Fußball-Landesliga Crailsheimer schlagen sich selbst

Tamas Herbaly (Mitte) war Vorlagengeber zum 2:3. Doch der Anschlusstreffer durch Daniele Hüttl komt  letztlich zu spät und Pfedelbach gewinnt das Hohenlohe-Derby mit 3:2.
Tamas Herbaly (Mitte) war Vorlagengeber zum 2:3. Doch der Anschlusstreffer durch Daniele Hüttl komt  letztlich zu spät und Pfedelbach gewinnt das Hohenlohe-Derby mit 3:2. © Foto: Bernd Wolf
Crailsheim / Dennis Arendt 08.10.2018
Im dritten Heimderby der Landesliga verliert der TSV Crailsheim gegen den Hohenloher Nachbarklub aus Pfedelbach mit 2:3. Nach dem 1:0 schenkt die Heimelf die Partie an die Gäste her

Die Voraussetzungen für die „Horaffen“ waren gut: Trainer Michael Gebhardt konnte auf eine volle Ersatzbank zurückgreifen und die beste Elf aufs Spielfeld senden. Bei Pfedelbach dagegen fehlten Torjäger Marco Rehklau, und auch Michael Blondowski nahm zunächst nur auf der Bank Platz.

Das Spiel begann mit klaren und deutlichen Vorteilen für die „Gelb-Schwarzen“: Tamas Herbaly setzte sich links durch und übersah dann die freien Spieler in der Mitte (9.). Nur wenige Minuten später konnte sein satter Schuss von Dennis Petrowski geklärt werden. In der 21. Minute spielte Kai Rümmele einen öffnenden Pass auf Jörg Munz, der nach einem Doppelpass mit Daniele Hüttl den freien Meßner bedienen wollte – wieder war Petrowski auf dem Posten. Dafür war der Gästekeeper in der 25. Minute dann aber endlich geschlagen: Kai Rümmele setzte Tamas Herbaly in Szene, jener brachte eine butterweiche Flanke auf den Kopf von Meßner, der zum 1:0 einnetzte.

Crailsheim verliert den Faden

Doch anstelle in der Folge das Spiel zu intensivieren, verlor Crailsheim immer mehr den Faden und brachte sich selbst in die Bredouille: Nach Ballverlust bei einem Einwurf traf Jens Schmidgall das Leder perfekt und brachte es im Kasten der Platzherren in der 32. Spielminute unter.

Unmittelbar vor der Pause hätten die Hausherren wieder die Führung erzielen müssen: Erst traf Rümmele den Ball zu schwach, danach bugsierte Benjamin Weinberger die Kugel nur an den Pfosten statt ins Tor.

Die zweite Halbzeit fing mit guten offensiven Pfedelbachern an. Die Gäste kamen nahezu wie ausgewechselt aus der Kabine und die Heimelf fand gar nicht mehr ins Spiel. Etwas glücklich erfolgte dann aber in der 52. Minute das 1:2: Einen Freistoß von Markus Schilling köpfte Julian Krämer in die Mitte. Dort schoss Blondowski erst an die Latte, Nico Hütter staubte per Kopfball ab. Nur fünf Zeigerumdrehungen später verwies der Unparteiische Benjamin Maier Marc Wagemann via Ampelkarte vom Feld, zwei Minuten später kam es faustdick für die Gastgeber: Ein Eckball der Gäste segelte durch den kompletten Strafraum und am langen Eck köpfte Julian Krämer vollkommen unbedrängt zum 1:3 ein.

Zu spät aufgewacht

Erst jetzt wachten die Crailsheimer Spieler aus ihrer verschlafenen Phase auf und versuchten in Unterzahl nach einer Ampelkarte für Marc Wagemann zu kitten, was noch möglich war. Nach einem Freistoß von Tim Meßner und Kopfball von Bubacarr Saidy war Petrowski stets auf dem Posten. In der 72. Minute konnte Daniele Hüttl den Anschluss erzielen, nachdem sich Tamas Herbaly gegen vier Gegenspieler durchgesetzt hatte und querlegte.

Danach bemühte sich die Heim­elf, ihre Gäste weiter einzuschnüren, aber durchschlagende Chancen boten sich keine mehr, und es blieb bei der bitteren Heimpleite für die Crailsheimer im Hohenloher Derby.

So spielten sie

TSV Crailsheim – TSV Pfedelbach

2:3

Tore: 1:0 Tim Meßner (25.), 1:1 Jens Schmidgall (32.), 1:2 Nico Hütter (52.), 1:3  Julian Krämer (59.), 2:3 Daniele Hüttl (73.)

Besondere Vorkommnisse: Gelb/Rot: Marc Wagemann (TSV Crailsheim, 58.)

TSV Crailsheim: Weiß, Rümmele, Hertfelder (59. Düll), Weinberger (80. Schneider), Munz (85. Krebs), Schwenker, Wagemann, Maneth (56. Saidy), Messner, Hüttl, Herbaly

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