Dialog Fußballbezirk Kocher-Rems: Verband und Vereine im Dialog

Verband, Bezirk und Verein im Gespräch (v. l.): WFV-Vizepräsident Michael Hurler, Thomas Ullrich, Ralf Welter, Thomas Merkle (alle FV Sontheim), WVF-Präsident Herbert Rösch, Bezirksvorsitzender Jens-Peter Schuller, Spielleiter Helmut Vogel, Jugendleiter Johannes Köder, Steffen Färber (Sontheim), Staffelleiter Roland Wagner, Bezirkssportgerichtschef Herbert Mayer. Privatfoto
Verband, Bezirk und Verein im Gespräch (v. l.): WFV-Vizepräsident Michael Hurler, Thomas Ullrich, Ralf Welter, Thomas Merkle (alle FV Sontheim), WVF-Präsident Herbert Rösch, Bezirksvorsitzender Jens-Peter Schuller, Spielleiter Helmut Vogel, Jugendleiter Johannes Köder, Steffen Färber (Sontheim), Staffelleiter Roland Wagner, Bezirkssportgerichtschef Herbert Mayer. Privatfoto © Foto: Privatfoto
SWP 05.05.2015
Der dritte Dialog zwischen Verband und Vereinen im Fußballbezirk Kocher-Rems fand beim FV Sontheim statt. Der Hauptwunsch: die Runde um zwei oder drei Wochen in den Sommer hinein zu verlängern.

Bereits zum dritten Mal fand im Fußballbezirk Kocher-Rems ein Vereinsdialog zwischen dem Württembergischen Fußballverband und einem Verein statt. 2013 war dies der FC Ellwangen, ein Jahr später wurde der FC Germania Bargau ausgewählt. Dieses Jahr reiste der WFV-Präsident Herbert Rösch mit seiner Mannschaft sowie Bezirksvertretern zum Bezirksligisten FV Sontheim. Die WFV-Vertreter hörten zu, hinterfragten und machten Angebote.

Im Vorfeld der Veranstaltung hatte der Verein bereits seine wichtigsten Punkte dem WFV genannt. Zentrale Punkte waren die Situation bei der Suche nach Ehrenamtlichen, die finanzielle Situation des Vereins und der Spielbetrieb - was von Thomas Merkle, dem Vorsitzenden des FV Sontheim, dargelegt wurde. Vom Verband kam als Vorschlag unter anderem die Erstellung von Aufgabenbeschreibungen, die den Ehrenamtlichen die nötige Sicherheit bei der Abschätzung des Aufwandes geben. Ein weiterer Punkt: die motivierende Fortbildung vor Ort. Die dezentralen Möglichkeiten, zum Beispiel der Trainerausbildung, zogen sich wie ein roter Faden durch den Abend.

Begeistert zeigte sich der WFV-Präsident von der Sportanlage des FV. "Infrastruktur gibt es nicht zum Nulltarif", so Herbert Rösch, selbst ehemaliger Oberbürgermeister, "deshalb gilt es mit der Gemeinde zu verhandeln, ob nicht noch mehr der Pflege aus öffentlicher Hand bestritten werden kann, um den Verein zu entlasten". Schnell einig war man sich, dass der Schritt, im Bambini-Fußball nicht mehr um Punkte und Platzierungen zu spielen, die richtige war. Für Eltern und Trainer sei es eine schwierige Umstellung, für die Spieler, für die nur noch der Spaß zählt, jedoch eine deutliche Verbesserung.

Konkrete Ideen zur Änderung des Spielplans

Ein großer Wunsch des Vereins, dies wurde bislang bei jedem Vereinsdialog in Bezirk Kocher-Rems vorgebracht, ist die Verlängerung der Runde in den Sommer. Sowohl in der Jugend als auch bei den Aktiven sollte in den schönsten Monaten des Jahres länger gespielt werden. Schon zwei oder drei Wochen würden hier deutlich helfen und die Situation im Winter entspannen und verbessern. Auch hierzu hatte der WFV-Vizepräsident Michael Hurler konkrete Ideen, wie dies angegangen werden könnte.

WFV-Präsident Rösch und Jens-Peter Schuller, Vorsitzender des Bezirks Kocher-Rems, lobten den FV Sontheim für dessen gelungene Arbeit und die Ehrenamtlichen für ihr vorbildliches Engagement. Verein und Bezirk zeigten sich zufrieden, dass sie mit ihren Sorgen und Anträgen ernst genommen werden.