Fußball-Verbandsliga Charaktertest bestanden

Torhüter Karel Nowak schnappt sich spektakulär den Ball aus der Luft. Der TSV Ilshofen schlägt im Heimspiel den VfL Sindelfingen mit 2:0. Damit bleiben die Hohenloher im Rennen um den Aufstieg mit dabei.
Torhüter Karel Nowak schnappt sich spektakulär den Ball aus der Luft. Der TSV Ilshofen schlägt im Heimspiel den VfL Sindelfingen mit 2:0. Damit bleiben die Hohenloher im Rennen um den Aufstieg mit dabei. © Foto: Werner Kurz
Ilshofen / Viktor Taschner 14.05.2018
Ilshofen kann nach dem 2:0-Heimsieg gegen Sindelfingen mit viel Selbstvertrauen ins WFV-Pokalfinale gegen Ulm gehen.

Es läuft die 20. Spielminute. Die Partie steht 0:0. Sindelfingen kombiniert sich nach einem Ballgewinn nach vorne und kommt zum Abschluss. Ilshofens Spielertrainer Ralf Kettemann gefällt diese Szene überhaupt nicht. Eine halbe Minute redet er auf dem Feld auf seine Mitspieler ein, weil ihm das Pressing seines Teams nicht gefällt. „Wir müssen immer volle Möhre gehen, das ist unser Anspruch“, erklärt Kettemann nach dem 2:0-Sieg. Am Ende habe sein Team das Spiel aber gut durchgezogen, sodass der Erfolg verdient ist. Hat denn das Pokalfinale am Pfingstmontag schon im Hinterkopf gespukt? „Natürlich war das Finale schon irgendwie da. Aber wir haben es heute am Ende konsequenter gespielt. Wenn wir nicht diese Einstellung gezeigt hätten, hätten wir verloren“, so Kettemann.

In der Anfangsphase des Spiels kann sich keine der beiden Mannschaften Vorteile verschaffen. Die Gäste aus Sindelfingen lassen erkennen, dass sie spielerisch zu den besseren Teams gehören. Aber wie schon bei 7:2 im Pokalviertelfinale Anfang April zeigt sich der TSV Ilshofen effektiver. Nach 23. Minuten bringt eine schöne Einzelaktion von Paul Weber das 1:0. Nach dem schönsten Spielzug der ersten Hälfte hätte nur eine Minute später das nächste Tor fallen müssen. Kettemann steckt auf Benjamin Kurz durch, der in der Mitte mustergültig Routinier Andrey Nagumanov einsetzt. Nagumanov schießt den Ball aus sieben Metern aber über das Tor.

Lupfer landet im Ziel

Besser macht es Kurz nach einer halben Stunde. Nach einem langen Pass von Simon Wilske steht er frei vor dem Sindelfinger Tor. Mit einem überlegten Lupfer lässt er dem gegnerischen Torwart keine Chance (2:0).

In der zweiten Hälfte kontrolliert Ilshofen das Spielgeschehen, ohne ernsthaft in Gefahr zu geraten. Nur das vorentscheidende 3:0 will an diesem Tag nicht fallen, obwohl Ilshofen dazu genügend Möglichkeiten hat. Erst stürmt Kurz aus der eigenen Hälfte startend alleine aufs Tor zu, wird aber im letzten Moment noch eingeholt und foulverdächtig vom Ball getrennt. Eine Minute später läuft ein Konter über Wilske und Michele Varallo. Letzterer legt quer auf Kurz ab, der aus kurzer Distanz nur den Sindelfinger Torwart anschießt.  Von den Gästen kommt in der zweiten Halbzeit nicht mehr viel, weil oft auch die letzte Präzision in den Angriffen fehlt. „2:0 ist immer gefährlich. Wenn wir das dritte Tor machen, dann ist das Ding durch. Aber wir haben die drei Punkte, das ist entscheidend“, bilanziert Spielertrainer Kettemann.

Mit dem Sieg bleibt Ilshofen im Rennen um den Oberliga-Aufstieg weiter dick im Geschäft. Aber nun gilt die Konzentration dem Pfingstmontag: Pokalfinale gegen Ulm, schlichtweg das wichtigste Spiel der bisherigen Vereinsgeschichte.

So spielten sie

TSV Ilshofen –
VfL Sindelfingen

2:0

Tore: 1:0 Weber (23.), 2:0 Kurz (31.)

Ilshofen: Nowak, Baumann, Lienert, Schmelzle, Wilske, Kettemann, Weber, Gebert (88. Egner), Nagumanov (74. Wackler), Varallo (75. Maas), Kurz (85. Hess)

Schiedsrichter: Schumann (Windischbusch)