Ekel ist ein Gefühl. Darunter versteht man die starke Abneigung vor Substanzen und Dingen. Wenn im Sport davon gesprochen wird, dass man „eklig“ spielt, ist so etwas Ähnliches gemeint. Beim Gegner soll eine Abneigung vor dem Spiel und dem Gegner entstehen.

Genau das strebt Trainer Michael Hoskins mit seinem TSV Ilshofen gegen den VfB Stuttgart II an. Der Tabellenvorletzte trifft auf den Ersten, das Landteam empfängt die Mannschaft aus der Landeshauptstadt. Doch diese Vergleiche sind nebensächlich für Ilshofen. Das Eklige dagegen ist für diese 90 Minuten ein tragender Gedanke. Michael Hoskins erklärt: „Beim VfB läuft es derzeit hervorragend. Ich habe das 8:0 im Test gegen den SV Oberachern gesehen. Die können nicht nur hervorragend kicken, sondern haben auch ihren Spaß. Und diesen Spaß am Fußball müssen wir ihnen nehmen. Dann haben wir auch eine Chance.“

Stuttgart soll Ilshofen ständig hinterherlaufen

Um den Schwaben den Spaß zu nehmen, soll der TSV also eklig spielen. Gemeint ist damit nicht nur schlechtes Wetter, sondern vor allem: Räume eng machen, Laufwege antizipieren, Zweikämpfe suchen und gewinnen. Doch das ist nicht alles: „Wenn der Gegner uns ständig hinterherlaufen muss, dann nimmt ihm das auch Freude.“ Der TSV Ilshofen will sich also nicht hintenreinstellen, sondern aktiv das Spiel mitgestalten. „Mutig mit dem Ball sein. Das können wir“, unterstreicht der Trainer.

Das Team aus Hohenlohe freut sich auf das Duell. „Man will sich immer mit den Besten vergleichen.“ Dieser Vergleich wird auf dem Kunstrasen ausgetragen. Zwar wollte der TSV auf den Rasenplatz, doch die Witterung lässt das nicht zu. Ein Nachteil sei das aber nicht. „Beim Testspiel gegen Hoffenheim II waren wir auch auf Kunstrasen. Wir können auch dort gut Fußball spielen.“

Fehlen wird Lukas Lindner und eventuell auch Baba Mbodji. Gestern Abend wollte Baba Mbodji einen Versuch beim Abschlusstraining wagen. Dafür kann Niklas Wackler erstmals in dieser Saison nach seinem ausgeheilten Kreuzbandriss auflaufen. Der wuselige Mittelfeldspieler kann mit seiner starken Technik gerade auf dem engen Kunstrasenplatz ein wichtiger Faktor sein.

VfB-Trainer Michael Gentner kann mit seinem kompletten Kader anreisen. Im Training habe man gemerkt „dass alle spielen wollen“. Gentner kennt Michael Hoskins aus gemeinsamen VfB-Zeiten gut „und ich bin auch jedes Jahr beim BWK-Arena-Cup.“ Sein Team habe eine gute Vorbereitung gehabt. „Klar ist aber auch: Für die Mannschaften beginnt jetzt wieder alles bei Null.“

Info TSV Ilshofen – VfB Stuttgart II, Samstag, 14 Uhr