Fußball SGV-Turbo zündet zu spät

Der SGV Freiberg um Savino Marotta (links) muss sich bei Normannia Gmünd mit einem 1:1 zufrieden geben.
Der SGV Freiberg um Savino Marotta (links) muss sich bei Normannia Gmünd mit einem 1:1 zufrieden geben. © Foto: Jan-Philipp Strobel
Schwäbisch Gmünd / bz/msc 08.10.2018

Weil der SGV Freiberg zu lange brauchte, um warm zu werden, und dann seine Chancen nicht nutzte, reichte es im Oberliga-Duell beim FC Normannia Gmünd nur zu einem 1:1. SGV-Angreifer Spetim Muzliukaj sorgte zwar für den Ausgleich, hätte aber noch ein zweites Tor nachlegen müssen. Freiberg rutscht durch den erneuten Punktverlust auf Rang acht ab.

In der ersten Hälfte hatte die Normannia die Freiberger weitgehend im Griff hatte. Nur einmal musste Normannia-Torhüter Yannick Ellermann bei einem Schuss aus kurzer Distanz sein ganzes Können zeigen. Die Gmünder hatten ebenfalls gute Chancen um in Führung zu gehen. Vor allem durch Nermin Ibrahimovic, der besonders nach Standards für Torgefahr im Freiberger Sechzehner sorgte.

Gleich nach der Pause tauchte Ibrahimovic wieder in der Box der Freiberger auf, diesmal mit Erfolg: Einem Mayer-Freistoß gab der Ex-Profi per Kopf die entscheidende Richtungsänderung, um SGV-Keeper Thomas Bromma zu überwinden: das 1:0 ( 47.). Der ansonsten starke Freiberger Rückhalt hatte hier seine einzige unglückliche Szene des Spiels. „Er kommt raus, kriegt den Ball nicht, da hat er sich falsch entschieden“, bedauerte Gehrmann.

Freiberg wacht auf

Doch immerhin: Dieser Rückstand hatte einen Freiberger Sturmlauf zur Folge, der eine Viertelstunde nach der Gmünder Führung belohnt wurde. Die Freiberger setzen ihr enormes Tempo ein, um die FCN-Abwehr auszuspielen. Am Ende der Kombination stand Spetim Muzliukaj, der ohne Mühe aus acht Metern vollendete (62.). Auch in der letzten halben Stunde fuhr Freiberg Angriff um Angriff fuhr, die Gmünder hielten in einer Abwehrschlacht mit dagegen.

Mit Erfolg. Denn bis zum Schluss wollte der Ball nicht mehr ins Tor. Dickste Chance: Muzliukaj traf fünf Meter vor der Torlinie den Ball nicht richtig. „Das Ding hätte jeder andere reingemacht, Spetim hat es in der Szene irgendwie nicht geschafft“, hatte der Coach auch ein wenig Mitleid mit seinem Angreifer. Normannia-Keeper Yannick Ellermann vereitelte mit zwei Glanztaten weitere Freiberger Chancen. So reichten engagierte 45 Minuten am Ende nicht für drei Punkte. Gmünd dagegen freute sich über den Zähler und blieb zum dritten Mal in Folge ungeschlagen.

Freiberg verliert mit dem dritten Unentschieden der Saison (dazu vier Siege und drei Niederlagen) so langsam den Anschluss an die oberen Tabellenplätze. Am Samstag (14 Uhr) im Heimspiel gegen Tabellennachbar Neckarsulmer Sportunion muss daher ein Dreifacherfolg her.

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