Fußball Spannung pur am letzten Spieltag

Mit links: Pascal Wolter vom FV Löchgau flankt vor das gegnerische Tor. Am Samstag müssen die Löchgauer Flanken und Schüsse in Schwaikheim stimmen, um Platz zwei zu verteidigen.
Mit links: Pascal Wolter vom FV Löchgau flankt vor das gegnerische Tor. Am Samstag müssen die Löchgauer Flanken und Schüsse in Schwaikheim stimmen, um Platz zwei zu verteidigen. © Foto: Marco Wolf
Von Jan Fedra 08.06.2018

Die Landesliga Staffel 1 bietet zum Saisonfinale an diesem Samstag Spannung pur. Bis auf die Meisterschaft, die sich der SV Breuningsweiler schon gesichert hat, und die feststehenden Abstiege der drei Aufsteiger  SV Liengarten, der SG Stetten-Kleingartach und des SV Kornwestheim sind noch brisante Fragen offen. Wer zieht als Zweitplatzierter in die Aufstiegsrelegation ein und trifft dort auf den SV Zimmern? Welches Team muss noch den direkten Gang in die Bezirksliga antreten, und wer darf sich Hoffnungen machen, über den Umweg Relegation in der Liga zu bleiben?

Torjäger Schwara fällt aus

Hauptprotagonist in der Frage, wer den SV Breuningsweiler in die Verbandsliga begleiten könnte, ist der FV Löchgau. Am letzten Spieltag, der ligaweit um 16 Uhr angepfiffen wird, ist die Mannschaft von Trainer Thomas Herbst beim TSV Schwaikheim zu Gast. Dort werden die Roten ohne ihren erfolgreichsten Torjäger auskommen müssen. Tim Schwara (11 Saisontore) zog sich vergangene Woche gegen den TSV Crailsheim wohl einen Bänderriss im Sprunggelenk zu. Abgesehen von dieser „bitteren Nachricht“, wie FVL-Coach Herbst sagt, blicken die Löchgauer mit Vorfreude auf das letzte Spiel der Saison. Platz zwei soll es werden für die Herbst-Elf. „Wir wollen die Vizemeisterschaft sichern. Die Stimmung ist positiv, die Jungs freuen sich auf das Spiel in Schwaikheim“, erklärt Herbst. Dafür sorgt nicht zuletzt das Herzschlagfinale im letzten Heimspiel gegen Crailsheim in der Vorwoche. Für kurze Zeit rutschten die Roten virtuell auf Rang drei ab, um dann in den Schlusssekunden die Partie mit zwei sehr späten Treffern zu drehen. Jetzt haben es die Löchgauer wieder in der eigenen Hand, Rang zwei klarzumachen und die hartnäckigen Verfolger der Spvgg Gröningen-Satteldorf endgültig hinter sich zu lassen. „So ein Sieg wie gegen Crailsheim gibt natürlich Zutrauen und pusht einen nochmal ordentlich. Wir wollen uns kein bisschen mehr auf andere mehr verlassen und die Vizemeisterschaft aus eigener Kraft schaffen“, formuliert Herbst. Ohne auf die Gröninger zu schauen, die beim Tabellenvierten TSV Heimerdingen antreten, soll das „Bonus-Spiel“ am Mittwoch gegen Zimmern (Herbst) im  Nachbarort Besigheim erreicht werden. Es ist eine spannende Konstellation. Und eine, die an vergangenes Jahr erinnert, als der FVL bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt in der Verbandsliga kämpfte. Auch damals gelang kurz vor Saisonende ein später Sieg (in Wangen), dann verlor man das entscheidende Spiel – ausgerechnet gegen jenen SV Zimmern – zuhause mit 0:2 und stieg ab. „Wir wissen, wie es im letzten Jahr lief. Aber wir haben jetzt eine andere Mannschaft und viele neue, junge Spieler“, sagt Trainer Herbst dazu. „Wir wollen uns für die Spielzeit belohnen. Das Ziel ist es, bald wieder gegen Zimmern spielen zu dürfen. Wenn wir unsere Leistung gebracht haben, haben wir nie verloren. An unverdiente Siege kann ich mich auch nicht erinnern. Der Blick richtet sich also nur auf die eigene Leistung, auch wenn wir um die Schwere der Aufgabe jetzt gegen Schwaikheim wissen.“ Mit 40 Punkten ist der TSV Schwaikheim, bei dem sich Trainer Antonio Guagganti mit der Partie gegen Löchgau verabschiedet, vor dem letzten Spieltag bereits gerettet. Anders als die Teams auf den Rängen neun bis 13. Auf die Mithilfe anderer Teams ist die Spvgg 07 Ludwigburg angewiesen. Nach der bitteren Heimpleite vergangene Woche gegen den SV Schluchtern, sind die Nullsiebener auf den direkten Abstiegsplatz 13 abgerutscht. Ein möglicher Vorteil für die Elf von Roman Kasiar und Antonino Carneiro ist allerdings, dass die SG Stetten-Kleingartatch, bereits als Absteiger feststeht.

07 muss gewinnen und hoffen

Nur ein Sieg dort hilft den Barockstädtern, um den Absturz in die Bezirksliga Enz-Murr zu verhindern. Aber selbst der gibt noch keine Garantie auf die Rettung. Ein Platz vor den Ludwigsburgern steht der TV Oeffingen, der mit 37 Punkten im Gepäck zum Abstiegsgipfel nach Schluchtern fährt. Punktgleich mit Oeffingen ist TV Pflugfelden. Der  tritt am Samstag beim TSV Crailsheim an und kann den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen. Rang elf würde dafür genügen. Für das Team von Otto Roßbacher spricht der Trend: Sieben Punkte aus den vergangenen drei Partien brachten den TVP in die gute Ausgangslage. Außerdem kämpft der Zehnte TSV Schornbach für ein weiteres Landesliga-Jahr. Am 29. Spieltag schlug der TSV überraschend Heimerdingen mit 4:0 und hat vor dem Spiel beim Meister Breuningsweiler mit 38 Punkten alle Trümpfe in der Hand.

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