Hall/Statteldorf / ruf/rama  Uhr

Chris Baumann verletzte sich, die Diagnose ist niederschmetternd: Kreuzbandriss – und zwar an der gleichen Stelle wie schon vor ein paar Jahren. „In dieser Saison wird Chris bestimmt nicht mehr spielen“, meint Trainer Thorsten Schift. Ob es nach dem neuerlichen Riss des Kreuzbandes überhaupt eine sportliche Zukunft für den 23-Jährigen gibt, ist ungewiss. In der vergangenen Saison spielte Chris Baumann 29 Mal für die Sportfreunde.

Der Ausfall Baumanns führt dazu, dass bei den Sportfreunden eine größere Rochade stattfinden wird. Denn weil Johannes Beez ebenfalls verletzt ist, muss Thorsten Schift die zweite Innenverteidigerposition neben Joshua Voigt neu besetzen. Dafür hat er mehrere Möglichkeiten, aber alle haben zur Folge, dass es in anderen Mannschaftsteilen Verschiebungen gibt. Zumal hinter Selcuk Vurals Einsatz auch noch ein Fragezeichen steht.

Gegner wurde beobachtet

„Wir können es nicht ändern, werden aber in jedem Fall ein schlagkräftiges Team aufs Feld schicken“, verspricht Thorsten Schift, der am vergangenen Mittwoch Satteldorf beim 4:0-Erfolg im WFV-Pokal gegen den Oberligisten aus Neckarsulm beobachtete. „Der Sieg war völlig verdient“, urteilt er. „Und zwar auch in dieser Höhe.“

In Hall ist man sich bewusst, dass nun eine Mannschaft kommen wird, die viel Selbstvertrauen durch diesen Pokalcoup erhalten hat. „Wenn man ihnen die Räume gibt, wird es sehr gefährlich“, warnt der neue, alte Trainer der Sportfreunde. „Satteldorf spielt schon seit Jahren in dieser Konstellation zusammen, ist als Mannschaft gewachsen.“

Die Partie gab es bereits vor einem Jahr als Saisonauftakt. Damals allerdings genoss Satteldorf Heimrecht, am Ende stand ein 2:2-Unentschieden.

Becker warnt vor Euphorie

Ein dickes Ausrufezeichen haben die Satteldorfer vor dem Hohenlohe-­Derby gegen die Sportfreunde Schwäbisch Hall mit ihrem Überraschungscoup am Mittwoch gesetzt. Allerdings kostet so ein Galaauftritt auch Kräfte. „In den freien Tagen bis zum Punktspielauftakt liegt unsere oberste Priorität auf der Regeneration“, erklärte Marcus Becker, der seine Mannen gleich nach Spielende auslaufen und ausdehnen ließ. „Wir werden trotz des tollen Auftritts keinesfalls übermütig. Gegen Hall wird es ein ganz anderes Spiel“, warnt der Satteldorfer Trainer vor zu großer Euphorie. „Unter Thorsten Schift sind die Sportfreunde defensiv wieder kompakt aufgestellt. Da brauchen wir eine andere Spielidee als am Mittwoch“, betont Becker. „Wir müssen mindestens eine ähnliche Leistung wie gegen Neckarsulm abrufen, um in Hall erfolgreich zu sein.“

Er sieht das Derby als richtungsweisend. „Wenn wir da auch etwas mitnehmen können, dann bekommen wir vielleicht einen Flow.“ Becker hat alle Spieler an Bord. Vielleicht kann er sogar auf die Langzeitverletzten Martin Kreiselmeyer und Andreas Etzel zurückgreifen, die am Mittwoch erstmals wieder zum Kader gehörten.

Info Sportfreunde Hall – Spvgg Satteldorf, Samstag, 14 Uhr