Fußball Sechs Tore gegen den Frust

Der TSV Schwieberdingen, rechts Timo Hufnagel, machte Patrick Choroba und der SG Sonnenhof das Leben schwer.
Der TSV Schwieberdingen, rechts Timo Hufnagel, machte Patrick Choroba und der SG Sonnenhof das Leben schwer. © Foto: Bernd Leitner
Schwieberdingen / Von Andreas Eberle 16.08.2018

In der zweiten Runde des WFV-Pokals haben sich die Favoriten keine Blöße gegeben. Nach dem FSV 08 Bissingen, der bereits am Dienstag beim VfL Sindelfingen mit 4:1 gewonnen hatte, zogen am Mittwoch auch der SGV Freiberg (6:0 in Satteldorf) und die SG Sonnenhof Großaspach (3:0 in Schwieberdingen) in Runde drei ein.

Nach der 1:2-Heimniederlage gegen Ravensburg beim Oberliga-Saisonstart schoss sich der SGV Freiberg den Frust von der Seele. Mit 6:0 (3:0) setzten sich die Wasen-Kicker beim überforderten Landesliga-Vertreter Spvgg Satteldorf durch. SGV-Trainer Ramon Gehrmann hatte seine Startelf gegenüber dem Ravensburg-Spiel auf sechs Positionen verändert. Die ersten drei Tore erzielten allerdings Akteure, die schon am vergangenen Sonntag von Beginn an aufgelaufen waren. Kapitän Steven Kröner brachte die haushoch überlegenen Freiberger bereits in der zweiten Minute in Führung. Hakan Kutlu (12.) und Marco Pischorn (40.) erhöhten bis zur Pause auf 3:0. „Wir hatten gefühlt 90 Prozent Ballbesitz“, stellte Florian Hägele, Sportlicher Leiter beim SGV, nach den ersten 45 Minuten fest.

Im zweiten Durchgang trafen dann drei Einwechselspieler. Kurz nach Wiederanpfiff krönte David Müller sein Solo mit dem 4:0 (46.). Zwei Minuten später verwandelte Leon Braun einen an Savino Marotta verursachten Foulelfmeter zum 5:0. Das halbe Dutzend machte Mert Tasdelen voll (65.). Trotz der vielen Umstellungen zeigte der SGV keine Abstimmungsprobleme, sondern spielte wie aus einem Guss. „Wir haben auch in der Höhe verdient gewonnen“, sagte Hägele zufrieden. Am Samstag (15 Uhr) tritt Freiberg in der Oberliga beim Vizemeister FC 08 Villingen an.

Mehr Mühe als erwartet hatten die Drittliga-Profis der SG Sonnenhof Großaspach beim fünf Spielklassen tiefer kickenden TSV Schwieberdingen. Der vom früheren Bissinger Oberliga-Spieler Jens Eng trainierte Bezirksligist verkaufte sich bei der 0:3-Niederlage ausgesprochen gut.

Ein Elfmetergeschenk von Schiedsrichter Manuel Dürr ermöglichte den Gästen in der Anfangsphase die Führung. Stephane Mvibudulu war im Schwieberdinger Strafraum auf den Ball getreten und hingefallen, wonach der Regelhüter zum allgemeinen Erstaunen auf den Punkt zeigte. Dominik Pelivan ließ sich die Chance nicht entgehen und verwandelte den Strafstoß zum 0:1 (10.). Nach Vorarbeit von Neuzugang Jonas Meiser legte Mike Owusu in der 19. Minute das 0:2 nach. Weitere Gegentreffer verhinderte TSV-Keeper Mario Frey, ein weiterer ehemaliger Nullachter im Schwieberdinger Team.

In der zweiten Hälfte kam der Drittligist vor den 800 Zuschauern in der Felsenberg-Arena nur noch zu einem weiteren Tor durch Meiser (74.). „Das ist für uns ein sehr achtbares Ergebnis“, sagte Schwieberdingens Coach Eng und lobte seine Elf: „Die Jungs haben Charakter und viel Leidenschaft gezeigt. Hut ab.“

Weis kickt jetzt für Weilimdorf in der Landesliga

Der frühere Hoffenheimer Erstliga-Profi und einmalige Nationalspieler Tobias Weis hat sich dem TSV Weilimdorf angeschlossen. Für den Klub aus der Landesliga, Staffel 2, war der 33-jährige Mittelfeldmann bereits beim dreitägigen Nord-Cup des SC Stammheim am Ball. Im Test gegen die TSVgg Stuttgart-Münster (5:0) spielte er am Sonntag eine Halbzeit. Der Wechsel war zustandegekommen, weil Weis mit dem Weilimdorfer Betreuer Bessem Lamari befreundet ist. „Wir haben Tobias mit offenen Armen empfangen. Wenn er da ist, wird er uns weiterhelfen“, sagt TSV-Spielleiter Michael Bachmann. Weis war im Januar beim FSV 08 Bissingen als Neuzugang vorgestellt worden, kam aber verletzungsbedingt zu keinem Oberliga-Einsatz. Sein auf zweieinhalb Jahre angelegter Vertrag wurde daraufhin vorzeitig aufgelöst. ae

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