Frankfurt / Günther Herz

Mit dem Gegner Eintracht Frankfurt wartet mit dem Tabellenvierten gleich der zweite schwere Gegner in Folge auf den TSV Crailsheim in der Regionalliga.

Die Ansprüche des letztjährigen Meisters der Regionalliga Süd waren zu Beginn der Runde hoch gesteckt. Jedoch spielten die Hessinnen eine nicht so gute Vorrunde und lagen sogar zu Beginn der Rückrunde noch hinter dem TSV Crailsheim auf Platz 6. Doch nach vier Spielen der zweiten Halbserie liegen sie in der Rückrundenbilanz ganz vorne und sind noch ungeschlagen. In jeder dieser Partien erzielten sie drei oder mehr Tore. Gegen die Abstiegskandidaten Regensburg (8:1) und Frauenbiburg (6:2) zeigten sie ihre Torgefährlichkeit deutlich auf.

Stellt man die Bilanzen der gesamten Saison von Crailsheim und Frankfurt gegenüber, so fällt auf, dass Frankfurt bereits fünf Niederlagen auf dem Konto hat und Crailsheim nur vier. Auch haben die Hessinnen in 17 Spielen bereits 31 Gegentore bekommen, Crailsheim musste nur 21 Volltreffer einstecken. Dies spricht nicht für die Abwehr der Frauen aus der Mainmetropole, wohl aber für einen treffsicheren Sturm. Insbesondere Lise Overgaard-Munk, eine gefährliche Stürmerin mit Erstliga-Erfahrung, wird für Unruhe im Strafraum der Hohenloherinnen sorgen. Sie steht in der Torschützenliste der Regionalliga mit vierzehn Treffern an dritter Stelle, dicht gefolgt von der offensiven Mittelfeldspielerin der Hessen, Anika Leber, mit neun Toren.

Viel Pech im Hinspiel

Auch in diesem Spiel wird für die TSV-Trainer Martin Grund und Edgar Klärle die Devise sein, aus einer sicheren Abwehr heraus schnelle Konter zu fahren. Das hat gegen Alberweiler (0:3) nicht funktioniert. Zu sehr betrieben die Crailsheimerinnen auf holprigem Rasen in Alberweiler das Kurzpassspiel und machten dabei zu viele Fehler. Das sollte bei einer ebenso technisch guten Mannschaft wie Frankfurt auf deren Kunstrasen nicht mehr passieren.

Gerne erinnert man sich an die zweite Halbzeit im Schönebürgstadion zurück, als man gegen die Hessinnen nur noch auf ein Tor spielte, aber letztendlich trotz vieler Chancen nur noch der Anschlusstreffer durch Lisa Wich zum 2:3 gelang. Fünf konfuse Minuten in Halbzeit eins hatten zum 0:3-Rückstand geführt, den Spielführerin Juliane Klenk kurz vor der Halbzeitpause noch auf 1:3 verkürzen konnte. Was dann in der zweiten Halbzeit geschah, war mit Pech seitens der Crailsheimerinnen noch gelinde beschrieben. Den Torchancen nach hätten die Horaffen das Spiel auch noch gewinnen müssen. Jetzt reist man nach Frankfurt, um zumindest einen Punkt mit nach Hause zu nehmen.

Info Eintracht Frankfurt – TSV Crailsheim, Sonntag, 14 Uhr