BWK-Arena-Cup Ein Tor lässt die ganze Halle beben

Der TSV Ilshofen (rot) zeigte gegen Eintracht Frankfurt ein starkes Spiel.
Der TSV Ilshofen (rot) zeigte gegen Eintracht Frankfurt ein starkes Spiel. © Foto: Joachim Mayershofer
Ilshofen / Ralf Mangold 15.01.2019
Zumindest einen Treffer dürfen die Nachwuchskicker des Gastgeberteams bejubeln. Auch wenn ihnen kein Punktgewinn gelingt, haben die C-Junioren den TSV Ilshofen beim BWK-Arena-Cup gut repräsentiert.

Tooooooor – riesiger Jubel brandet durch das weite Rund der Arena Hohenlohe, Spieler und Trainer liegen sich in den Armen. Gerade hat nämlich Hannes Schäfer den Ausgleich im Auftaktspiel des Gastgeberteams gegen die C-Junioren der Eintracht Frankfurt erzielt.

Und die Sensation in Form des ersten Punktgewinns in der zehnjährigen Historie des BWK-Arena-Cups liegt förmlich in der Luft. Erst kurz vor Schluss kommen die insgesamt doch sehr enttäuschenden Hessen dann doch noch zum Siegtreffer.

„Ich habe mir ein Tor vorgenommen und dann hat es tatsächlich geklappt“, konnte der 14-Jährige, auch lange nach der nervenaufreibenden Partie, sein Glück noch gar nicht richtig in Worte fassen. Das Tor entstand nach einer tollen Direktkombination, „wir hatten sogar noch einige weitere Möglichkeiten, um das Spiel zu gewinnen“. Das Turnier ist natürlich das Highlight in seiner noch sehr jungen Fußballerkarriere, er war am vergangenen Wochenende sogar schon das zweite Mal dabei. „Deshalb war ich eigentlich auch gar nicht mehr so nervös.“ Als Gastgeber hat er zudem zwei Kicker von RB Salzburg betreut, „am Freitagabend haben wir noch zusammen FIFA an der Playstation gezockt“.

Am Ende sollte es allerdings der einzige Turniertreffer der Ilshofener bleiben, dennoch waren alle Verantwortlichen und Spieler rundum zufrieden mit ihrem Auftreten vor heimischem Publikum. „Wir haben uns nicht versteckt und von der Tordifferenz her war es unser wohl bestes Abschneiden bislang“, freute sich dann auch Sven Weidenbacher, der zusammen mit Baris Bonca und Muhammad Turac die C-Junioren des TSV Ilshofen trainiert.

Ganz so gut ging es dann jedoch nicht mehr weiter. Im zweiten Gruppenspiel war RB Leipzig bei der 0:6-Pleite eine Nummer zu groß. „Wir haben gut angefangen. Nach dem zweiten Gegentor sind wir ein bisschen eingebrochen. Auf dem hohen Niveau ist es aber auch schwierig, zu verteidigen.“

Optimistisch war Weidenbacher schon vor dem BWK-Arena-Cup. Nach einer intensiven, rund zweimonatigen Vorbereitung mit insgesamt acht Hallenturnierteilnahmen im Vorfeld, eins davon in Mulfingen, konnten die Ilshofener sogar gewinnen. Speziell auf dieses Turnier wurde geübt. Um die nötige Zweikampfhärte zu bekommen, wurden bei einigen Trainingseinheiten gegen die U 17 des TSV gespielt. Für ihn war es schon die siebte Teilnahme als Trainer, „da ist man nicht mehr ganz so nervös und hat schon ein wenig Routine“. Aufgefallen ist ihm im Lauf der Jahre, dass die Gegenspieler in diesem Alter körperlich immer stärker werden. Ein persönliches Highlight für ihn ist immer der Trainerabend, wenn er sich in gemütlicher Runde mit den Coaches der Nachwuchsleistungszentren austauschen kann und jene Einblicke in ihre professionelle Arbeit geben.

Auch am zweiten Turniertag konnten die Ilshofener ihre guten Leistungen größtenteils bestätigen. „Gegen die starken Dortmunder haben wir gut dagegen gehalten und nur zwei Gegentore kassiert. Gegen Köln war der ein oder andere dann doch ein bisschen platt, wobei das 0:7 am Ende doch etwas zu hoch ausgefallen ist“, so das Fazit Weidenbachers nach Turnierende.

Gute Leistungen bestätigt

Gefreut hat er sich insbesondere darüber, dass seine Jungs nicht nur defensiv zu überzeugen wussten, sondern auch spielerisch den ein oder anderen Akzent setzen konnten. „Ich habe  meinen Jungs gesagt, seid mutig, zeigt, was ihr könnt und probiert auch mal einen Trick aus“, so Weidenbacher.

Oft sei der Respekt und die Nervosität einfach zu groß, um noch mehr erreichen zu können. „Wir haben als Bezirksligist nicht so oft die Möglichkeit, gegen solche Teams zu spielen. Insgesamt haben wir den TSV Ilshofen aber sehr gut vertreten. Ich bin stolz auf mein Team.“

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