Fußball, Feste, Fotos - Ein "Club 100"-Mitglied erzählt

Hat als Mitglied im Club 100 ein Jahr voller Höhepunkte erlebt: Hermann Köhnlein, Vorstandsmitglied des SV Gründelhardt-Oberspeltach. Privatfoto
Hat als Mitglied im Club 100 ein Jahr voller Höhepunkte erlebt: Hermann Köhnlein, Vorstandsmitglied des SV Gründelhardt-Oberspeltach. Privatfoto
CHRISTINE HOFMANN 29.11.2014

Hermann Köhnlein kann sich ein Lächeln nicht verkneifen. "Das war schon ein Ding", sagt er. Vor zwei Wochen durfte der 54-Jährige DFB-Präsident Wolfgang Niersbach die Hand schütteln. Es gibt sogar ein gemeinsames Foto, auf dem Köhnlein mit Niersbach und weiteren sieben Club-100-Mitgliedern aus Baden-Württemberg zu sehen ist. Aufgenommen wurde das Bild bei einer Ehrungsveranstaltung des deutschen Fußballbundes in Nürnberg. Geehrt wurden hundert Menschen, die sich in herausragender Weise für den Vereinssport engagieren. Ein weiteres Foto durfte der Gründelhardter als Erinnerung mitnehmen: Einen Schnapsschuss mit dem Duplikat des WM-Pokals (siehe nebenstehendes Bild). Noch so ein Ding.

Mitglied im Club 100 zu werden, ist gar nicht so leicht. Die Vereine melden dem DFB ihre besonders engagierten Ehrenamtlichen. Aus allen Bewerbungen wird zunächst ein Preisträger je Fußballkreis ausgewählt. Im November 2013 durfte Hermann Köhnlein, den beim SV Gründelhardt-Oberspeltach alle nur "Howy" nennen, den Ehrenamtspreis für den Bezirk Hohenlohe entgegennehmen. Doch damit der Ehre nicht genug: Von allen Geehrten aus Deutschland werden die 100 Herausragenden für ein Jahr in den "Club 100" aufgenommen - unter ihnen Hermann Köhnlein.

Für die Preisträger gab es übers Jahr verteilt verschiedene Höhepunkte: Der Besuch eines Bundesligaspiels beispielsweise - "Howy" besuchte im April die Begegnung Stuttgart gegen Freiburg - und eines Länderspiels. In Gladbach sah der Gründelhardter, der mit sechs Jahren eine Fußballkarriere beim SVGO begann und heute noch ab und zu bei den alten Herren kickt, das Spiel Deutschland gegen Kamerun. "Das Spiel hatte ich mir ausgesucht, weil ich das Stadion noch nicht kannte", erklärt der gelernte Schreiner, der als Hausmeister bei der Stadt Crailsheim arbeitet.

Das ehrenamtliche Engagement für den SVGO hat bei Köhnleins Familientradition. Schon der Großvater und der Vater gehörten dem Vereinsvorstand an. Kein Spieltag und keine Veranstaltung geht ohne Hermann Köhnlein über die Bühne. Beim Bau der Kalthalle in Gründelhardt hat der 54-Jährige nicht nur die Bauleitung in seinen Händen, sondern er legt auch fast täglich selber Hand an, um die Arbeiten weiter voranzutreiben. Dass die Kalthalle inoffiziell als Hermann-Köhnlein-Halle bezeichnet wird, wundert da nicht.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel