Fußball Umbruch mit einem neuen Coach

Fabian Antoni (links) ist dem VfR Sersheim treu geblieben. Hier attackiert er den Ensinger Markus Thiel.
Fabian Antoni (links) ist dem VfR Sersheim treu geblieben. Hier attackiert er den Ensinger Markus Thiel. © Foto: Bernd Leitner
Sersheim / Von Andreas Eberle 14.08.2018

In der Fußball-Kreisliga B 7 werden die Karten im Titelkampf neu gemischt. Wenn am Sonntag die Spielzeit 2018/2019 beginnt, tragen zwei Teams die Favoritenlast: die Dauer-Aufstiegskandidaten VfB Vaihingen und FV Markgröningen. Die SGM Sachsenheim hat sich als Meister in die Kreisliga A 3 verabschiedet, und die SGM Hohenhaslach/Freudental schaffte in der Relegation den Sprung nach oben.

Stammpersonal bleibt

„Wir möchten die Leistung aus den vergangenen beiden Jahren bestätigen und nehmen die Favoritenrolle an. Man muss sich Ziele stecken“, sagt Achim Lehmann, der Trainer des FV Markgröningen. Nach Rang zwei und drei will er mit dem kaum veränderten erneut vorne mitmischen – und möglichst dorthin zurückkehren, wo der Klub zuletzt Anfang der 2000er-Jahre antrat: in der Kreisliga A. Das Stammpersonal ist ausnahmslos geblieben. Dazu gehört im defensiven Mittelfeld auch der mitkickende Co-Trainer Thomas Brosi. Zudem kehren einige Rekonvaleszenten ins Aufgebot zurück wie die zuletzt studienbedingt fehlende Allzweckwaffe Joshua Stefan und der nach einer Schulterblessur wieder fitte Felix Tran. Mittelfeldmotor Benjamin Weidner, der sich im Winter bei einem Testspiel das Kreuzband angerissen hat, erwartet Lehmann im September wieder im Training. „Um ganz vorne mitzuspielen, braucht man auch Glück“, sagt der 50-jährige Coach und hofft, dass sein Team von Verletzungen verschont bleibt: „Wir haben einen nicht so großen Kader. Wenn fünf Spieler ausfallen, wird’s schwierig.“

Der Meisterschaftsrivale VfB Vaihingen kann ebenfalls auf eine bewährte Mannschaft bauen. Ein Weggang fällt allerdings schwer ins Gewicht, denn mit Qendrim Emini verlor der VfB einen der erfolgreichsten Torschützen der Klubgeschichte an den Klassenrivalen TSV Aurich. So ist nun Edison Cenaj mehr denn je im Angriff gefordert. Der technisch starke Offensivmann war in der abgelaufenen Runde mit 29 Treffern der Torschützenkönig der B 7. Neuer Trainer an der Enz ist Sven Adamovic, der im Sommer Goran Musura abgelöst hat.

Auch der VfR Sersheim geht mit einem neuen Übungsleiter in die Saison: Xhavit Halilaj zog es zum A-Ligisten TSV Enzweihingen. Sein Nachfolger Francesco Antonaci, der 18 Jahre lang für den Sersheim spielte und die vergangenen drei Runden für den SV Riet stürmte, hat bei seiner ersten Trainerstation gleich die knifflige Aufgabe, eine neue Mannschaft zu formen. Den elf Abgängen stehen genauso viele Zugänge gegenüber. Mit Routinier Peter Maginot hat der VfR auch seinen Top-Torschützen verloren. Der 35-jährige Stürmer brachte es zuletzt in der B 8 auf 46 (!) Tore. In die Bresche sollen nun vor allem Marcel Haas, Selim Yaman und Bujar Ismajli springen. Und vielleicht geht auch Antonaci selbst noch einmal auf Torejagd. „Es juckt mich noch immer in den Füßen“, sagt der 37-jährige Italiener. Ab Oktober kann er außerdem wieder mit Ferdinand Fischer (24) rechnen – der begabte Mittelfeldmann, der einst beim 1. CfR Pforzheim kickte, weilt bis dahin aus beruflichen Gründen in Berlin.

Anders als in der jüngeren Vergangenheit, als Feldspieler ins Tor mussten, hat der VfR nun zwei gelernte Keeper im Aufgebot: den erfahrenen Daniel Manthey und den talentierten Johannes Neher. Beide kamen aus Sachsenheim. „Ich möchte die Mannschaft schon gerne im oberen Tabellendrittel sehen und im Jahr darauf dann angreifen“, sagt Antonaci über seine Ambitionen.

Als Geheimfavoriten gelten der TSV Aurich, der sich besonders gut verstärkt hat, sowie die SGM Roßwag/Mühlhausen. Letztere hat Anfang Juli sogar den 44. Vaihinger Stadtpokal gewonnen und im Finale den Bezirksliga-Neuling SV Riet nach Elfmeterschießen besiegt. Auch der TSV Phönix Lomersheim II ist wie gehabt ein Anwärter fürs vordere Tabellendrittel, zumal die Mannschaft von Coach Maximilian Wöhr als Auffangbecken für Spieler gilt, die es im bestens bestückten Kreisliga-A-Team nicht ganz schaffen. Der SV Horrheim hat zwar in der Rückrunde der Vorsaison mit Überraschungssiegen gegen die Topteams aus Vaihingen und Markgröningen aufgewartet. Doch für ganz nach oben scheint die von Sergej Hilgenberg trainierte Truppe noch nicht konstant genug.

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