Hallensprecher Danny Jüngling begrüßte die Fans der verschiedenen Mannschaften einzeln. Wo sind die Fans von Mainz 05? Und wo die vom VfB Stuttgart? Die beiden Teams bekamen bei der Vorstellung der Teams mit am meisten Applaus – abgesehen natürlich vom Gastgeber TSV Ilshofen. Als Jüngling fragte, ob von West Ham United ein Fan da ist, stand nur ein Mann auf, winkte und zeigte sein West-Ham-Trikot: Kevin Hofmann aus Kocherstetten. Der 19-Jährige spielt selbst beim SV Morsbach in der Kreisliga B2 in der Innenverteidigung, ist „seit etwa zwei bis drei Jahren Sympathisant“ des Klubs aus London, wie er erklärte. „Mir gefällt es, dass West Ham ein traditionsreicher Klub ist. Er gehört sicher nicht zu den ganz großen Vereinen, die immer im Vordergrund stehen. Aber gerade das mag ich.“ Kevin Hofmann war vor zwei Jahren schon einmal beim BWK-Arena-Cup gewesen und freut sich immer darüber, „die Nachwuchsteams von großen Mannschaften“ in Hohenlohe sehen zu können.

Ilshofen

Nicht an Fünf-gegen-Fünf gewöhnt

Und erstmals war beim Turnier in Ilshofen auch ein Klub aus England dabei. West Ham United war am Freitag gegen 21 Uhr mit neun Spielern, einer Betreuerin und einem Physiotherapeuten angekommen – und Trainer Harry Watling. Seine jungen „Hammers“ hat er erst seit dieser Saison unter seinen Fittichen, alle zwischen September und Dezember 2004 geboren. Im ersten Spiel gegen den VfB Stuttgart war sein Team deutlich unterlegen, verlor mit 0:4. „Es war sehr schwierig, weil es ein völlig neues Format für uns ist. Wir sind nur Elf-gegen-elf gewohnt“, sagte Watling. „Wir waren zu hektisch am Ball, Stuttgart hat sehr geduldig gespielt.“ In England sei das Spiel schneller, es werde Individualisten mehr Platz eingeräumt. In Deutschland seien die Spieler dagegen mannschaftstaktisch besser geschult.

Im Gegensatz zu den anderen Vereinen, waren aus London keine Eltern der Spieler nach Ilshofen mitgekommen. „Wir wollen bewusst, dass die Jungs alleine sind, das stärkt auch den Teamgeist“, sagte Harry Watling, der früher Jugendtrainer bei Chelsea gewesen war und den Machern des BWK-Arena-Cups ein großes Lob aussprach: „Ich war schon bei vielen internationalen Turnieren. Aber das ist das beste Turnier, auf dem ich bisher war. Die Gastfreundschaft ist wirklich fantastisch – und die Halle ist einfach unglaublich! Jetzt müssen wir nur noch schauen, dass wir uns an das Spiel Fünf-gegen-fünf gewöhnen.“ Letztlich belegte West Ham bei seiner BWK-Arena-Cup-Premiere Platz 11. Kurios dabei: Den Engländern gelang kein einziges Tor im Turnier.

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