WFV-Pokal „Da ist was drin. Die Normannia kommt weiter“

Normannia Gmünd unterlag zum Saisonauftakt mit 0:1 gegen den SV Göppingen – hier spielt Göppingens Kevin Dicklhuber (rechts) das Leder am herausstürmenden Gmünder Keeper Yannik Ellermann vorbei. Heute gibt im WFV-Pokal der Oberliga-Konkurrent TSG Backnang in Gmünd (Justinus-Kerner-Str.) seine Visitenkarte ab.
Normannia Gmünd unterlag zum Saisonauftakt mit 0:1 gegen den SV Göppingen – hier spielt Göppingens Kevin Dicklhuber (rechts) das Leder am herausstürmenden Gmünder Keeper Yannik Ellermann vorbei. Heute gibt im WFV-Pokal der Oberliga-Konkurrent TSG Backnang in Gmünd (Justinus-Kerner-Str.) seine Visitenkarte ab. © Foto: Peter Poller
Gmünd / Klaus Rieder 15.08.2018
Eine englische Woche steht für die Mannschaften aus Gmünd und Backnang an.

Sie beginnen mit der zweiten WFV-Pokalrunde am Mittwoch um 17.45 Uhr in der Gmünder Tectomove-Arena.

Beide Mannschaften hatten am vergangenen Wochenende unterschiedliche Ergebnisse zum Saisonauftakt erzielen können: Die junge Gmünder Mannschaft musste sich zu Hause unglücklich mit 0:1 im Stauferderby gegen Göppingen geschlagen geben. Die Backnanger sicherten sich mit einem 1:1 gegen den Titelkandidaten aus Villingen einen Punkt.

„Unsere jungen Spieler haben in der teilweise katastrophalen Vorbereitung alles gegeben und hervorragende Leistungen gebracht, wir werden ihnen auch weiterhin alle Rückendeckung geben.“ Normannia-Trainer Holger Traub gab bereits im Vereinsumfeld bekannt, dass die beiden Youngster Mario Schmid und Alexander Iatan direkt wieder in der Startelf stehen werden. „Die Jungs haben ihren Job gegen Göppingen sehr gut gemacht. Wieso sollte ich ihnen dann den Spaß an der Sache nehmen? Das wäre fatal.“

Weiterhin eine große Herausforderung ist die personelle Situation der Schwerzer-Elf. Lediglich Kapitän Stephan Fichter wird  nach seinem Urlaub in den Kader zurückkehren. Jedoch ist die Liste mit den Verletzten, wie bereits im Vorjahr, nicht als positiv zu bezeichnen.

„Wahnsinns-Offensive“

Auf eines dürfen sich die Zuschauer in der Tectomove-Arena heute freuen: Die Offensivabteilung der TSG mit Mario Marinic und Daniel Lang gehört in der Oberliga sicherlich zu einer der besten. Immerhin erzielte Marinic in der ersten Pokalrunde einen Viererpack. Sturmpartner Lang kommt aus Illertissen, aus der Regionalliga, und zeigte dort bereits seine Treffsicherheit. „Die TSG Backnang hat eine Wahnsinns-Offensive. Da kommt gewaltig was auf uns zu. Sie spielen sehr aggressiv und halten den Ball gut in den eigenen Reihen“, erkennt Traub neidlos an. „Aber wir brauchen uns nicht verstecken“, fügt Traub an.

Damit der Matchplan zu einem Erfolg wird, muss der Fokus auf die eigene Defensive gerichtet sein. Der Wunsch im Schwerzer nach einem Erfolg ist greifbar. „Ich bin zwar kein Hellseher, aber ein Ergebnis zu null wäre schön. Das wird zwar eine große Herausforderung, aber da ist was drin. Die Normannia kommt weiter“, strotzt Traub vor Selbstbewusstsein.

Auch die TSG Backnang kann personell nicht aus dem Vollen schöpfen. Trainer Andreas Lechner musste zuletzt auf sechs Spieler verzichten: Matej Maglica ist verletzt (gebrochener Finger), im Urlaub sind Leon und Loris Maier sowie Giosue Tolomeo.  Paul Weber hält sich aus beruflichen Gründen noch in den USA auf. Und Nino Galle konnte bislang nur Lauftraining absolvieren.

Die SG Sonnenhof Großaspach trifft am Mittwoch auf den TSV Schwieberdingen, der sich in der ersten Pokalrunde mit 1:0 gegen den Hohenloher Bezirksligisten TSV Pfedelbach durchsetzen konnte. Die SGS hatte in Runde 1 ein Freilos und steigt nun in den Wettbewerb ein. Cheftrainer Sascha Hildmann: „Wir wollen einen seriösen Auftritt in Schwieberdingen abliefern und in die nächste Runde einziehen. Nicht mehr und nicht weniger.“ Verzichten muss er weiterhin auf Nicolas Jüllich, Dan-Patrick Poggenberg und Yannick Thermann.

Aalen will den Pokal

Auch der VfR Aalen greift erst in der zweiten Runde um den WFV-Pokal ins Geschehen ein und tritt beim Landesligisten FC Gärtringen an. Das Spiel dort soll nur eine Zwischenstation sein, denn die Ostälbler haben ihr Ziel im Pokal klar formuliert: In dieser Saison soll es endlich wieder mit dem Gewinn des WFV-Pokals und der damit verbundenen Qualifikation für den DFB-Pokal-­Wettbewerb klappen.

Mit 3:1 gewann der Bezirksligist Türkspor Neckarsulm beim TSV Gerabronn und erwartet nun den Oberliga-Aufsteiger TSV Ilshofen, bei dem Baba Mbodji nach Gelb-Rot in Reutlingen zuschauen muss. Die Gastgeber, die in der Relegation zur Landesliga scheiterten, peilen nun den Titel an. Doch trotz dieses ambitionierten Ziels sollte es eine  klare Sache für den Oberligisten werden. Ähnlich sind die Erwartungen auch beim Spiel des Landesligisten Satteldorf gegen den Oberligisten Freiberg.

Die Spfr. Hall stehen nach dem 6:0 gegen Breuningsweiler bereits in der dritten Runde des WFV-Pokals, wie auch der TSV Crailsheim, der den SV Bietigheim mit 3:1 bezwingen konnte.

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