BWK-Arena-Cup Mainz holt sich den Pokal

Ilshofen / Joachim Mayershofer 14.01.2019
Der 1. FSV Mainz 05 gewinnt zum zweiten Mal nach 2015 den BWK-Arena-Cup. Ein Crailsheimer spielt bei Bayern München ein starkes Turnier, das für ihn etwas ganz Besonderes ist.

Nick Breitenbücher hat im Vorjahr beim BWK-Arena-Cup für Furore gesorgt. Der Crailsheimer im Trikot des Turniersiegers TSG Hoffenheim sicherte sich mit acht Treffern letztlich sogar die Torjägerkanone (gemeinsam mit dem Gladbacher Luca Raul Barata). Inzwischen hat er sogar zwei U-16-Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft bestritten. Bei der zehnten Auflage des BWK-Arena-Cups war erneut ein Lokalmatador für einen höherklassigen Verein am Start. Pepe Brekner spielt als jüngerer Jahrgang bereits in der U 16 des FC Bayern München, aber der frühere Spieler des GSV Waldtann durfte beim Turnier nahe seiner Heimat in der U 15 der Bayern auflaufen. 60 Eintrittskarten hatten seine Eltern für Freunde und Familie reservieren lassen, damit der Filius von der Tribüne aus angefeuert werden konnte.

„Für mich ist es etwas Besonderes, hier mitspielen zu können“, sagte Pepe. Er kenne hier so viele Leute, unter anderem seine früheren Mitspieler von der TSG Hoffenheim, mit denen er in den Pausen zwischen den Spielen viel reden konnte. Von Samstag auf Sonntag durfte er mit seinem Mitspieler Mike Eberhart bei seinen Eltern in Crailsheim schlafen, normal ist er im Internat der Münchner untergebracht. „Zum Frühstück wünscht er sich Rührei und Toast“, verriet Papa Arthur Brekner. Weil sich Pepes Mitspieler am Samstagabend aber unwohl fühlte, nahmen die beiden Jungen nicht an der Players-Night in Wolpertshausen teil. „Mike hat noch gebadet, und dann sind sie schon früh ins Bett“, berichtete Papa Brekner.

Wie wichtig Pepe dieses Turnier ist, zeigt am besten die Anekdote, die Mama Franziska und Papa Arthur erzählen. Bei einem der ersten BWK-Arena-Cups habe ihr Sohn von der Tribüne aus begeistert mitgefiebert, als vier-, fünfjähriger Knirps. „Er ist dann zu den Bayern-Spielern hin und hat sich Autogramme in die Turnierzeitschrift geben lassen. Und dann hat er bei der Tombola noch eine große Bohrmaschine, die er kaum tragen konnte, und einen XXL-Arbeitsanzug gewonnen“, sagte Mama Brekner und lachte. Nun muss er selbst Autogramme geben. Und am Wochenende fieberte unter anderem sein früherer Mathematiklehrer Dr. Christian Wende vom Crailsheimer Albert-Schweitzer-Gymnasium mit dem Bayern-Kicker mit. Mit dem erhofften Turniersieg wurde es für Pepe Brekner aber nichts. Die Münchner landeten am Ende auf dem vierten Platz, hatten im Halbfinale gegen den späteren Turniersieger Mainz 05 mit 0:3 das Nachsehen. Pepe erzielte drei Tore mit seinem feinen linken Fuß.

Vorgezogenes Endspiel

Den Siegerpokal durfte aber zum zweiten Mal nach 2015 der 1. FSV Mainz 05 mit nach Hause nehmen. Vor allem das Viertelfinale gegen den VfB Stuttgart hatte es in sich, war so etwas wie das vorgezogene Endspiel. 4:2 lagen die Rheinland-Pfälzer gegen die Schwaben schon vorne, doch der VfB glich noch aus. Im Neunmeterschießen setzten sich die Mainzer dann durch. „Die Jungs waren heiß, nachdem wir vor einer Woche beim Sonnenland-Cup in Passau das Finale gegen Stuttgart mit 0:3 verloren haben“, erklärte FSV-Trainer Sebastian Dreier. „Wir sind schwer ins Turnier gekommen, aber ab dem Viertelfinale lief es dann besser.“

Seine Mannschaft habe es sich richtig verdient, den Triumph im Finale über Bayer Leverkusen ausgiebig zu feiern. Mit einem freien Tag als Belohnung wie bei den Profis? „Das wäre für meine Jungs eher eine Bestrafung. Sie wollen am liebsten immer trainieren“, sagte Dreier und grinste.

Den dritten Platz beim zehnten BWK-Arena-Cup sicherte sich RB Leipzig nach Neunmeterschießen gegen den FC Bayern München. Lokalmatador TSV Ilshofen belegte zwar den letzten Platz, durfte sich aber immerhin über einen Treffer freuen. Beim 1:2 gegen Eintracht Frankfurt traf Hannes Schäfer. Ein Remis hätten die Hausherren in diesem Spiel mehr als verdient gehabt.

Übrigens hätte noch ein zweiter Spieler aus Hohenlohe für einen höherklassigen Verein am Turnier teilnehmen können. Matti Bunk (früher Spvgg Satteldorf) von der TSG Hoffenheim wurde allerdings nicht nominiert.

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