Wir müssen gewinnen!“ Die Ansage von Interimstrainer Markus Lang vor dem letzten Heimspiel der SG Sonnenhof Großaspach am Samstag (13.30 Uhr) gegen den FSV Zwickau ist klar und deutlich. Tatsächlich wäre der Dorfklub bei einer Niederlage und gleichzeitigen Siegen von mindestens zwei der Konkurrenten Cottbus (gegen Schlusslicht Aalen), Lotte (in Unterhaching) und Jena (in Meppen) schon vor der letzten, als Endspiel postulierten, Partie beim Vorletzten Fortuna Köln definitiv abgestiegen.

„Wir haben am Samstag ein Halbfinale um den Klassenerhalt vor der Brust. Es geht alleine um den Sieg, nur dann haben wir ein Finale in Köln“, begründet Lang die Deutlichkeit seiner Worte. Außer den Langzeitverletzten Jamil Dem, Jonas Meiser und Joel Gerezgiher sowie dem suspendierten Patrick Choroba kann Lang dabei auf den gesamten Kader zurückgreifen. Lediglich bei Zlatko Janjic ist nicht klar, ob er von Anfang an oder über die gesamte Spielzeit auflaufen kann.

Andererseits gibt es Spieler, auf die der Kurzzeittrainer eher nicht zurückgreifen wird – wie Mike Owusu. „Er wurde wenig berücksichtigt, hat sich aber nie hängen lassen. Eigentlich könnte er uns in dieser Situation helfen – doch er ist nicht im Spielrhythmus, und das könnte problematisch werden“, so Lang. Aber er denkt durchaus daran, etwas an der Grundausrichtung zu ändern. Was genau, will er verständlicherweise nicht verraten. Die Formation an sich hält er auch nicht für so wichtig. „Egal ob wir mit Dreierkette, Fünferkette, einem oder zwei Stürmern spielen, es kommt vor allem auf die Einstellung an“, so der SG-Coach.

Aufbruchstimmung vermitteln

Ohne ins Detail zu gehen, lässt der bisherige Co-Trainer durchblicken, dass er diese nötige Mentalität nicht immer in dieser Saison gesehen hat. Gleichzeitig berichtet er aber aus der Trainingswoche: „Die Mannschaft lebt. Das ist im Training deutlich spürbar. Da haben wir auch schon mal Eisbeutel nach den Einheiten gebraucht.“ In denen geht es hauptsächlich um verschiedene Spielformen. „Ich versuche, eine Aufbruchstimmung ins Team zu bringen, Spaß zu vermitteln“, so Lang. Positives Feedback dafür hat er schon aus der Mannschaft bekommen. Aber er erwartet, dass den Worten auch Taten folgen: „Wenn wir die Mentalität aus dem Training am Samstag auf den Platz bringen, dann bin ich absolut davon überzeugt, dass wir erfolgreich sein werden.“

Denkbar ist, dass Lang gegen Zwickau neben Dauerläufer Timo Röttger einen zweiten Stürmer aufbietet. Dominik Martinovic hat sich dabei mit seinem starken Auftritt in der zweiten Hälfte beim KSC aufgedrängt. Aber Lang erwartet von jedem vollen Einsatz. „Es muss den Spielern klar sein, dass es hier auch um ihre Existenz geht. Der eine oder andere wird keinen anderen Drittligisten finden, bei dem er einen Vertrag bekommt“, so der SG-Trainer. Trotz dieser deutlichen Worte sagt er aber auch: „Ich versuche, den Druck so gut wie möglich von der Mannschaft zu nehmen.“