Vorbericht: TSV Ilshofen – RV Ravensburg Trainer kennen sich aus Länderspielzeiten

Backnangs Yannik Dannhäuser (rechts, ehemals Sportfreunde Hall) überprüft die Reißfestigkeit des Trikots von Daniel Schelhorn. Ilshofen gewinnt bei der TSG Backnang mit 2:0.
Backnangs Yannik Dannhäuser (rechts, ehemals Sportfreunde Hall) überprüft die Reißfestigkeit des Trikots von Daniel Schelhorn. Ilshofen gewinnt bei der TSG Backnang mit 2:0. © Foto: Archiv/ruf
Ilshofen / Hartmut Ruffer 09.11.2018
Es ist ein Oberliga-Duell guter Bekannter. Die Spielertrainer von Ravensburg und Ilshofen haben gemeinsam für die Studenten-Nationalmannschaft gespielt.

„Es ist schade, dass seine Mannschaft nicht so spielt wie er selbst. Er steht nämlich nur vorne drin und macht sonst nix.“ Das sagt Ilshofens Spielertrainer Ralf Kettemann über Steffen Wohlfarth, den zumindest zeitweise spielenden Trainer des FV Ravensburg. Kaum hat Ketteman das gesagt, gluckst er durch den Telefonhörer. Die beiden kennen sich gut, haben gemeinsam für die deutsche Studenten-Nationalmannschaft gespielt.

Als Wohlfarth den speziellen Gruß erfährt, fängt auch er an zu lachen. Man schätzt sich gegenseitig, da darf man sich schon mal hochnehmen. Schon vor Beginn der Saison hatte Wohlfarth seinem ehemaligen Teamkameraden prophezeit, dass dieser „mit der Qualität im Team und mit ihm als Dreh- und Angelpunkt“ Punkte holen wird. 24 sind es nach 14 Spielen. Der TSV ist mit Abstand erfolgreichster Aufsteiger. Zuletzt dominierte er gegen die SGV Freiberg, verlor aber 0:1. „Dennoch weiß ich jetzt, dass wir an einem sehr guten Tag jeden Gegner in dieser Klasse beherrschen können“, blickt Kettemann auf das Heimspiel zurück.

Dank der guten Ergebnisse haben die Spieler des TSV mittlerweile viel Selbstvertrauen. Das soll auch Ravensburg merken, das mit vielen Verletzungssorgen geplagt ist. „Es zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison“, meint der 35-jährige Steffen Wohlfarth, der zwischen 2006 und 2010 für den damaligen Zweitligisten FC Ingolstadt gespielt hat. Dennoch gebe es keinen negativen Trend in der Leistung.

Das sieht auch Kettemann so. „Ravensburg hat Bahlingen und die Stuttgarter Kickers geschlagen. Auch daran kann man erkennen, dass Steffen ein guter Trainer ist“, meint Kettemann diesmal mit vollem Ernst.

Zuletzt verlor der FV, der mit 17 Punkten auf Rang 12 steht, 0:1 in Pforzheim, doch auch dort war er nicht das schlechtere Team.

Beim TSV Ilshofen ist der Einsatz von Ramazan Kandazoglu (Oberschenkelprobleme) und Marcel Hossner sehr fraglich. Niklas Wackler und Carl Murphy sind derzeit noch erkältet. Bei ihnen weiß Ralf Kettemann nicht, ob sie sich bis zur Abfahrt morgen früh erholen.

Info FV Ravensburg – TSV Ilshofen, Samstag, 14 Uhr

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