu Spiel denken. Dem Gastgeberland räumt er nicht allzu große Chancen ein.

Wichtig für alle drei: Gemeinsam Fußball zu schauen, macht mehr Spaß, denn „dann kann man auch miteinander drüber reden“. Und das Turnier hat, wie man sieht, schon jetzt die eine oder andere Überraschung parat. Man darf also gespannt sein, wie es weitergeht.

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