Landesliga "Kadersituation sehr entspannt"

Der Ex-Crailsheimer Semih Dalyanci verwandelte im Vorrundenspiel einen Elfmeter zum Sieg des Tura.
Der Ex-Crailsheimer Semih Dalyanci verwandelte im Vorrundenspiel einen Elfmeter zum Sieg des Tura. © Foto: Hans-Otto Hettler
ALEXANDER SCHREIBER UND GUIDO SEYERLE 11.03.2016
In der Landesliga kommt es am Samstag zum Lokalderby: Der Tura Untermünkheim empfängt den TSV Crailsheim. Beide Teams haben Wiedergutmachungsbedarf, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen.

An die 1:3-Niederlage gegen den Tura im Hinspiel erinnert sich Crailsheims Spielertrainer Thomas Weiss nicht gerne. "Eines unserer schlechtesten Spiele der Vorrunde. Wir wollen das morgen wiedergutmachen." Gegen den Tabellenachten geht Crailsheim (Platz 5) als Favorit ins Rennen. Vor allem, nachdem Untermünkheim vergangene Woche beim Vorletzten Oeffingen verloren hat. Der TSV ist in guter Form: Beim 1:1 gegen den Tabellendritten Rutesheim vergangenen Sonntag waren die Horaffen die überlegene Mannschaft. "Auf dieser Leistung wollen wir aufbauen", sagt Thomas Weiss.

Ein Faktor für den Tura könnten die Platzverhältnisse werden: Crailsheim trainiert im Gegensatz zu Untermünkheim erst seit dieser Woche auf Rasen. "Die Plätze sind momentan in schlechtem Zustand, da kann alles passieren", sagt Weiss. Und weiter: "Untermünkheim hat auch starke Spieler. Gerade die erste Elf wird richtig gut sein." Er erwarte einen "sehr aggressiven, sehr giftigen Gegner".

Heute kehrt Spielführer Jörg Munz von Montage zurück. Außerdem hat der Langzeitverletzte Marcel Hossner (Kreuzbandriss) das Mannschaftstraining wieder aufgenommen. Thomas Weiss schließt einen Einsatz des Außenbahnspielers nicht aus. "Die Kadersituation ist im Gegensatz zur Vorrunde sehr entspannt", freut sich Weiss.

Sein Beinahe-Namensvetter und Tura-Coach Martin Weiß lässt die Partie in Oeffingen Revue passieren: "Es war völlig verdient. Glück für uns, dass wir nur 0:1 verloren haben. Aber Oeffingen hat sich in der Winterpause auch gut verstärkt." Außerdem sei es auf dem dortigen Kunstrasen relativ schwierig zu spielen gewesen. Weiß bleibt optimistisch: "Wir wollen nun die Punkte gegen Crailsheim, da wir in Oeffingen nichts geholt haben. Wir können auch einmal gegen Teams punkten, die vor uns stehen."

Der Einsatz von Neuzugang Erol Efendi ist gefährdet, er hat sich in Oeffingen einen Finger angebrochen und trägt eine Schiene. "Das wäre bitter. Aber wir haben einen Plan B", sagt Weiß. Er hat beobachtet: "Die Jungs haben selbst gesehen, dass es gegen Oeffingen mit der Einstellung nicht gepasst hat."

Info Tura Untermünkheim - TSV Crailsheim, Samstag, 15.30 Uhr

In Satteldorf messen sich am Sonntag zwei ungleiche Aufsteiger

Die Spvgg Satteldorf hat am Sonntag Tabellenschlusslicht FV Ingersheim zu Gast. Es ist das erste Pflichtspiel nach der Winterpause für die Spielvereinigung, nachdem die Partie vergangene Woche beim SV Schluchtern abgesagt worden war. Ingersheim hingegen hat schon Ende Februar ein Nachholspiel gegen Kornwestheim bestritten (1:1).

Die beiden Aufsteiger haben gegensätzliche Saisonverläufe hinter sich. Während Satteldorf sich mit 21 Punkten im Mittelfeld etabliert hat, liegt Ingersheim mit sechs Zählern auf Rang 16. "Wir haben uns Schritt für Schritt verbessert. Klar gehört auch ein bisschen Glück dazu", sagt Satteldorfs Trainer Dominik Streicher über die bislang erfreuliche Spielzeit.

Das Hinspiel hat Satteldorf mit 4:2 gewonnen. "Der Spielverlauf war nicht so deutlich wie das Ergebnis. Ingersheim steht mit dem Rücken zur Wand. Trotzdem wird das keine einfache Sache", glaubt Dominik Streicher. Ein Sieg könnte Satteldorf Luft auf die Abstiegsplätze verschaffen. "Die anderen Spiele vergangenes Wochenende sind für uns gut ausgegangen. Drei Punkte wären also wichtig." Dass seine Mannschaft Favorit ist, weiß auch Streicher. "Da müssen wir nicht darüber diskutieren. Das ist ein Heimspiel, und wir wollen die Klasse halten. Deshalb gebe ich nichts anderes als einen Sieg als Ziel aus."

Info Satteldorf - Ingersheim Sonntag, 15 Uhr

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