Nach einer längeren Durststrecke hatte der FSV 08 Bissingen II wieder einmal ein Erfolgserlebnis. Im Bezirksliga-Derby gegen das Schlusslicht SV Hellas 94 Bietigheim siegten die Nullachter klar mit 6:0. Damit ist Hellas aufgrund der miserablen Tordifferenz praktisch abgestiegen. Ein Eigentor von Polykrapos Sachinidis brachte die Bissinger in der 13. Minute in Führung. Nur zwei Minuten später erhöhte Michael Schwingenschlögl auf 2:0. Mit seinem zweiten Treffer sorgte er auch für das 3:0 (55.). Björn Rothkopf (56.), Luka Loncar (79.) und Adriano Aniello (88.) machten das halbe Dutzend voll. Mit diesem Sieg hat Bissingen II den Klassenerhalt endgültig sicher.
„Ich bin froh, dass wir uns in der Bezirksliga etabliert haben“, sagte 08-Spielertrainer Adam Adamos. „Wir hatten früh einige Chancen. Nach der 20. Minute haben wir etwas nachgelassen, da hatte der Gegner Freiräume. Nach der Halbzeitbesprechung hatten wir das Spiel aber wieder im Griff. Der Sieg ist auch in dieser Höhe verdient.“ Enttäuscht zeigte sich Hellas-Trainer Kiriakos Stoitsis: „Letzte Woche haben wir eine starke kämpferische Leistung gezeigt, diesmal war es ein ganz schwaches Spiel. Wir hatten zwei gute Chancen. Wenn wir die verwertet hätten, wäre es noch einmal eng geworden, aber das Glück hat gefehlt.“
Im direkten Duell zweier abstiegsgefährdeter Mannschaften landete der FV Ingersheim einen wichtigen 3:2 (3:2)-Auswärtssieg beim TSV Lomersheim. Nachdem Sebastian Fischer die Gastgeber in der sechsten Minute in Führung gebracht hatte, glich Simon Wrana in der 20. Minute zum 1:1 aus. Die abermalige Lomersheimer Führung durch Fischer (35.) währte nicht lange, denn durch einen Doppelschlag kurz vor der Halbzeitpause drehten die Ingersheimer das Ergebnis, wobei Pascal Moses jeweils der Torschütze war.

Mehr Ballbesitz, keine Chancen

In Hälfte zwei hatte Lomersheim zwar gefühlte 80 Prozent Ballbesitz, kam aber nur zu einer zwingenden Chance. „Wir haben das 3:2 nach Hause gefightet. Im Abstiegskampf wird es jetzt noch einmal richtig spannend“, sagt FVI-Trainer Marc Bachhuber. Der Ingersheimer Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz beträgt nur noch drei Punkte.
Alles andere als rund läuft es derzeit beim SV Germania Bietigheim. Gegen den TSV Merklingen kassierten die Germanen, die auf mehrere Leistungsträger verzichten mussten, beim 2:3 (0:1) eine weitere Niederlage. Besonders mit der Leistung in der ersten Halbzeit war Trainer Matthias Schmid nicht zufrieden. „Wir laufen auf der letzten Rille. Das war die mit Abstand schlechteste Saisonleistung. Laufbereitschaft und Wille zum Sieg waren in den ersten 45 Minuten nicht erkennbar“, berichtet Schmid. So mussten die Bietigheimer froh sein, dass es nach dem Tor durch Salih Karaman (43.) nur 0:1 stand. Zu Beginn der zweiten Hälfte lief es zunächst besser, was mit dem 1:1 durch Alex Felger belohnt wurde (50.). Auch das 1:2 nach einer schönen Einzelaktion von Kai Woischiski steckte der SVG noch weg und kam durch Achim Früh in der 70. Minute abermals zum Ausgleich. Am Ende konnten die Bietigheimer aber körperlich nicht mehr dagegenhalten und kassierten das 2:3 durch Mohammad Keita (75.). „Eigentlich haben wir eine starke Saison gespielt, aber jetzt rutschen wir leider in der Tabelle ab“, sagte Germania-Coach Schmid.
Eine 1:5 (0:2)-Schlappe musste die SGM Riexingen beim Tabellenzweiten FC Marbach hinnehmen. Nesreddine Kenniche hatte den FCM mit zwei Treffern in der 15. und 39. Minute mit 2:0 in Front geschossen. Kevin Streicher brachte die Riexinger auf 1:2 heran (51.). Kurzzeitig gerieten die Marbacher danach ins Schwimmen. Die SGM kam in dieser Phase zu einigen guten Möglichkeiten, verpasste aber den Ausgleich. Mit dem 3:1 durch Steffen Leibold (59.) fanden die Gastgeber zurück zu ihrem Rhythmus und kamen durch Kenniche (73.) und Angelo Di Capua (83.) noch zu zwei weiteren Toren. „Marbach hat auf unsere Fehler gewartet und sie eiskalt ausgenutzt. Das zeichnet eine Spitzenmannschaft aus. Wir haben Lehrgeld bezahlt“, meinte SGM-Coach Karl Macionczyk. Der Neuling hat noch sieben Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.
Einen 1:0 (0:0)-Auswärtssieg beim TSV Münchingen feierte der FV Löchgau II. Dabei waren die Gastgeber in der ersten Halbzeit das bessere Team. „Die Münchinger hatte Chancen für drei Spiele, aber selbst klarste Möglichkeiten haben sie nicht reingemacht. Meine Abwehr und der Torhüter haben sich in jeden Ball reingeworfen. Das war eine ganz starke Leistung“, lobte Gästetrainer Erkan Olgun. Ab der 67. Minute spielte der FVL in Unterzahl, nachdem Alexander Sprigade nach einem Frustfoul die Rote Karte gesehen hatte. Trotzdem waren die Löchgauer nun spielbestimmend und kamen in der 81. Minute durch Simon Herbst zum entscheidenden 1:0.