"Wir beginnen wieder bei null"

BU 05.03.2016
Planmäßig soll an diesem Wochenende in der Fußball-Kreisliga A1 Hohenlohe die Rückrunde beginnen. Gaildorf ist Tabellendritter. Die RUNDSCHAU sprach mit TSV-Trainer Manfred Schmierer.

Der TSV Gaildorf hat sich dank einer Serie von acht Spielen ohne Niederlage wieder auf den dritten Tabellenplatz vorgeschoben. Was ist dem Gaildorfer Team in den kommenden Spielen noch zuzutrauen?

Schmierer: Zunächst ist es erfreulich, dass wir durch die Serie den Kontakt nach vorne hergestellt haben. Da entsteht schon ein gewisser Reiz. Allerdings gibt uns dies keine Garantie, dass es so weiter läuft. Wir stehen vor einem Neustart in die Rückrunde und beginnen wieder bei null. Jetzt kommt es darauf an, gut aus den Startlöchern zu kommen. Dazu bedarf es höchsten Einsatz eines jeden Spielers. Dann sehen wir weiter.

Das Heimspiel gegen den Tabellenzweiten SC Michelbach/Wald dürfte eine Schlüsselpartie werden. Wie sind die Gäste einzuordnen, wo haben sie ihre Stärken und wo sind sie eventuell verletzlich?

Schmierer: Ich habe die Mannschaft von Michelbach am Sonntag im Pokalspiel gegen den Bezirksligist Sindringen beobachtet. Dabei machte unser nächster Gegner einen sehr starken Eindruck. Sehr kompakt, taktisch sehr gut geordnet und dazu noch mit enorm kämpferischem Einsatz. Dazu spielen sie sehr variabel. Anders wie Neuenstein, die für mich ein berechenbares, immer gleiches System spielen. Es wird ein 50:50-Spiel. Aber auch wir haben sehr gute Qualität. Da kommt es auch darauf an, so wenig Fehler wie möglich zu machen.

Wie gut konnten Sie die TSV-Truppe vorbereiten und sind alle Spieler fit? Welche taktischen Vorgaben geben Sie der Elf mit auf den Weg?

Schmierer: Mein Gefühl sagt mir, dass die Spieler so weit bereit sind. Allerdings haben wir kein Vorbereitungsspiel auf Rasen gemacht. Dazu kommen noch die katastrophalen Trainingsbedingungen in einer Stadt wie Gaildorf. Ein Verein mit zwei Mannschaften und mit so vielen Jugendmannschaften - es kommt ja auch noch der TAHV dazu - muss sich seit Jahren damit abfinden, in Münster, wo auch noch die Hälfte des hängenden Platzes immer unter Wasser steht, zu trainieren. Da besteht dringender Handlungsbedarf. Das muss ich ganz einfach loswerden. Die taktische Marschroute habe ich im Kopf, die werde ich der Mannschaft bekannt geben.