Fußball Pflichtsieg eröffnet Perspektiven

Kopfballstärke: Der Freiberger Marco Pischorn (links) gewinnt dieses Luftduell gegen Walldorfs Nicolai Groß.
Kopfballstärke: Der Freiberger Marco Pischorn (links) gewinnt dieses Luftduell gegen Walldorfs Nicolai Groß. © Foto: Foto. Avanti
Freiberg / cp 12.05.2018

Der 2:0-Pflichtsieg gegen den abstiegsbedrohten FC Astoria Walldorf II durch zwei Tore von Hakan Kutlu eröffnet dem SGV Freiberg in der Oberliga die Perspektive, doch noch Platz zwei und die Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Regionalliga Südwest zu erreichen – trotz des 1:6-Debakels vor einer Woche beim FSV 08 Bissingen. Denn der aktuelle Tabellenzweite FC 08 Villingen kam beim SSV Reutlingen nicht über ein 2:2 hinaus. Wenn Villingen nun das noch ausstehende Auswärtsspiel in Neckarsulm verliert und der SGV die Partien beim SV Spielberg und daheim gegen die TSG Backnang gewinnt, wären die Freiberger vorbei am Mitaufsteiger, dem dann auch ein Heimsieg zum Saisonausklang gegen den Absteiger TSG Weinheim nichts mehr nützen würde.

Der Freiberger Trainer Ramon Gehrmann wollte gegen die mit den beiden erfahrenen  Andreas Schön und Nicolai Groß aus dem Regionalliga-Kader verstärkten Walldorfer eine Reaktion auf die Derby-Pleite sehen. „So eine Niederlage schüttelt man nicht so einfach aus dem Sakko. Läuferisch und kämpferisch haben alle alles abgerufen“, meinte der SGV-Coach und war zufrieden mit der  Einstellung und der Leistung seiner Mannschaft. „Man kann von einem verdienten Sieg sprechen. Walldorf hat im Umschaltspiel Qualität, da haben wir auch Glück gehabt, dass wir zwei, drei brenzlige Situationen überstanden haben. Wir sind froh, dass wir aus unserer kurzen Ergebniskrise gekommen sind“, analysierte Gehrmann die Partie, die  nur rund 150 Zuschauern beobachteten.

Dem Spiel der Gastgeber kam die  frühe Führung entgegen. Die gab dem Team Sicherheit. In der fünften Minute legte Julian Schiffmann im Walldorfer Strafraum den Ball für Hakan Kutlu auf, der noch einen Haken schlug, Torhüter Paul Lawall verlud und die Kugel mit links im langen Toreck versenkte.

Ihre Qualität im Offensivspiel zeigten die Gäste in der 16. Minute. Da bediente Schön mit einem genialen Diagonalpass den durchstartenden Groß. Der Walldorfer Stürmer lief an SGV-Keeper Pascal Nagel vorbei, zögerte einen Moment mit dem Torschuss. Als er dann abschloss, kratzte Denis Zagaria mit letztem Einsatz den Ball noch von der Torlinie. Solche Aktionen hatte der FC Astoria im Ansatz noch eine oder zwei, mit der Durchschlagskraft haperte es aber.

Die Freiberger, denen es hin und wieder vorne an der Genauigkeit im Abspiel  mangelte, hatten mehr Ballbesitz und zweimal Pech, als Patrick Fossi nur den Innenpfosten traf (18.), und Steven Kröner seinen Kopfball an den Außenpfosten setzte.

Walldorf vergibt Doppelchance

Die Mega-Doppelchance zum Ausgleich versiebten in der 47. Minute Mario Cancar und Pasqual Pander, die nacheinander das leere Freiberger Tor verfehlten. Durch Umstellungen agierten die Gäste in der zweiten Halbzeit offensiver und beschäftigten die Freiberger Abwehr. Die ließ aber nach den Schrecksenunden zu Beginn der zweiten Hälfte nichts mehr zu.

Die Offensive des SGV produzierte auch nicht mehr allzu viele Chancen. Kröner und Kutlu scheiterten zweimal an FCA-Keeper Lawall. Der war machtlos, als seine Vorderleute Kutlu nach einer Flanke von Thomas Gentner im Strafraum zu viel Platz gewährten, den Kutlu zu seinem zweiten Treffer und zum 2:0-Endstand nutzte (61.). Mit einer konzentrierten Leistung brachten die Gastgeber den verdienten Sieg über die Zeit.

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