Die Meisterschaftsfrage in der Fußball-Landesliga, Staffel 1, scheint zugunsten des SV Breuningsweiler entschieden. Auch wenn der Neuling im Saison-Endspurt personell auf der letzten Felge daherkommt, dürfte er sich bei sechs Punkten Vorsprung auf den FV Löchgau und der deutlich besseren Tordifferenz die Meisterschaft und den Aufstieg in die Verbandsliga nicht mehr nehmen lassen. Der Kampf um Platz zwei dagegen tobt. Die besten Karten auf den Relegationsrang hat momentan der FV Löchgau. Doch nachdem die Roten am vergangenen Samstag eine empfindliche 0:4-Heimniederlage gegen den TSV Pfedelbach hinnehmen mussten, ist die Spvgg Gröningen-Satteldorf bis auf einen Zähler herangerückt. „Schnell aufarbeiten, nicht hadern und sich zu lange davon aufhalten lassen“,  so umreißt Löchgaus Trainer Thomas Herbst die Herangehensweise nach der ersten FVL-Niederlage seit November. „Den Beginn gegen Pfedelbach hatten wir uns natürlich ganz anders vorgestellt. In den ersten 15 Minuten haben wir die richtige Mentalität vermissen lassen“, so Herbst. Zwar spielten sich die Platzherren nach dem 0:1-Rückstand klarste Gelegenheiten heraus, ein Treffer gelang aber weder Marco Knittel (Lattentreffer), noch Kubilay Baki in einer Eins-gegen-eins-Situation. Weil mit Mittelfeld-Routinier Salvatore Langella und Torjäger Tim Schwara zudem zwei wichtige Stützen fehlten, hatte Herbst seine Elf auf mehreren Positionen umbauen müssen. „Letztendlich waren wir zu fahrlässig in der Chancenverwertung, Pfedelbach dagegen war sehr effektiv“, berichtet Herbst.

So gut wie abgestiegen

Es wartet nun  ein Lokalderby: Um 15 Uhr spielt der FV Löchgau am Sonntag beim SV Salamander Kornwestheim, der seit dem letzten Spieltag so gut wie sicher abgestiegen ist. Nach einer desolaten Hinrunde stabilisierte sich die Mannschaft von Trainer Sascha Becker zuletzt zwar mehr und mehr, drei Spieltage vor Saisonende ist der Rückstand auf das rettende Ufer aber zu groß. „Dennoch war Kornwestheim in der Rückrunde viel stabiler und reifer als noch in der Hinrunde“, warnt FVL-Coach Herbst seine Elf, zu der auch am Wochenende wieder die A-Junioren Terry Offei, Robin Dörner und Moritz Haile gehören werden. „Wir sind froh, dass die drei uns personell weitere Möglichkeiten eröffnen. Sie werden auch nächstes Jahr Teil des Kaders sein“, erklärt Löchgaus Trainer. Vergangene Woche schloss der 30-Jährige in München die DFB-Elite-Jugendlizenz erfolgreich ab. In der Landesliga zählt für Herbst und sein junges Team am Wochenende nur der Sieg. „Es sind noch drei Spiele. Da geht es nur darum, so viele Punkte wie möglich mitzunehmen und am Sonntag zu gewinnen. Wir wollen uns am Ende für eine sehr gute Saison belohnen“, so Herbst, der nach der Partie in Kornwestheim mit seinem Team noch daheim gegen den TSV Crailsheim und beim TSV Schaikheim spielen muss.

Nach seinem Punktgewinn gegen den SV Breuningsweiler trifft der TV Pflugfelden, ebenfalls am Sonntag am 15 Uhr, auf den TSV Pfedelbach. Beim besten Rückrundenteam der Liga kämpft der TVP um weitere Zähler für den Klassenerhalt. 31 hat das Team von Interimstrainer Otto Roßbacher bisher auf dem Konto, auch für die Pflugfelder wird es ein heißes Saisonfinale.

07 kann großen Schritt machen

Einen entscheidenden Schritt Richtung Klassenerhalt kann die Spvgg 07 Ludwigsburg am Sonntag (16 Uhr) machen. Beim Spiel gegen den Abstiegskampf-Kontrahenten TSV Schwaikheim ist der Druck auf beiden Seiten groß. Keines der Teams, weder Ludwigsburg mit 36 noch Schwaikheim mit 34 Zählern, ist bisher gerettet. Das Hinspiel entschieden die Barockstädter durch zwei Tore von Nicola de Pilla mit 2:1 für sich. Auftrieb sollte der Elf des Trainerduos Roman Kasiar und Antonino Carneiro zudem der Heimsieg gegen den TSV Crailsheim geben.

Die Zahl der Absteiger aus der Landesliga hängt von der Verbandsliga ab. Da aus der Oberliga in diesem Jahr nur badische Mannschaften absteigen und die württembergische Verbandsliga von einem direkten Absteiger von oben verschont bleibt, steigen dort nur drei Klubs ab. Da allerdings drohen der Landesliga 1 gleich alle drei Mannschaften, zumal  die Sportfreunde Schwäbisch Hall sicher runter kommen und die TSG Öhringen kaum noch zu retten ist.  Erwischen kann es  statt Pfullingen mit den derzeit schlechtesten Karten noch die SKV Rutesheim oder den VfB Neckarrems. Dann würde sich die Anzahl der Absteiger aus der Landesliga, Staffel  1, auf fünf erhöhen. Deswegen muss noch nahezu die halbe Liga um den Klassenerhalt zittern