Hallenfußball Unterländer jubeln beim Neujahrs-Cup

Philipp Mathies (links) von der SGM Sachsenheim attackiert Hessigheims Lukas Heusel.
Philipp Mathies (links) von der SGM Sachsenheim attackiert Hessigheims Lukas Heusel. © Foto: Jan Simecek
Jan Simecek 11.01.2018

Im letzten Jahr noch Halbfinale, in diesem Jahr war die Partie Botan Heilbronn gegen TASV Hessigheim das Endspiel des Fußball-Neujahrs-Cups der Sportfreunde Großsachsenheim. Das Ergebnis war jedoch Dasselbe. Der FC Botan setzte sich in der Sachsenheimer Sporthalle mit 1:0 durch und verteidigte seinen Titel. Die SGM Sachsenheim I schied im Halbfinale aus.

Sachsenheim und Hessigheim starteten beide in der Gruppe C. Sachsenheim blieb zum Auftakt nur knapp mit 2:1 gegen den FC Gündelbach erfolgreich, Hessigheim setzte sich deutlich mit 4:1 gegen Enzweihingen I durch. Gündelbach schien der stärkere Gegner zu sein, denn im zweiten Gruppenspiel kam der TASV nur zu einem knappen 3:2, während die SGM ein 5:2 feierte. Vor dem direkten Aufeinandertreffen waren damit beide punkt- und torgleich. Vielleicht hätte Sachsenheim hier besser ihre Kräfte geschont. Stattdessen gab sie beim 3:3 gegen den punkt- und torgleichen TASV alles. Eine Entscheidung war damit aber immer noch nicht gefallen. Ein Neunmeterschießen musste über Gruppenplatz eins und zwei entscheiden. Und da hatten die Gastgeber am Ende die Nase vorne, weil Marcel Mikosch zweimal parierte.

Tumult auf der Tribüne

Dafür war bei den Sachsenheimern dann hinterher die Kraft weg. Gegen Enosis Leonberg reichte es in der Zwischenrunde nur zu einem 2:2. Und die Partie sorgte für einige Unruhe in der Halle, denn die Griechen fühlten sich ob einer Zeitstrafe und einer Roten Karte betrogen, zettelten sogar noch nach dem Spiel einen Tumult auf der Tribüne an, was ein vernünftiger Enosis-Spieler mit „Wie kann man sich so blamieren?“ kommentierte.

Auch im zweiten Zwischenrundenspiel gegen Lauffen reichte es für Sachsenheim nur zu einem 2:2, aber damit immerhin fürs Halbfinale. Das ging dann deutlich mit 4:1 an Hessigheim, gegen das man zuvor ja in der Gruppe noch 3:3 gespielt hatte. „Im Halbfinale war irgendwie die Luft raus. Wir haben auch schon lange nicht mehr trainiert. Aber wir wollten beim eigenen Turnier ins Halbfinale, das haben wir geschafft. Insofern bin ich zufrieden“, kommentierte SGM-Trainer Timo Schlayer.

Mitfavorit Lauffen patzt

Hessigheim bezwang in der Zwischenrunde zuerst Sersheim, das ohne Gegentor und mit voller Punktzahl weitergekommen war, mit 3:0. Dann musste sich der spätere Sieger Botan mit 1:3 geschlagen geben. Nach den Ergebnissen der Zwischenrunde galten eigentlich Hessigheim und Lauffen als Favoriten fürs Finale, doch Lauffen bekam gegen Botan keinen Fuß aufs Parkett, unterlag verdient mit 0:2.

Im anderen Halbfinale konnte nicht einmal die Tatsache, dass sich bei Nino Bellantoni etwa zur Spielmitte die Sohle eines Schuhes löste, die Hessigheimer aufhalten. Erst beim Stand von 0:3 traf Sachsenheim, am Ende stand es 1:4. Hessigheim galt damit auch als Favorit im Endspiel, doch die Partie steuerte torlos auf die Verlängerung zu. 40 Sekunden vor dem Ende traf Botan dann aber mit einem Distanzschuss fast von der Mittellinie. Hessigheim warf alles nach vorne, um möglicherweise noch auszugleichen, traf aber mit der Schlusssirene nur die Latte. Am Ende hatten sich die Heilbronner, die bis dahin nicht so richtig überzeugt hatten, die Titelverteidigung doch noch verdient.

Keine Rolle spielte Mezopotamya Bietigheim. Nach einem 1:4 gegen Lauffen und einem 0:1 gegen Botan stand das Turnier-Aus schon vor dem letzten Gruppenspiel gegen den ebenfalls punktlosen TSV Ludwigsburg fest. Mit einem 4:2 gab es wenigstens noch ein Erfolgserlebnis.