Fußball-Verbandsliga Ein Spiel ohne Druck

Der Ilshofener Chris Baumann (rechts) im Zweikampf beim 2:0-Erfolg am vergangenen Wochenende beim VfL Sindelfingen.
Der Ilshofener Chris Baumann (rechts) im Zweikampf beim 2:0-Erfolg am vergangenen Wochenende beim VfL Sindelfingen. © Foto: Werner Kurz
Ilshofen / Hartmut Ruffer 02.06.2017
Entspannt gehen der TSV Ilshofen und der VfL Pfullingen das letzte Saisonspiel an. Der TSV wird in jedem Fall Dritter.

Ich hoffe auf ein cooles Spiel mit zwei Mannschaften, die gewinnen wollen.“ Selten hat man Ralf Kettemann, Spielertrainer des TSV Ilshofen so relaxt vor einem Punktspiel erlebt. Sein Gegenüber Michael Konietzny hört sich ganz ähnlich an: „Es ist gut, dass wir in Ilshofen nicht gewinnen müssen. Wir können die Sache entspannt angehen.“

Der VfL Pfullingen, vor der Saison aufgestiegen, ist aktuell Vierter. Im schlechtesten Fall kann er noch auf Rang sechs abrutschen. Selbst damit könnte Konietzny leben. Dennoch erwartet er von seiner Mannschaft trotz aller Lockerheit eine konzentrierte Vorstellung. „Wenn uns das nicht gelingt, kriegen wir von Ilshofen ordentlich auf die Mütze.“ Urlaubs-, verletzungs- und berufsbedingt wird Konietzny seine Elf auf mehreren Positionen verändern müssen.

Rummler droht auszufallen

Prinzipiell hätte Kettemann nichts dagegen, ebenso dem einen oder anderen zum Abschluss mehr Einsatzzeit zu gewähren, „aber die ganz großen Möglichkeiten habe ich nicht“. Michele Varallo, Maximilian Gebert und Andrej Nagumanov fallen verletzt aus und auch bei Dominik Rummler sieht es Stand Donnerstag nicht danach aus, dass er spielen kann.

Am vergangenen Wochenende hat der TSV erneut ein für die Rückrunde typisches Spiel absolviert. Beim 2:0-Erfolg in Sindelfingen fielen die Tore durch Benjamin Kurz zwar erst spät, dennoch kam nie Hektik auf. „Nach der Halbzeit sind wir kurzzeitig in ein Loch gefallen, aber dann waren wir wieder so überlegen wie vor der Pause“, erinnert sich Kettemann. „Auf dem Platz hatte ich immer das Gefühl, dass wir noch unsere Chancen bekommen werden – und so war es ja dann auch.“

Der VfL Pfullingen hat seine letzten beiden Begegnungen verloren. Zuletzt gab es ein 1:4 zu Hause gegen den FC Albstadt. „Das zeigt dann schon, dass wir nicht so gut sind wie der vierte Platz vielleicht aussagt“, meint Trainer Konietzny dazu. „Zuvor haben zwar unsere Ergebnisse gestimmt, aber es gibt  einige Mannschaften in der Liga, die so etwas cleverer runterspielen“, ist er sich sicher.

Nur ungern würde sich Konietzny mit drei Niederlagen in Folge aus der Saison verabschieden. „Wenn wir in Ilshofen einen Zähler holen, machen wir die 50 Punkte voll. Das wäre eine tolle Marke.“

Egal, ob Sieg, Unentschieden oder Niederlage: Der TSV Ilshofen wird die Runde als Tabellendritter abschließen. Statistisch betrachtet gibt es nur einen Anreiz. In der Rückrundentabelle liegen Freiberg und Ilshofen punktgleich auf den Rängen eins und zwei. Selbst im Torverhältnis (+29) sind sie gleich. Freiberg steht bei 48:19 Toren, Ilshofen bei 42:13. Den Titel des besten Teams in der Rückrunde kann sich der TSV Ilshofen also noch holen. In der Hinrunde lag der TSV Ilshofen lediglich auf Rang acht.

Info TSV Ilshofen – VfL Pfullingen, Samstag, 15.30 Uhr