Fußball „War der schon mal bei uns?“

Dario Caeiro (rechts) und Jens Betsch.
Dario Caeiro (rechts) und Jens Betsch. © Foto: Verein
Ilshofen / Norbert Glasbrenner 12.01.2018

Der BWK-Arena-Cup wird vom Organisationsteam des U-15-Fußballturniers mittlerweile als „eigenes Volksfest“ bezeichnet. In wenigen Tagen ist es bereits zum neunten Mal so weit. Zwei Organisatoren des Turniers, Dario Caeiro und Jens Betsch, äußern sich zu der aktuellen und den zukünftigen Auflagen.

Woher nehmen Sie die Energie, das Event jedes Jahr zu organisieren?

Caeiro: Die größte Motivation ziehe ich aus den Erinnerungen an die letzten Turniere und die vielen Menschen, die ich durch den Cup kennen gelernt habe. Alle habe ihre Geschichte und ihren Bezug zu unserem Event, und das macht mich stolz.

Betsch: Als wir 2010 das erste Turnier organisiert haben, wussten wir ja noch nicht, was danach kommt. Man kann daraus viel fürs Privat- und Berufsleben lernen.

Verfolgen Sie eigentlich auch die Ergebnisse der Teams und die Werdegänge ganz konkreter C-Junioren?

Caeiro: Ich beobachte immer die Tabellen der Teams, die bei uns am Start sein werden. Außerdem schauen wir in unserer Organisationsgruppe natürlich immer ganz schnell auf die Spielerstatistiken, wenn ein neuer Spieler wie jetzt Jann-Fiete Arp den Durchbruch schafft. Da ist die erste Frage: War der schon mal bei uns?

Was wollen Sie mit dem Turnier noch erreichen?

Caeiro: Mein Ziel ist es, dass das Event langfristig weiter organisiert wird. Daher freuen wir uns über viele neue Leute, die Lust auf Ehrenamt haben.

Betsch: Selbstverwirklichung stand für uns nie zur Debatte. Vielmehr der Ansporn, ein weiteres attraktives C-Junioren-Fußball-Highlight in der Region zu etablieren. Das Niveau und die positive Stimmung im Team zu halten ist mein Ziel.

Haben Sie dieses Jahr während der Vorbereitungen bereits an das Jubiläum im nächsten Jahr gedacht?

Caeiro: Die zehnte Auflage ist auf jeden Fall ein Thema für uns. Wir wollen eventuell zum Jubiläum mehr Mannschaften einladen und ausländische Topteams überzeugen, ebenfalls teilzunehmen. Mit der Auswahl Hohenlohe ist zusätzlich ein hochinteressantes Projekt gestartet.

Betsch: Die Gedanken an das Jubiläum 2019 kamen schon vor den Vorbereitungen auf die kommende neunte Auflage. Die Auswahl Hohenlohe hat dazu beigetragen, aber auch die eine oder andere Idee, die für das Jubiläum infrage kommt. Mehr verraten wir allerdings noch nicht.

Sie standen dieses Jahr auch mit einigen ausländischen Teams wie dem FC Barcelona, Ajax Amsterdam oder Paris St. Germain in Kontakt. Warum hat das nicht geklappt?

Caeiro: Bei den ausländischen Teams habe ich vor allem ein Problem mit der Verständigung. Da ich im Alltag keine Fremdsprache brauche, bin ich immer auf fremde Hilfe angewiesen. Zwar ist hier meine Schwester eine große Unterstützung, aber die Wege der Kommunikation sind definitiv länger und umständlicher. Außerdem haben wir bei den ausländischen Teams einfach noch nicht den Stellenwert wie bei den deutschen. Aber bei Ajax und Barca bin ich sehr zuversichtlich, dass wir sie noch in Ilshofen sehen werden.

Warum wird beim BWK-Arena-Cup nicht nach Futsalregeln gespielt?

Caeiro: Wir wissen von unseren Ansprechpartnern bei den Profiklubs, dass sie solche Turniere nur dann spielen, wenn keine Futsalregeln gelten. Wir als Veranstalter sind da definitiv in der Zuschauerrolle. Hier muss der Verband mit den Teams eine Basis finden, damit wir auch weiterhin so ein Event organisieren dürfen.

Betsch: Für mich ist klar: Die Attraktivität, Schnelligkeit und Emotionalität der Spiele lebt ganz speziell von den klassischen Fußballregeln.

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