Basketball Merlin Sebastian Herrera spielt für Chile

Stößt er die Tür zur Weltmeisterschaft auf? Sebastian Herreras gute Leistungen bei den Crailsheim Merlins sind auch den Verantwortlichen der chilenischen Nationalmannschaft nicht verborgen geblieben.
Stößt er die Tür zur Weltmeisterschaft auf? Sebastian Herreras gute Leistungen bei den Crailsheim Merlins sind auch den Verantwortlichen der chilenischen Nationalmannschaft nicht verborgen geblieben. © Foto: Steffen Förster
Crailsheim / Luca Rück 22.11.2017
Basketball: Merlins-Flügelspieler Sebastian Herrera spielt in den nächsten Tagen für die chilenische Nationalmannschaft gegen Brasilien und Kolumbien.

Merlins-Flügelspieler Sebastian Herrera ist Anfang der Woche nach Chile geflogen. Zum zweiten Mal nach 2016 ist er für die A-Nationalmannschaft seines Heimatlands nominiert worden. Zusammen mit einigen Mitspielern, die er bereits von seinem früheren Einsatz kennt, tritt der 20-Jährige in der WM-Qualifikation an.

Diese Woche geht Herrera weit entfernt von Crailsheim auf Korb­jagd. In Südamerika freut er sich schon darauf, mit Chile zwei Länderspiele bestreiten zu dürfen: „Ich habe schon im Sommer mit dem Nationaltrainer bei einem Essen vereinbart, dass ich spielen werde. Es ist eine große Ehre für mich“, sagt Sebastian Herrera, der eine deutsche Mutter und einen chilenischen Vater hat.

Der Qualifikationsmodus auf dem amerikanischen Kontinent für die Weltmeisterschaft 2019 in China ist kompliziert. In der ersten Runde treten 16 Länder in vier Vierer-Gruppen zweimal gegeneinander an. Dabei qualifizieren sich die drei Ersten jeder Gruppe für die Amerikaliga. Von diesen zwölf Teams sichern sich schließlich sieben das Ticket für die WM. Chiles letzte WM-Teilnahme liegt allerdings bereits 58 Jahre zurück (1959) und auch dieses Mal hat Herreras Nationalmannschaft eher Außenseiterchancen. Jedoch hoffen die Chilenen auf die Qualifikation zur Amerika­liga. Dafür misst man sich in der Gruppe B mit Brasilien, Kolumbien und Venezuela, muss mindestens einen der Kontrahenten hinter sich lassen.

Auf den Merlins-Youngster warten zwei harte Partien. Am ersten Spieltag trifft man zu Hause auf Brasilien (Freitag, 24. November, 1 Uhr MEZ). Zum zweiten Spiel geht es nach Kolumbien (Montag, 27. November, 0 Uhr MEZ). „Wir wissen, dass Brasilien und Venezuela die stärksten Mannschaften in der Gruppe sind, trotzdem werden wir gegen sie alles reinhauen. Kolumbien ist unser Ziel. Um in die Amerika­liga zu kommen, müssen wir sie schlagen“, betont der Forward. Zeit zum Besuch der Familie wird es nicht geben. Dafür werden seine Eltern ihm bei den Spielen vor Ort zuschauen.

Die Merlins müssen damit im Spitzenspiel zu Hause gegen die drittplatzierten Hamburger Towers am Samstag (25. November, 19.30 Uhr) auf den Deutsch-Chilenen verzichten. Auch wenn Herrera im Spiel gegen Karls­ruhe am vergangenen Sonntag Topscorer mit 18 Punkten war, sieht er seinen Ausfall selbst gelassen: „Wir haben einen guten tiefen Kader von zehn Spielern. Den Ausfall von Bogy (Martin Bogdanov), auch einem deutschen Spieler, haben wir in den letzten Wochen gut verkraften können. Ich denke wir werden das packen.“ Zu den Merlins kehrt Sebastian Herrera am Mittwoch, 29. November, zurück. Rechtzeitig fürs Heimspiel gegen Baunach (2. Dezember, 19.30 Uhr).

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