Dünsbach / Willi Hermann

Mit einem breiten Lächeln im Gesicht verließ Dünsbachs Ex-­Trainer Tilman Naundorf, der beim Sieg gegen Altenmünster bei allen drei Treffern beteiligt war, nach dem Schlusspfiff das Spielfeld. Auf die Frage, ob es einfacher ist, zu spielen, wenn man nicht die Gesamtverantwortung hat, kam ganz überzeugend die Antwort: „Das hat man doch heute gesehen.“ Auch seinem Nachfolger Harald Beyer war die Zufriedenheit anzusehen. „Die erste Hälfte war ziemlich ausgeglichen. Nach der Pause hat die Mannschaft aber das, was wir eigentlich schon vor dem Spiel besprochen hatten, voll umgesetzt. Wir sind früh draufgegangen, haben so viele Bälle erobert und uns durch das Tempo unserer Angreifer die nötigen Chancen erarbeitet. Ich denke, das Ergebnis geht auch in der Höhe in Ordnung.“ Auf die Frage nach der Zukunft gab sich der neue Mann an der Dünsbacher Seitenlinie noch bedeckt. „Wir werden uns Ende April zusammensetzen und sehen, wie es weitergeht.“

Dem Spielverlauf entsprechend unzufrieden zeigte sich auf der anderen Seite Thomas Wenzel, der aufgrund seiner Ampelkarte am vergangenen Sonntag nun selbst nicht mitwirken konnte. „Wir haben fast alle Zweikämpfe verloren und nie zu unserem Spiel gefunden. Es war erst unser zweites Spiel nach der Winterpause, vielleicht fehlt einfach noch der Rhythmus. Wir müssen uns jetzt ganz schnell auf die beiden Spiele nächstes Wochenende konzentrieren. Gegen Bühlerzell und Sindringen wird es wieder nicht einfach.“

Im Spiel zeigten sich beide Mannschaften in der Anfangsphase durchaus präsent. Nach nur drei Minuten hatten die Gäste nach einer Kombination über Nico Gleß und Toni Saric den Ansatz einer Möglichkeit, aber der Ball trudelte ins Toraus. Im Gegenzug konnte Patrick Kober eine scharfe Hereingabe von Tilman Naundorf gerade noch zur Ecke klären. Nachdem es in den ersten zehn Minuten lebhaft hin- und hergegangen war, verflachte die Partie. Mitte der ersten Hälfte übernahmen dann die Gastgeber das Geschehen, aber es blieb bis zum Seitenwechsel beim torlosen Unentschieden.

Manuel Kappes pfeilschnell

In der zweiten Hälfte zeigte sich Dünsbach dann von Beginn an wesentlich entschlossener. Es waren erst zwei Minuten gespielt, als der pfeilschnelle Manuel Kappes, den Altenmünster bis zu seiner Auswechslung kurz vor Schluss nicht mehr in den Griff bekam, erstmals gefährlich im Strafraum auftauchte. Manuel Kober konnte ihm in dieser Szene den Ball noch vom Fuß spitzeln und zur Ecke klären. Kurz darauf hatte die Hintermannschaft dann aber komplett das Nachsehen. Kappes zog unaufhaltsam auf der rechten Seite an Dennis Maric vorbei. Seinen überlegten Querpass musste der mitgelaufene Naundorf nur noch ins leere Tor schieben. Fünf Minuten später konnte der prächtig reagierende VfR-Keeper Kai Wiedmann bei einem Schuss von Naundorf noch einen höheren Rückstand verhindern. Auch bei weiteren Möglichkeiten, bei einem Kopfball von Naundorf und einem Schuss von Luca Gronbach, lagen weitere Dünsbacher Treffer in der Luft. Sehenswert war auch ein Fallrück­zieher von Lutz Megerle nach einem Eckball von Daniel Gronbach, der das Gehäuse nur um Zentimeter verfehlte.

Das vom Spielverlauf her längst fällige 2:0 war dann ähnlich spektakulär. Nach einem weiten Diagonalpass von Tilman Naundorf nahm Manuel Kappes den Ball perfekt an, zog mit einem schnellen Antritt an Manuel Kober vorbei und hämmerte das Leder von der Strafraumkante aus unhaltbar in den Winkel. Nach diesem Treffer nahm Dünsbach etwas das Tempo raus und Altenmünster bekam wieder einen Tick mehr Zugriff auf die Partie, ohne sich dabei erwähnenswerte Offensivaktionen zu erarbeiten. Ganz im Gegenteil. Eine knappe Viertelstunde vor Schluss hätte Luca Gronbach, der nach einer Hereingabe von Manuel Kappes völlig frei zum Schuss kam, alles klarmachen können.

Diese endgültige Entscheidung blieb so Tilman Naundorf kurz vor Spielende vorbehalten. Auch der dritte Dünsbacher Treffer fiel unter die Rubrik „sehenswert“. Florian Grahm setzte sich auf der echten Seite durch. Seine Flanke nahm Tilman Naundorf mit der Brust an, drehte sich um seinen Gegenspieler und ließ Kai Wiedmann mit seinem Schuss keine Chance.

So spielten sie

TSV Dünsbach – Altenmünster

3:0

Tore: 1:0 Tilman Naundorf (50.), 2:0 Manuel Kappes (65.), 3:0 Tilman Naundorf (88.)

TSV Dünsbach: Kostan, Baumann, Fischer, Naundorf, Luca Gronbach (85. Küstner), Kappes (83. Ebinger), Heynold (27. Daniel Gronbach), Küßner, Grahm, Spang (53. Megerle), Otterbach

VfR Altenmünster: Wiedmann, Gleß, Burkert (83. Paulo), Sami, Saric (57. Immel), Lettenmaier, Kober (68. Hanselmann), Horn, Purtscher, Maric, Bayerlein