Fußball Stammkeeper Sven Burkhardt kehrt ins 08-Tor zurück

Bietigheim-Bissingen / Andreas Eberle 03.11.2018

„Wir machen uns nicht verrückt“ – Trainer Alfonso Garcia und die Fußballer des FSV 08 Bissingen bleiben trotz der jüngsten Durststrecke in der Oberliga gelassen. Nur einen Zähler hat der Aufstiegsaspirant vom Bruchwald in den vergangenen drei Partien geholt und ist in der Tabelle vom ersten auf den fünften Rang abgerutscht. An diesem Samstag (14.30 Uhr) steht den Nullachtern nun beim Bahlinger SC eine weitere Bewährungsprobe bevor.

Doch abgesehen vom schlechten Spiel beim 0:3 in Oberachern bescheinigt Garcia seinen Kickern in den Heimduellen gegen Nöttingen (1:1) und Göppingen (1:3) „ordentliche Auftritte“. Was dem Übungsleiter allerdings missfällt, sind die vielen Tore, die sein Team nach ruhenden Bällen kassiert. 11 der 17 Bissinger Gegentreffer resultierten aus Standards (darunter drei Elfmeter). „Das sind zu viele. Wir sind da zu nachlässig und nicht entschlossen genug“, sagt Garcia und fordert mehr Konzentration bei Freistößen, Ecken, Abschlägen und Einwürfen – und zwar bis zum finalen Klärungsversuch: „Das Ding ist erst geklärt, wenn der Ball in der gegnerischen Hälfte liegt.“ An diesen Defiziten haben die Nullachter unter der Woche im Training gearbeitet.

Für den rotgesperrten Moritz Welz kehrt Stammkeeper Sven Burkhardt ins 08-Tor zurück – der 35-jährige Routinier hat seine Verletzung auskuriert. Auch Manuel Sanchez ist nach seiner Schulterblessur wieder einsatzfähig. Am Sonntag lief der Flügelspieler bereits für das Bissinger Bezirksliga-Team auf und erzielte beim 5:2-Sieg gegen 07 Ludwigsburg gleich das Führungstor zum 3:2.

Der Gegner aus Bahlingen steckt wie der FSV 08 im Tief. In den vergangenen fünf Duellen sammelte der Mitfavorit vom Kaiserstuhl nur vier Zähler und hinkt als Achter ebenfalls den eigenen Ansprüchen hinterher. Am Donnerstag schied der BSC zudem mit dem 1:4 beim Verbandsligisten 1. FC Rielasingen-Arlen aus dem südbadischen Pokal aus.

SGV will Höhenflug fortsetzen

Im Höhenflug ist hingegen der sechstplatzierte SGV Freiberg, der seit acht Oberliga-Partien ungeschlagen ist und zuletzt 20 von 24 möglichen Zählern eingefahren hat. Damit hat sich der Verein vom Wasen endgültig in der Spitzengruppe festgesetzt. An diesem Samstag (14.30 Uhr) tritt der SGV beim punktgleichen Tabellennachbarn TSV Ilshofen an, dem bisher stärksten der vier Aufsteiger. Dabei prallen zugleich die beste Abwehr (Ilshofen) und der beste Angriff (Freiberg) aufeinander. „Ilshofen spielt bisher eine überraschend gute Rolle. Das wird ein harter Brocken“, sagt Gästetrainer Ramon Gehrmann, der vor allem vor den Standards von TSV-Spielertrainer Ralf Kettemann warnt. Außerdem steht das Comeback von Ilshofens lange verletztem Topstürmer Benjamin Kurz bevor.

Bei Freiberg fallen Denis Latifovic (Knochenödem am Sprunggelenk) und Niklas Pollex (Knieprobleme) aus. Fraglich ist der Einsatz von Marco Pischorn, den Rückenbeschwerden plagen. „Wir können bis jetzt zufrieden sein. Mit einem Sieg in Ilshofen hätten wir eine sehr gute Ausgangsposition für die restliche Vorrunde“, sagt Gehrmann.

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