Freiberg/Bietigheim / cp

Den Oberligisten SGV Freiberg und FSV 08 Bissingen droht an diesem Samstag im Kampf um die Aufstiegsplätze Stolpergefahr gegen krasse Außenseiter und Abstiegskandidaten.

Der SGV Freiberg hat ab 14 Uhr den 1. FC Normannia Gmünd zu Gast. Der Aufsteiger belegt derzeit einen Abstiegsplatz und kann realistisch nur noch bei drei Absteigern auf den Klassenerhalt hoffen. Wobei der Abstand auf die TSG Backnang auf dem viertletzten Rang auch schon vier Zähler beträgt. „Die Mannschaft ist unangenehm zu spielen. Diesmal kippt der Spielverlauf hoffentlich in unsere Richtung“, meint der Freiberger Trainer Ramon Gehrmann und erinnert an das 1:1 im Hinspiel. Damals lieferte Gmünds Torhüter Yannick Ellermann eine überragende Partie ab. Neben Ellermann hebt Gehrmann auch die Mittelfeldspieler Marvin Gnaase und Oldie Andreas „Bobo“ Mayer hervor und warnt vor deren Standards. Mit Patrick Lämmle verteidigt ein ehemaliger Freiberger vor Ellermanns Tor. Zur Winterpause wechselte der schnelle Serkan Uygun von Freiberg nach Schwäbische Gmünd.

Beim SGV Freiberg muss Stammkeeper Thomas Bromma (Adduktorenprobleme) pausieren. Ihn vertritt wie schon im Pokal-Viertelfinale am Mittwoch bei der TSG Balingen II (4:1) der junge Alexander Michalik. „Er hat es gut gemacht. Aber ich hatte auch nichts anderes erwartet“, lobte SGV-Coach Gehrmann den 18-Jährigen, der noch für die A-Junioren spielberechtigt ist.

Mit Vorlagen ins Spiel

Wenn die Partie des FSV 08 Bissingen beim Vorletzten und designierten Absteiger FC Germania Friedrichstal um 17 Uhr angepfiffen wird, sind die Spiele der Konkurrenten aus Freiberg und des Bahlinger SC (in Ravensburg) längst aus. Der Auftritt des Tabellenführers SV Stuttgarter Kickers beim SV Linx ist bald darauf auch beendet. Möglich, dass die Bissinger die eine oder andere Vorlage von den anderen Plätzen bekommen. „Es bleibt spannend. Im Kampf um Platz zwei liegt alles bei uns. Da mischen noch drei, vier Mannschaften mit, aber wir haben Bahlingen und die Kickers noch daheim“, sagt der Bissinger Trainer Alfonso Gracia zu den Chancen seiner Mannschaft auf zumindest den Platz in der Aufstiegsrunde. „Wir müssen mit der richtigen Einstellung und Willen ins Spiel gehen und wollen auf jeden Fall drei Punkte holen. Der Wunsch wäre ein Sieg und gut“, so Garcia. Der 08-Coach weiß aber um die guten Auftritte der Friedrichstaler zuletzt. Unter dem zur Winterpause installierten Trainer Dubravko Kolinger sammelte der Aufstéiger in diesem Jahr unerwartet daheim Punkte beim 1:1 gegen den FC 08 Villingen oder mit dem 3:0 gegen den SSV Reutlingen. In Pforzheim kam der FC Germania zuletzt zu einem 0:0. Vier Siegen stehen in der Heimbilanz ein Unentschieden und acht Niederlagen gegenüber.

Fehlen wird den Nullachtern in den nächsten drei Wochen Manuel Sanchez, der sich in der Partie gegen Reutlingen einen Muskelfaserriss zugezogen hat. Da auch Anil Sarak und Duc Thanh Ngo aus der Abteilung Innenverteidiger ausfallen, wird wohl Yannick Toth die Rolle von Sanchez links in der Dreierkette übernehmen. „Er ist sehr ballsicher und hat das gegen Reutlingen super gemacht“, lobt 08-Coach Garcia den 21-Jährigen, der bislang eine Reihe weiter vorne sein Haupteinsatzgebiet hatte. Wieder im Aufgebot dabei sind die zuletzt fehlenden Tim Reich (beruflich unterwegs) und Simon Lindner (gesperrt).

SGV Freiberg spielt im Halbfinale in Essingen

Im Halbfinale des württembergischen Pokalwettbewerbs hat der Oberligist SGV Freiberg am Freitag auf der Großbaustelle Stuttgart 21 die vermeintlich leichteste Aufgabe zugelost bekommen: ein Auswärtsspiel beim Verbandsligisten TSV Essingen. Das zweite Halbfinale am 24. April (Uhrzeiten sind noch offen) bestreiten der Oberligist SSV Reutlingen und der SSV Ulm aus der Regionalliga. Das Finale findet am 25. Mai im Gazi-Stadion in Stuttgart-Degerloch statt. Beim bundesweiten „Finaltag der Amateure“ werden die Partien live im Fernsehen übertragen. Der württembergische Pokalsieger qualifiziert sich für die 1. Runde im DFB-Pokal und erhält 115 000 Euro Preisgeld. cp