Fußball 51 Spiele mit höchster Konzentration leiten

Ilshofen / Norbert Glasbrenner 11.01.2017
Fußball: Die Schiedsrichtergruppe Schwäbisch Hall freut sich auf den Einsatz beim BWK-Arena-Cup in Ilshofen.

Heute wirkt es wie eine Selbstverständlichkeit, dass geprüfte, neutrale Schiedsrichter zur Leitung der vielen Fußballspiele (an einem einzigen Wochenende bis zu 100 000 Spiele) zur Verfügung stehen. Jedoch ist das bei Weitem kein Selbstläufer. So berichtet Volker Stellmach aus der Schiedsrichtergruppe Schwäbisch Hall, als eine von derzeit 40 Gruppen aus Württemberg (und damit eine von fünf im Fußballbezirk Hohenlohe), dass auch 2016 Neulingskurse wegen nicht ausreichender Anmeldungen abgesagt werden mussten.

Alle Vereine mit Mannschaften im Spielbetrieb müssen Schiedsrichter stellen, so die Regel. Wenn das nicht so ist, werden die Vereine jeweils mit Ausfallgebühren belegt.

Dabei bietet besonders die Tätigkeit als Schiedsrichter bereits jungen Sportlern ab dem 14. Lebensjahr die Möglichkeit, sich persönlich stark weiterzuentwickeln und jede Menge Erfahrungen zu sammeln. „Daran denke ich bestimmt noch im Rentenalter“, berichtete zum Beispiel Sebastian Früh als einer der ersten Jungschiedsrichter, als er 2010 beim ersten U-15-BWK-Arena-Cup im Einsatz war.

Vielfältige Anforderungen

Die Anforderungen an den Unparteiischen sind vielfältig. Grundvoraussetzung ist die körperliche Fitness. Diese trainieren die Schiedsrichter übrigens regelmäßig in ihren Gruppen. Weiter benötigt ein Schiedsrichter eine schnelle Auffassungsgabe, dauernde Aufmerksamkeit sowie unbedingte Entschlusskraft, Menschenkenntnis und Durchsetzungsvermögen. All diese Fähigkeiten werden durch die Ausbildung zum Schiedsrichter, sowie besonders durch das spätere Leiten von Spielen, gefördert und immer stärker ausgeprägt.

Ein guter Schiedsrichter zeichnet sich dadurch aus, dass er in der Lage ist, in schwierigen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren und falls erforderlich, sogar als Schlichter aufzutreten, schnell wichtige Entscheidungen zu treffen. Damit vereint der 23. Mann viele Eigenschaften, die man sich bei Führungspersonen im Beruf so sehr wünscht.

Das Dasein als Referee bietet neben den Pflichten auch durchaus angenehme Seiten: zum Beispiel freier Eintritt zu allen Spielen des DFB (darunter mit Einschränkungen auch zu Spielen der ersten und zweiten Bundesliga) und eine starke Gemeinschaft innerhalb der Schiedsrichtergruppen.

Beim achten BWK-Arena-Cup pfeifen sieben Schiedsrichter die 51 Spiele des Turniers in der Arena Hohenlohe. „Darunter unsere klassenhöchsten Schiris, die Oberliga und Landesliga pfeifen dürfen“, so Volker Stellmach. „Die hochkarätigen Spiele des BWK-Arena-Cups stellen schon hohe Anforderungen an uns Schiedsrichter. Schnelle Spielzüge und intensive Zweikämpfe sind attraktiv für die Zuschauer. Das wollen wir als Schiedsrichter fördern, ohne die Regeln dabei außer Acht zu lassen.“

Für 2017 sind erneut Schiedsrichter-Neulingskurse angesetzt (siehe Meldung unten). Die Fußballvereine im Kreis wurden über die Rahmenbedingungen per Rundschreiben im Dezember informiert – jetzt heißt es die geeigneten Kandidaten ab 14 Jahren anzumelden!

Die Schiedsrichtergruppen kann man auch im Internet besuchen.

Sieben Referees beim BWK-Arena-Cup

Den BWK-Arena-Cup am 14. und 15. Januar leiten: Holger Ley (Bezirksliga), SV Rieden; Knut Krimmer (Bezirksliga), SV Eutendorf; Lars Krimmer (Landesliga), SV Gailenkirchen; Friederike Straub (Landesliga), Spfr. Bühlerzell; Heiko Leipersberger (Bezirksliga), SV Gailenkirchen; Marco Zauner (Oberliga), Spfr. Bühlerzell; Marcel Beck (Bezirksliga), SV Sindelbachtal ng

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel