Am Ende war es ein ärgerliches, aber leistungsgerechtes Unentschieden. „Wir haben es nicht geschafft,  die Lücke im Sindringenr Abwehrblock zu finden und waren zu fehlerhaft“, resümierte TSV-Coach Michael Gebhardt nach dem torlosen Remis gegen den abstiegsgefährdeten Landesliganeuling. „Sindringen hat sich den Punkt erkämpft,“ Verzichten musste Gebhardt dabei auf die verletzten Pedram Saket, Kai Rümmele, Manuel Munz und Dominik Wappler  – zu allem Überfluss verletzte sich während der Partie auch noch Benjamin Weinberger.

Zu Beginn tasteten sich beide Mannschaften auf dem kleinen Kunstrasenplatz ab, erste härtere Zweikämpfe wurden geführt. Die erste größere Chance für die Heimelf hatte in der 20. Minute Daniele Hüttl, doch sein Schuss wurde abgeblockt. Kurz darauf war es erneut Hüttl, der sich schön durchsetzte. Seinen Torversuch konnte Gästetorwart Stefan Grötsch jedoch parieren. Keine drei Minuten später hatten die Crailsheimer den Torschrei auf den Lippen, aber der von Andreas Fuchs abgefeuerte Ball wurde vom SG-Kapitän Thilo Baier gerade noch auf der Linie geklärt.

Kurz vor Ende der ersten Halbzeit hätte die SG Sindringen allerdings auf 0:1 stellen können, scheiterte jedoch zweimal am gut reagierenden Crailsheimer Keeper Lars Albig: Erst prüfte Fabian Kollmar den Torhüter aus der Distanz, danach köpfte Christian Baier völlig freistehend auf den Fuß von Albig.

Chancen bleiben Mangelware

Großchancen waren auch in der zweiten Hälfte Mangelware. Erst fiel Christian Baier der Ball vor die Füße, sein Schuss war jedoch zu schwach (67.). Keine zwei Minuten später setzte sich Marcel Maneth stark auf links durch, sein Versuch ging über das Gehäuse. Die letzte und beste Chance der Partie hatte schließlich Kevin Lehanka in der 82. Minute, nachdem er eine maßgenaue Flanke von Daniele Hüttl per Direktabnahme aufs Tor brachte, doch erneut  parierte Grötsch stark.

TSV-Trainer Michael Gebhardt freute sich am Ende dennoch über den Punkt: „Ich muss meinem Team für das gesamte Jahr 2019 trotzdem ein großes Kompliment aussprechen – sie haben sich die Winterpause jetzt verdient.“

TSV ist „Wintermeister“

Und einen kleinen Grund zum Feiern gab es am Samstag dennoch: Der TSV Crailsheim darf sich durch das Unentschieden im Verfolgerduell zwischen Satteldorf und Hall nun inoffizieller ‚Wintermeister’ nennen. Weiter geht es im März 2020.

So spielten sie


TSV Crailsheim – SG Sindringen

0:0

TSV Crailsheim: Albig, Thomas, Weinberger (54. Hertfelder), Wagemann, Fuchs, Wolf, Maneth (72. Diehm), Schwenker, Messner, Hüttl, Lehanka

SG Sindringen: Grötsch, Nöthe, T. Baier, Romenski, Zeller, Winkler, Lotfi, Kollmar, Herkert (90. Sütterlin) C. Baier, Endreß