„Frauenbiburg hat 80 Minuten besser gespielt als wir“, sagt Günther Herz, Abteilungsleiter Frauenfußball beim TSV Crailsheim nach dem letzten Saisonspiel der Horaffen. In der Regionalliga Süd belegt Crailsheim nach dem 1:1 in Frauenbiburg am Ende den sechsten Platz (39 Punkte). Frauenbiburg stand schon vor der Partie als Absteiger fest.

Doch so präsentierte sich der Tabellenvorletzte keineswegs, überzeugte stattdessen mit schnörkellosem Fußball. „In der ersten Halbzeit hatte Frauenbiburg drei gute Chancen, war läuferisch und im Kombinationsspiel deutlich besser. Zur Halbzeit hätten sie schon führen müssen“, erklärte Herz. Allerdings hätte Lisa Wich schon nach zwei Minuten die dicke Chance zum 0:1 gehabt. Ihr Kopfball war jedoch knapp über das Gehäuse gegangen.

In der zweiten Halbzeit hätte Wich nach dem 1:0 durch Sophia Wiesmeier (61.) ausgleichen müssen, scheiterte jedoch freistehend an der Torhüterin. Nadine Steiner im TSV-Tor verhinderte anschließend gleich mehrmals das 2:0. „Ohne sie hätten wir heute verloren“, lobte Herz seine Keeperin. Besonders ihr toller Reflex bei einem Kopfball war sehenswert.

Crailsheim kam erst so richtig in den letzten zehn Minuten in Fahrt. Die schnelle Malin Marquardt und die eingewechselte Sophie Gronbach taten sich in dieser Phase hervor. Kurz vor Schluss gelang Maren Schmitt aus 14 Metern in halbrechter Position noch das 1:1. Und in der Nachspielzeit war sogar noch das 1:2 möglich, was dem Spielverlauf aber nicht gerecht geworden wäre, wie Günther Herz berichtete.

SV Frauenbiburg – TSV Crailsheim

1:1 (0:0)

Tore: 1:0 Sophia Wiesmeier (61.), 1:1 Maren Schmitt (89.)

Crailsheim: Steiner, Birkner, Schmitt, Klärle, Pollak (55. Marquardt), Horwath, Spajic (67. Schmölz), Specht, Uhl, Wich, Frech (77. Gronbach)