Tischtennis Abstiegsrennen bleibt offen

Mit dem 9:7-Sieg gegen den TTC Wehrden halten die Satteldorfer (hier: das Doppel Moritz Kouril und Tobias Tran) das Abstiegsrennen in der Regionalliga offen.
Mit dem 9:7-Sieg gegen den TTC Wehrden halten die Satteldorfer (hier: das Doppel Moritz Kouril und Tobias Tran) das Abstiegsrennen in der Regionalliga offen. © Foto: Paul Ziegler
Satteldorf / Paul Ziegler 05.12.2018
Tischtennis: Satteldorf gewinnt wichtiges Kellerduell in der Regionalliga gegen Wehrden mit 9:7. Keine Überraschung bei deutlicher 2:9-Niederlage in Stuttgart. Von Paul Ziegler

Ein Wochenende ohne Handycaps zeigte den Satteldorfer Plattencracks die Stärke der Regionalliga eindrucksvoll auf und wo sie sich einordnen müssen: Keine Weihnachtsgeschenke gab es für die Hohenloher beim Sportbund Stuttgart. Die Landeshauptstädter um den Ex-Satteldorfer Marius Henninger, selbst mit derzeit erst sechs Pluspunkten, aber höheren Ambitionen, stellten die beim samstäglichen Derby nachträglich unter Beweis.

Zum Start konnten nur Stephan/Bärwald einen Doppelpunkt für die Gäste einheimsen. Nachdem auch die Spitze mit Gabriel Stephan und Manuel Mangold keinen Fuß in die Tür brachte, lediglich eine Fünf-Satz-Niederlage von Ersterem gegen Sven Happek, konnte nur noch Heiko Bärwald mit einem knappen 3:2 gegen Alexander Frank Ergebniskosmetik für die Satteldorfer betreiben.

Am Strohhalm festgehalten

Am Sonntag an heimischer Platte sollte dann der „Strohhalm“ zum Erreichen des Relegationsplatzes, mit einem Heimsieg gegen den TTC Wehrden, festgehalten werden.

Ähnlich natürlich das Vorhaben bei den Gästen, die deshalb erstmals ihre aufstellungsmäßige Nummer 2, Ivan Proano Quimis, einsetzten. Unter dieser Prämisse legten sich beide Teams von Beginn an mächtig ins Zeug. Die in letzter Zeit immer mal wieder schwächelnden Stephan/Bärwald mussten auch gegen die unglaublich blockenden Proano/Keiling über die volle Distanz, kamen im Fünften aber dann mit 11:5 souverän zum Sieg. Mit 3:1 hielt das Einserdoppel der Gäste Mangold/Hellenschmidt zum Ausgleich in Schach. Gegen eines der besten Dreierdoppel Becker/Domeika boten die Satteldorfer Jungspunde Tran/Kouril eine klasse Leistung, mit schnellen Tops und spektakulären Rettungstaten brachten sie den fünften Satz mit 11:6 nach Hause.

Schnell erkannte Gabriel Stephan die Blockstärke von Ivan Proano Quimis und erhöhte geschickt die Fehlerquote seines Gegenübers mit Drallvariationen zum 3:1-Satzerfolg.

Tolle Ballwechsel auf Augenhöhe boten Manuel Mangold und Patrik Juhasz. Einige glückliche Bälle am Satzende brachten Letzterem ein knappes 3:1 ein.

Ausgeglichen agierte auch die Mitte. Heiko Bärwald gelang in vier hauchdünnen Sätzen mit den besseren Nerven ein 3:1 gegen Oliver Keiling. Mit einer unbezwingbaren Vorhand punktete Christopher Simonis entscheidend gegen Tobias Tran (1:3). Ein Doppelschlag im hinteren Paarkreuz ließ erste Unruhe im Satteldorfer Lager aufkommen. Christian Hellenschmidt zog beim offenen Spiel oft den Kürzeren gegen Arnoldas Domeika und konnte das 0:3 nicht verhindern.

Zwei klasse Sätze reichten Moritz Kouril nicht, um Jan Becker nervös zu machen. Im Fünften schlugen die Gegentops der Wehrdener Nummer 6 unerreichbar ein. Zwischenstand somit 4:5.

Dann kam wieder Hoffnung im Satteldorfer Lager auf. Gabriel Stephan ließ sich vom ungarischen Jugendnationalspieler Patrik Juhazs nur einen Satz klauen. Dann dominierte er mit seiner starken Rückhand (3:1). Winnerblocks flogen Manuel Mangold im ersten Satz nur so um die Ohren. Mit Biss und Taktikumstellung kam er dann in die Erfolgsspur gegen Ivan Proano, und die Gastgeber waren wieder in Führung.

Jetzt folgte Spannung pur. Gegen die starke Nummer 3 der Gäste lieferte sich Heiko Bärwald ein Duell auf Augenhöhe, das ein Winnerblock im Fünften zum 11:9 für Wehrden entschied. Doch Tobias Tran hielt auch die Gastgeber weiter im Rennen. Mit 3:0 schickte er Oliver Keiling von der Platte. Zu dick war der Brocken Arnoldas Domeika für Moritz Kouril. Platzierte Gegentops führten den Erfahreneren zum 3:1-­
Satz­erfolg und 7:7.

Entscheidung im Gleichschritt

Dann die Entscheidung im Gleichschritt nebeneinander: „Underdog“ Christian Hellenschmidt bekämpfte unter der Anfeuerung der Satteldorfer Fans einen immer unsicherer werdenden Jan Becker erfolgreich mit 3:1, und im Schlussdoppel nahmen Stephan/Bärwald den Erfolgsschwung mit und schickten Juhasz/Simonis gleich mit 3:0 von der Platte zum letztlich verdienten 9:7 für die Satteldorfer.

Zwar reicht es für die Hohenloher zu keiner Verbesserung in der Tabelle (9.), aber so bleiben sie auf Schlagdistanz zu Wehrden und dem möglicherweise rettenden Relegationsplatz.

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