Fußball SGV Freiberg jubelt beim Vizemeister

Villingen-Schwenningen / Andreas Eberle 20.08.2018

Die Fußballer des SGV Freiberg haben am Samstag auf die Befürchtungen vor einem Fehlstart die passende Antwort gegeben: Sie gewannen beim FC 08 Villingen, dem Vizemeister der Vorsaison, glatt mit 3:0 und fuhren am zweiten Oberliga-Spieltag den ersten Dreier ein. Zum Rundenauftakt hatte die Wasen-Elf ihr Heimspiel gegen den FV Ravensburg mit 1:2 verloren, so dass bereits Erinnerungen wach wurden an die Spielzeit 2017/2018. Da hatte der SGV aus den ersten sechs Partien nur vier Zähler geholt und musste das Feld dann von hinten aufrollen. „Das Ergebnis täuscht etwas über den Spielverlauf hinweg. Die Begegnung war lange ausgeglichen“, sagte Freibergs Trainer Ramon Gehrmann, der sowohl bei seiner Elf als auch bei Villingen noch Luft nach oben sieht: „Beide Mannschaften waren noch nicht in der Form, die sie in der vergangenen Saison hatten.“

Gehrmann nahm im Schwarzwald gegenüber dem Ravensburg-Spiel nur eine Veränderung vor: Für den angeschlagenen Denis Zagaria (Muskelverletzung) lief Tobias Fausel in der Dreierkette auf. Glücklich kam das Freiberger Führungstor in der 25. Minute zustande: Savino Marotta leitete aus der eigenen Hälfte heraus einen Konter ein. Trotz 08-Übermacht in der Defensive tankte sich Neuzugang Leon Braun über links durch, indem er Gianluca Serpa austanzte und den Ball aus einem extrem spitzen Winkel nach innen zu Hakan Kutlu passen wollte. Doch im Zentrum kam der Ball nicht an – weil Dragan Ovuka ihn unglücklich ins eigene Gehäuse abfälschte. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte führte eine scharf getretene Ecke von Braun zum zweiten SGV-Treffer: Zwei Villinger verpassten die Kugel am kurzen Pfosten, und der von hinten heranrauschende Maximilian Rohr schoss zum 0:2 ein.

Flugkopfball trifft die Latte

Beim 0:3 halfen die Gastgeber erneut unfreiwillig mit: Bei Kutlus Versuch, Braun auf dem Flügel anzuspielen, sprang dem Villinger Teyfik Ceylan der Ball ans Knie und von dort in den Lauf von Marcel Sökler. Der Torjäger ließ sich die unerwartete Chance nicht entgehen und traf ins lange Eck (57.). Zuvor hatte auf der Gegenseite Stjepan Geng mit einem Freistoß die Unterkante der Latte getroffen. Doch auch Sökler hatte Pech mit einem Aluminiumtreffer: Nach einer scharfen Hereingabe von Marotta scheiterte der Stürmer mit seinem Flugkopfball ebenfalls am Querbalken (70.). „Das war eine gute Leistung, der Wille war erkennbar. Jetzt können wir mit einer besseren Stimmung im Umfeld in die Trainingswoche gehen“, stellte Gehrmann nach dem ersten Saisonsieg fest.

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