Freiberg SGV Freiberg: Gehrmann nimmt sein Team gleich hart ran

Sichtlich viel Spaß hatte Trainer-Rückkehrer Ramon Gehrmann beim Auftakttraining des SGV Freiberg am Wasen.
Sichtlich viel Spaß hatte Trainer-Rückkehrer Ramon Gehrmann beim Auftakttraining des SGV Freiberg am Wasen. © Foto: Martin Kalb
DANIEL HAUG 04.07.2016
Der SGV Freiberg musste sich im ersten Test mit einem 1:1 in Ludwigsburg begnügen. Trainer Ramon Gehrmann nimmt sein Team in der Vorbereitung hart ran.

Nach einem Jahr als U-19- und U-17-Trainer beim Karlsruher SC ist Ramon Gehrmann als Trainer zurück beim Fußball-Verbandsligist SGV Freiberg. Zum Trainingsauftakt am Donnerstagabend begrüßte der Rückkehrer 20 Spieler auf dem Sportgelände am Wasen. In den ersten Einheiten nahm Gehrmann sein neues Team gleich richtig ran. „Wir haben am Donnerstag, Freitag und heute Vormittag jeweils zweieinhalb Stunden hart trainiert. Entsprechend konnte man im ersten Test keinen Leckerbissen erwarten“, sagte Gehrmann am Samstag nach dem 1:1 im ersten Vorbereitungsspiel beim Landesligisten Spvgg 07 Ludwigsburg. Neuzugang Marcel Sökler glich eine Viertelstunde vor dem Ende die von Patrick Nonnenmann erzielte Ludwigsburger Führung aus.

„Man hat gemerkt, dass uns noch die Spritzigkeit fehlt“, sagte Gehrmann, der unter anderem auf Denis Zagaria, Sebastian Bortel und Neuzugang David Kienast verzichten musste. Außerdem spielte der aus der eigenen U19 aufrückende Berkan Yürükoglu mit den A-Junioren im Pokalfinale. Sven Schimmel kehrt erst diese Woche aus dem Urlaub zurück. Aufgrund des Personalmangels stellte Gehrmann mit Alexander Fuchs sogar einen der neuen Torhüter in der Schlussphase als Mittelstürmer auf. Gemeinsam mit den ebenfalls neu gekommenen Sven Ullrich und Jan Nicklausson wird er aber um den ersten Platz zwischen den Pfosten kämpfen.

Ein gutes Spiel zeigte bereits der aus Koblenz gekommene Mittelfeldspieler Yannick Tewelde. Vorerst nicht mehr dabei sind dagegen Fabio Morello aus der eigenen U19, der zum VfB Neckarrems verliehen wird, und Tahir Bahadir, dessen Leihe beim Verbandsligisten bis zur Winterpause verlängert wurde. Dafür wurde der bisher ausgeliehene Christian Heinrich von Freiberg fest verpflichtet und Zvonimir Zivic kehrt nach seiner Leihe zu den SF Schwäbisch Hall an den Wasen zurück.

In dieser Woche kann Gehrmann noch einen weiteren neuen Spieler begrüßen. „Wir haben Nico Schürmann von den Stuttgarter Kickers verpflichtet“, verkündete der Coach am Samstag. Der 19-jährige Mittelstürmer wurde in der Jugend der Blauen und beim Stadtrivalen VfB ausgebildet. In der vergangenen Saison kam er in sieben Oberliga-Spielen für die U 23 der Degerlocher zum Einsatz.

Nicht nur wegen dem von vielen erwarteten direkten Wiederaufstieg der Freiberger wird diese Saison für Gehrmann eine besondere Herausforderung. Bis März 2017 absolviert er die Ausbildung zum Fußball-Lehrer und weilt dazu regelmäßig von Montag bis Mittwoch in Hennef.  In dieser Zeit wird vor allem Marcel Ivanusa als spielender Co-Trainer und Kapitän Sebastian Bortel eine besondere Verantwortung zukommen. „Es ist ein Vorteil, dass ich mit einigen der Jungs schon zusammengearbeitet habe. Wir müssen die Zeit, in der ich da bin, gut nutzen“, blickt Gehrmann auf die Vorbereitung und möchte eine gute Mischung aus Kraft, Ausdauer und spielerischer Weiterentwicklung finden.

Bis zum nächsten Testspiel gegen Zweitligist Karlsruher SC am kommenden Samstag (17 Uhr) hat Gehrmann diese Woche einiges vor. „Die Jungs werden Anfang der Woche eher körperlich arbeiten, dann aber auch im taktischen Bereich. Der KSC wird unser stärkster Gegner in dieser Saison sein, deshalb werden wir unser Defensiverhalten etwas modifizieren, um einigermaßen mithalten zu können.“

Für seine Arbeit findet Gehrmann nach seiner Rückkehr am Wasen gute Bedingungen vor. „Der Verein ist professioneller geworden und es hat sich einiges zum Guten verändert“, freut sich der Trainer. „Schade ist nur, dass wir in der Verbandsliga spielen.“ Das tat der SGV aber auch, als Gehrmann 2011 erstmals nach Freiberg kam. Damals gelang den Freibergern bereits im ersten Jahr unter ihm der Oberliga-Aufstieg.