Mit dem SC Freiburg II hat der FSV 08 Bissingen an diesem Samstag um 14 Uhr den Tabellenführer der Oberliga zu Gast. Die U 23 des Erstligisten SC Freiburg führt mit zwei Punkten Vorsprung auf Bissingen die Tabelle an. Damit ist die Mannschaft von Trainer Christian Preußer auf einem guten Weg, den Betriebsunfall mit dem unglücklichen Abstieg aus der Regionalliga rasch zu reparieren.

Das ist aber nur ein Ziel beim Sportclub. Neben dem sportlich größtmöglichen Erfolg steht die nachhaltige Ausbildung auf der Agenda des Vereins, der für seine exzellente Nachwuchsarbeit bekannt und geschätzt ist. Immer wieder schaffen es im Nachwuchsleistungszentrum ausgebildete Spieler ins eigene Profiteam oder zu anderen Erst- und Zweitligisten. Seit dieser Saison ist Trainer Preußer zusammen mit seinem Assistenten Uwe Staib für die weitere Vorbereitung der Hochbegabten auf eine spätere Profi-Karriere verantwortlich. Preußer kam von Rot-Weiß Erfurt. Dort war er Nachwuchstrainer und übernahm dann vorübergehend die Drittliga-Mannschaft. Als Leitwolf für das junge Team holte der SCF seinen ehemaligen Profi Ivica Banovic aus Halle zurück. Beim Drittligisten kickte der 36-Jährige zuletzt nach Sta­tionen in Freiburg, beim SV Werder Bremen und beim 1. FC Nürnberg. Allerdings laborierte Banovic an einer langwierigen Verletzung.

Nach mehreren Kurzeinsätzen absolvierte er zuletzt beim 5:0-Sieg gegen den SV Oberachern sein zweites Spiel von Beginn an. Neben ihm im Mittelfeld agierte Jonas Meffert, der in der vergangenen Saison Leistungsträger beim Zweitligisten Karlsruher SC war und nach seinem Wechsel zum SC Freiburg in der Bundesliga bislang noch nicht Fuß gefasst hat. Auch Lukas Kübler und Lucas Hufnagel sowie der norwegische Nationalspieler Mats Möller Daehli aus dem Erstliga-Kader kamen schon im Oberligateam zum Einsatz. „Das ist eine Profitruppe, die täglich ein-, bis zweimal trainiert. Einige sind auch fest im Kader oben dabei“, sagt der Bissinger Trainer Alfonso Garcia über den Tabellenführer. Das Hinspiel in Freiburg haben seine Nullachter am dritten Spieltag mit 4:0 gewonnen. „Da haben wir von fünf Chancen vier verwertet. Da war der SC auch schon spielerisch sehr stark“, erinnert sich Garcia.

Freiburg hat viel Ballbesitz

Viel Ballbesitz und technisch feines Kombinationsspiel sind die herausragenden Merkmale des SC Freiburg II. Nur die Chancenverwertung steht dem Team immer mal wieder im Weg. So wie  am 15. Spieltag in der Auswärtspartie beim Aufsteiger Neckarsulmer Sportunion. Da lagen die Breisgauer nach drei Minuten 0:1 in Rückstand und hatten fortan gefühlte 90 Prozent Ballbesitz. Am Ende verloren sie mit 0:1. Es war eine von bislang vier Niederlagen bei 13 Siegen und zwei Unentschieden nach 19 Partien. Auswärts hat der SCF schon dreimal verloren und fünf Partien gewonnen. Zwei endeten mit einem Remis. Zuletzt gegen den SV Oberachern klappte es beim 5:0 mit dem Toreschießen. Die beiden ersten Treffer resultierten aus verwandelten Elfmetern von Felix Roth. Damit hat Roth neun Treffer auf seinem Konto. So viele hat auch  sein Sturmpartner Kai Brünker erzielt, der gegen Oberachern auch traf. Claus Pfitzer