Ein bekanntes Gesicht aus der Region konnte man am vergangenen Wochenende an der Torbande entdecken. Jakob Fimpel hat in seiner Jugendzeit beim TSV Obersontheim gekickt, hat inzwischen Karriere gemacht und ist erstmals als Cheftrainer von Schalke 04 beim Turnier. Vor vier Jahren war der 29-Jährige schon einmal als Co-Trainer von Willi Landgraf dabei, die letzten drei Saisons war er Co-Trainer bei der U 23 der „Knappen“.

Insgesamt sechsmal wöchentlich ist Training angesagt, zudem ist Fimpel auch noch für die Videoanalyse im unteren Altersbereich zuständig. „Mit den Spielen, Trainingsplanung, Analyse und Konferenzen komme ich da meistens auf eine 60-Stunden-Woche“, erzählt Fimpel.

Doch trotz allem sportlichen Ehrgeiz betont er, der Spaß stehe bei ihm und den Jungs immer im Vordergrund. Seine gute Laune ließ er sich trotz des frühen Ausscheidens in der Gruppenphase nicht verderben, auch wenn er sich dennoch über das Auftreten seiner Truppe, vor allem gegen das eher schwache Team von West Ham United, ärgerte.

„Als Cheftrainer steht man natürlich ganz anders in der Verantwortung“, freut er sich über die neue Herausforderung, bei der er nun selbstständiger Entscheidungen treffen darf. Im nächsten Jahr soll der A-Lizenz-Inhaber dann die U 16 der Schalker übernehmen. Im Jugendbereich fühlt er sich wohl, „hier kann man in Ruhe als Trainer wachsen und sich entwickeln.“ Sein Ziel ist es natürlich, so hoch wie möglich zu trainieren, „irgendwann wahrscheinlich im Erwachsenenbereich.“

Da seine Eltern inzwischen im Aalener Raum leben, hatte er nicht genügend Zeit, daheim vorbeizuschauen, „aber mein Dad war am Samstag beim Turnier.“ Vor allem die tolle Atmosphäre und die Gastfreundschaft lobt der ambitionierte Nachwuchstrainer. Für ihn war das Turnier zudem etwas ganz Besonderes, „ich habe viele alte Bekannte getroffen. Das war toll.“

Premiere beim BWK-Arena-Cup

Zum ersten Mal beim BWK-Arena-Cup ist Marco Lehmann als Trainer der Dortmunder C-Junioren. Er arbeitet seit sieben Jahren im Nachwuchsleistungszentrum des BVB und war schon auf vielen Turnieren. „Der Cup in Ilshofen ist vom Teilnehmerfeld her überragend. Die Jungs müssen hier bei jedem Spiel an ihre Grenzen gehen“, ist er am Ende keinesfalls enttäuscht, trotz der bitteren Niederlage in der Neunmeter-Lotterie des Viertelfinales gegen Leverkusen.

Ilshofen

Gut finde er, dass seine Jungs bei Gastfamilien untergebracht sind, wo sie sich wohlfühlen. „Da sind bei den Turnieren schon viele Freundschaften entstanden.“ Sechs Hallenturniere spielt er insgesamt mit seiner U 15. „Das ist eine schöne Abwechslung im Winter, aber in der Halle trainieren wir nicht.“

Ein spezielles Problem hat er im Ruhrpott, im Umkreis von einer Autostunde gibt es hier acht Vereine mit Nachwuchsleistungszentren. „Da ist es ganz wichtig, dass man sich positiv abgrenzt von den anderen und die Jungs sowie ihre Eltern vom Verein überzeugt.“ Als Beispiel hierfür nennt er, dass die Kinder weit über den Fußball hinaus bei ihrer Entwicklung vom Verein unterstützt werden, „wir wollen, dass die Kids sich auch menschlich weiterentwickeln.“

Ganz spezielle Rivalität

Eine besondere Rivalität gibt es bei den Derbys gegen Schalke, „aber außerhalb des Platzes verstehen sich die Jungs prima. Da ist es schön, wenn man sich wie hier im Rahmen der Players Night abends trifft.“ Ein Lob gibt es zudem noch für den ausrichtenden Verein, „das Familiäre hier bei diesem Turnier gefällt mir besonders gut.“

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