Fußball Trainer Herbst imponiert die  Lust auf Offensivfußball

Löchgau / Jan Fedra 14.04.2018

Auf seine herausragende Defensive konnte sich der Landesligist  FV Löchgau  auch beim 1:0-Sieg beim starken TSV Heimerdingen verlassen.   „Heimerdingen war richtig gut, das Spiel eine echt enge Kiste“, sagt FVL-Coach Herbst rückblickend. Die körperlichen Vorteile und den größeren Erfahrungsschatz des TSV machte die junge FVL-Truppe mit großem Engagement und einer „brutal starken Defensive“ (Herbst) wett. Der Lohn: Das Polster auf die viert- und fünfplatzierten Turnsportvereine aus Crailsheim und Heimerdingen wurde auch ohne die Stammkräfte Riccardo Macorig (Rotsperre) und Terry Asare (Knöchelbruch) auf neun Punkte ausgebaut.

In einer Phase, in der die Löchgauer „dranbleiben und von Spiel zu Spiel schauen“ wollen, wie Herbst es formuliert, wartet mit dem TV Pflugfelden am Sonntag um 15 Uhr eine Wundertüte. Heim- und offensivstark ist die Elf von Trainer Markus Fendyk auf jeden Fall. Dafür spricht neben Rang vier in der Heimtabelle mit 22 Punkten auch das fulminante Torverhältnis von 49:50. Zum Vergleich: Die Löchgauer blicken im bisherigen, zufriedenstellenden Saisonverlauf auf 31 erzielte Tore und 16 Gegentreffer zurück. „Pflugfelden kommt immer zu Möglichkeiten, ist immer gefährlich. Diese Lust auf Offensivfußball – eine besondere Herangehensweise in der Liga – bewundere ich“, erklärt Herbst. Das Problem des TVP ist es, die richtige Balance zwischen spektakulären Angriffen und geordnetem Abwehrverhalten zu finden.

Zwischen Genie und Wahnsinn

„Da wechseln sich Genie und Wahnsinn manchmal ab“, so Löchgaus Trainer schmunzelnd. Nachdem die Pflugfelder am 18. Spieltag noch auf Rang sechs der Tabelle standen, rutschte die Fendyk-Elf inzwischen bis auf Platz zehn ab. Im besonders engen Tabellenmittelfeld, zwischen Rang vier und 14 liegen gerade einmal sieben Punkte, muss der TVP demzufolge eher nach unten schauen. „Ich wünsche mir, dass Pflugfelden mit seiner speziellen Spielweise weiter in der Liga bleibt“, meint FVL-Trainer Herbst dazu.

Bei den Roten geht der Blick weder speziell nach oben, noch nach unten. Stattdessen gilt die volle Konzentration der eigenen Leistung. „Wir hatten einige enge Spiele, sind 2018 aber ungeschlagen und haben 14 Punkte geholt. Ich bin ganz entspannt und zufrieden. Wir haben eine gute Konstanz in unser Spiel bekommen, daher bin ich in allen Bereichen optimistisch“, sagt Herbst. Weil Spitzenreiter Breuningsweiler in der Vorwoche mit 1:2 in Schluchtern unterlag, beträgt der Rückstand des FVL nach ganz oben sechs Punkte. „Wir möchten den Druck hochhalten. Sollte Breuningsweiler wider Erwarten Probleme haben, wollen wir da sein.“

Einen Tag vor dem Lokalduell zwischen Löchgau und Pflugfelden trifft die Spvgg 07 Ludwigsburg auswärts auf den SV Fellbach. Anpfiff der Partie der mit 28 Zählern punktgleichen Teams im Max-Graser-Stadion ist um 15.30 Uhr.

Ein durchaus unerwartetes Ausrufezeichen setzte der Tabellenletzte SV Salamander Kornwestheim mit einem 2:1-Auswärtssieg beim TSV Crailsheim. Nico Schürmann traf kurz vor Ende der Begegnung. Am Sonntag (15 Uhr) ist nun der TSV Schwaikheim in Kornwestheim zu Gast. 

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