Crailsheim „Über 30 Turniere im Turnierplan“

Crailsheim / JOACHIM MAYERSHOFER 07.07.2016
Michael Stügelmaier trainiert die U 13 des VfB Stuttgart. Die Schwaben sind seit vielen Jahren zu Gast beim D-Jugendturnier des VfR Altenmünster.

Herr Stügelmaier, mit welchem Ziel geht der VfB Stuttgart in den Stadtwerke-Junior-Cup beim VfR Altenmünster?

MICHAEL STÜGELMAIER: Trotz des starken Teilnehmerfeldes reisen wir als VfB Stuttgart natürlich immer an, um auch um den Turniersieg zu spielen. Dies ist eines unserer Hauptziele neben dem attraktiven Vergleich mit leistungsstarken anderen Mannschaften aus Nachwuchsleistungszentren. Solche Turniere bieten es an, die neue Mannschaft auf Topniveau kennenzulernen und ihre Leistung sehr objektiv einschätzen zu können.

Auch die Stuttgarter Kickers spielen in Altenmünster mit. Gibt es in diesem Altersbereich schon eine große Rivalität zwischen den Vereinen?

STÜGELMAIER: Natürlich sind es gegen einen Stadtnachbarn in jeder Altersstufe immer besondere Duelle. Wir pflegen untereinander allerdings einen freundschaftlichen Kontakt. Dennoch möchte natürlich jeder von uns die Partie, sollte es in diesem Turnier zu einem Aufeinandertreffen kommen, auch für sich entscheiden.

Wie viele Turniere spielt Ihre Mannschaft etwa pro Saison und in welchem Umkreis von Stuttgart?

STÜGELMAIER: In unserem Jahresterminplan sind bereits weit mehr als 30 Turniere vermerkt. Diese große Zahl beinhaltet allerdings auch schon zahlreiche Hallenturniere. Natürlich sind wir bestrebt, nach Möglichkeit Turniere mit leistungsstarken Teilnehmerfeldern in unmittelbarer Nähe zu melden, jedoch erstrecken sich die Turniere teilweise auch auf ganz Deutschland. Teilweise gehören aber auch internationale Vergleiche wie beispielsweise in Italien zu dem Programm unserer jungen Nachwuchsspieler, die wir natürlich auch als einen Mannschaftsevent nutzen.

Wenn Sie bei einem Turnier einen starken Spieler beobachten, den Sie gerne zum VfB holen würden: Wie läuft die Kontaktaufnahme ab?

STÜGELMAIER: Natürlich gehen wir immer mit offenen Augen durch solche Turniere, denn es ist eine Möglichkeit für jeden Spieler, sich auf einer leistungsstarken Bühne zu präsentieren. Der erste Weg ist allerdings immer über die verantwortlichen Personen beim Verein. Dieser Kontakt wird von unserem sportlichen Leiter hergestellt.

Nur die Spvgg Greuther Fürth bleibt bei Gasteltern. Warum übernachten viele Mannschaften bei solchen Turnieren nicht mehr vor Ort?

STÜGELMAIER: Das ist richtig, auch wir werden die Nacht von Samstag auf Sonntag zu Hause verbringen. Es kommt sehr häufig vor, wie auch an diesem Wochenende, dass wir samstags und sonntags ein Turnier spielen. Dann ist es zum einen aus organisatorischen Gründen schwierig, den direkten Weg zum zweiten Spielort anzutreten, zum anderen ist es für die Spieler auch schön, den Abend mit ihren Familien zu verbringen.

Hat der Abstieg der Herren aus der Bundesliga auch Auswirkungen auf die Jugendarbeit des VfB?

STÜGELMAIER: Wir alle hätten uns sehr gewünscht, dass die Profis den Klassenerhalt schaffen. Obwohl dies leider nicht gelungen ist, hat dies keine Auswirkungen auf die Arbeit in der Jugendabteilung des VfB. Unabhängig von der Spielklassenzugehörigkeit arbeiten wir weiter auf höchstem Niveau und wollen Jugendspieler an den Lizenzkader heranführen. Am liebsten natürlich in einen Profikader, der den direkten Wiederaufstieg schafft.

Was glauben Sie, wie Deutschland bei der EM letztlich abschneidet?

STÜGELMAIER: Ich glaube, mit dem Sieg gegen Italien ist sehr viel Anspannung von der Mannschaft gefallen, was sich natürlich auch positiv auf das anstehende Halbfinale gegen Frankreich auswirken kann. Frankreich hat im Viertelfinale allerdings auch eine sehr beeindruckende Leistung gezeigt. Da wir einen Spieler mit französischen Wurzeln in unserem Kader haben, kann ich allerdings versprechen, dass der VfB mit mindestens einem EM-Finalisten zum Turnier in Altenmünster anreisen wird.

Die Fragen stellte HT-Redakteur Joachim Mayershofer.

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