Fußball-Kreisliga B3 Am Ende ist keiner wirklich zufrieden

Der VfB Jagstheim (grün) hat nun 21 Punkte auf dem Konto, der SV Onolzheim 15.
Der VfB Jagstheim (grün) hat nun 21 Punkte auf dem Konto, der SV Onolzheim 15. © Foto: Hans-Otto Hettler
Jagstheim / Willi Hermann 05.11.2018
Gastgeber Jagstheim und die Gäste aus Onolzheim haben im Crailsheimer Stadtteilderby in der Fußball-Kreisliga B3 ihre Möglichkeiten, die Partie zu entscheiden.

Nach einer Partie auf durchaus überschaubarem Niveau waren sich die Verantwortlichen auf beiden Seiten einig, dass sich das Spielglück sowohl auf die eine, wie auch auf die andere Seite hätte neigen können. Dabei war Onolzheims Trainer Klaus Fester in Anbetracht des Programms im Laufe der Woche einen Tick zufriedener. „Wir mussten in dieser Woche gegen drei Teams aus der Spitzengruppe antreten und haben, wie wir es uns vorgenommen haben, nicht verloren. Gegenüber letzten Sonntag musste ich die Mannschaft heute auf sechs Positionen verändern, dafür haben wir es richtig gut gemacht. Wir wollten hinten kompakt stehen und über Konter zum Erfolg kommen. Das ist uns bis auf die erste Hälfte der zweiten Halbzeit hervorragend gelungen. In der Schlussphase hatten wir eindeutig die Möglichkeiten, die Partie für uns zu entscheiden.“

Auf der anderen Seite haderte das Trainergespann Jaroslaw Sperlich und Christian Bandel, Letzterer konnte wegen einer Adduktorenverletzung selbst nicht mitspielen, mit den vergebenen Möglichkeiten zu Beginn der zweiten Hälfte. Bandel analysierte: „Onolzheim hatte den besseren Start, und dann hat uns die Verletzung von Janis Heidel wieder aus dem Tritt gebracht – gerade als wir die Partie in den Griff bekommen haben. Wir hatten uns in der Pause vorgenommen, dominanter aufzutreten. Das ist uns bis zur Schlussviertelstunde ganz gut gelungen. In dieser Phase hatten wir die Möglichkeiten, in Führung zu gehen. In den Schlussminuten können wir uns bei unserem Torhüter Kevin Spretka bedanken, der uns das Unentschieden gesichert hat.“

Zwei schwere Verletzungen

Die Geschichte der ersten Hälfte ist schnell erzählt. Onolzheim kontrollierte die Anfangsphase aus einer sicheren Abwehr heraus. Mit weiten Bällen auf den agilen Denis Schneiker konnten sie auch ansatzweise für Torgefahr sorgen. Erst Mitte der ersten Hälfte hatte Jagstheim seine erste erwähnenswerte Offensivszene durch einen Kopfball von Daniel Spretka, der allerdings zu zentral platziert, und damit keine Gefahr für Torspieler Simon Magg war. Danach geriet der Fußball für beide Teams etwas in den Hintergrund. Onolzheims Denis Schneiker musste wegen einer Knöchel- und Jagstheims Janis Heidel mit Verdacht auf eine Kreuzbandverletzung vom Platz.

Nach dem Seitenwechsel wurde das Geschehen insgesamt lebhafter. Jagstheim übernahm die Initiative und hatte durch einen abgeblockten Freistoß von Brian Täger eine erste Möglichkeit. Kurz darauf scheiterte Dominic Hohenstein mit einem Schuss von der Sechzehnmeterlinie am prächtig reagierenden Torhüter Simon Magg. Nach dem Eckball verfehlte Julian Müller das Onolzheimer Gehäuse per Kopf nur knapp. Bei einem als Flanke gedachten Ball von Markus Kinzel hatte der Onolzheimer Goalie ebenfalls große Mühe, seine Mannschaft vor einem Rückstand zu bewahren. Die größte Glanztat zeigte er dann nach einer guten Stunde, als er einen Schuss von Marcel Ruf aus nur knapp fünf Metern Entfernung mit einem tollen Reflex abwehrte.

Danach hatten die Gastgeber aber ihr Pulver verschossen und die Gäste kamen wieder besser ins Spiel. Einen Freistoß von Adrian Bolz konnte Kevin Spretka mit den Fingerspitzen gerade noch über die Latte lenken. Kurz darauf parierte er einen Schuss von Lars Wolfinger. Gegen diesen wäre er wenige Minuten später nach einer Nachlässigkeit in seiner Hintermannschaft aber chancenlos gewesen. Der Schuss touchierte nur die Oberkante der Latte. Seine absolute Glanztat war aber sicher eine Minute vor Spielende, als er nach einer zu kurzen Abwehr den Schuss von Swen Binder mit den Fingerspitzen um den Pfosten lenken konnte.

So spielten sie

VfB Jagstheim – SV Onolzheim

0:0

Jagstheim: K. Spretka, Rikert, Kinzel, Müller, Kampmann, Ruf, D. Spretka, Schmidt, Hohenstein, Täger, Heidel (35., Stadtmüller)

Onolzheim: Magg, Schulz, Hofmann, Ullmann, Pelger, Blank, Bolz, Blumenstock (80., Ott), Wolfinger, Schneiker (35., Renoth), Soldner

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